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Zum Scheitern verurteilt, wenn fundiertes Wissen fehlt
Harnsteine -Struvit/Oxalat/ Urate- und Cystinsteine
immer wieder erlebe ich, was diätetische Fehler anrichten bei ALLEN Harnsteinen und verstärkt bei Cystinsteinen. Diese diätetischen Fehler schließen bedauernswerterweise auch den PAPST der veterinärmedizinischen Ernährungsberatung mit ein, nach dessen VORGABEN die Fachtierärzte für Ernährung Ihre Bedarfsberechnungen aufbauen. Wenn „DIESE Fachleute“, vom in der Regel BESTENS GEEIGNETEN je nach Steinsorte kommerziellen Futter - im Fall z. B. von Cystin kommt NUR U/C Trockenfutter von Royal Canin in Frage - ausweichen auf „Ihre Bedarfsberechnungen“, bleibt bei den Klienten, die leider erst nach gescheiterten Beratungen zu mir kommen, der Erfolg der Diätberatung aus. Ebenso bei DEN Ernährungsberatern, die auf der Basis von BARFEN den steinerkrankten Hunden Ihre Hilfe anbieten, ist DAS diätetische Scheitern mangels fundierter Kenntnisse vorprogrammiert, was ich wiederholt erlebe. Es fehlen in erster Linie jegliche Kenntnisse bezüglich chemischer Zusammenhänge, wie auch Kenntnisse in der Lebensmittelchemie und auch der Überblick wichtiger medizinischer Zusammenhänge
Insbesondere bei Cystinsteinen sind es IMMER gravierende Diätfehler. Fehler, die die Hunde das Leben kosten können, weil durch die Diätfehler Operation auf Operation folgt.
Cystinsteine und auch Calciumoxalate gehören zu den Steinsorten, die sich nicht auflösen lassen.
Daher werden insbesondere Cystin Steine operativ entfernt - diese Steine neigen SEHR zum rezidivieren. Da in meiner Ernährungsberatung ALLES verifiziert wird, rate ich meinen Klienten IMMER vor bzw. gleich zu Beginn meiner methioninbilanzierten Diät, den Cola Test machen zu lassen. LEIDER erlebe ich bereits HIER, dass viele Tierärzte NICHT wissen, dass es einen Cola Test gibt bzw. auch mitunter aus mir unerfindlichen Gründen versuchen, den Hundebesitzern den Test zu verweigern. Mit dem Cola Test wird die quantitative Menge der Cystin-Ausscheidung im Urin bestimmt, somit steht mit dem Cola Test ein Ausgangswert der Cystin-Ausscheidung fest. Wenn der Hund dann nach meinem Diätplan ernährt wird, rate ich den Cola Test nach 10-12 Wochen zu wiederholen. Bei SERIÖSEM ARBEITEN mit fundierten Kenntnissen ist es NOTWENDIG, den Ausgangswert der Cystin-Ausscheidung im Urin zu wissen, sonst BLEIBT ALLES GEFÄHRLICHES TUN und so SEHEN die Pläne von den meisten Ernährungsberatungen aus, die ich bislang in der Hand hatte.
VERIFIZIEREN bedeutet die Richtigkeit einer Sache bestätigen: hier wie folgt: Der Ausgangswert der Cystin- Ausscheidung im Urin, der durch erhöhte Cystin- Ausscheidung mit Steinbildung zur OP geführt hat, MUSS MIR als Diätberater bekannt sein. Mir ist es ebenso wichtig, dass der Hundebesitzer diesen Wert vorliegen hat wie auch sein Tierarzt, um den diätetischen Verlauf ebenso nachvollziehen zu können bzw. „ALLES schwarz auf weiß“ zu sehen. Nach 10 -12 Wochen wird der Cola Test wiederholt, um zu sehen wie sich die Cystin- Ausscheidung im Urin verändert hat unter meiner methioninbilanzierten Diät, die ICH entwickelt habe.
In all meinen methioninbilanzierten Cystin Ernährungsberatungen ist zur Information für meine Kunden eine Tabelle von Nahrungsmitteln mit ihrem Proteingehalt und ihrem Methioningehalt in 100g Nahrungsmittel enthalten herausgegeben von der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie „Der kleine Suoci.Fachmann.Kraut Lebensmitteltabelle für die Praxis“. Dieses führende Standardwerk ist die Grundlage jeder diätetischen Beratung in Universitätskliniken in der Humanmedizin, denn HIER dürfen bei ernsten Erkrankungen keine diätetischen Fehler passieren.
Thema: Cystinsteine und Cystinurie
-Es funktioniert NICHT NUR „überhöhte Eiweißgehalte zu reduzieren“
- CYSTINURIE und WARUM sich mit einem „angepassten BARFPLAN“ bzw. „diätetisch fehlerhafter Bedarfsberechnung“ in jedem Fall innerhalb KURZER Zeit WIEDER Steine bilden werden und OPs notwendig werden!
Die Cystinurie ist eine ernste Erkrankung, aus der sich gravierende diätetische Notwendigkeiten ergeben, damit es nicht immer und immer wieder zur erneuten Steinbildung kommt.
Eine Rasseprädisposition zur Bildung von Cystinsteinen ist u.a. bei Englischen Bulldoggen, Dackeln und Neufundländern gehäuft zu finden, wobei Rüden wesentlich häufiger davon betroffen sind als Hündinnen. Bei der erhöhten Cystinausscheidung (Cystinurie) handelt es sich meist um eine angeborene -autosomal, rezessiv vererbte - Stoffwechselstörung. Nicht alle Hunde mit Cystinurie bilden Cystinsteine. Die Cystinurie ist die zugrunde liegende Erkrankung, ihre Komplikation ist die Bildung von Cystinsteinen oder Grieß. Ohne adäquate Therapiemaßnahmen (diätetische Ernährung, hohe Flüssigkeitszufuhr) kann die Cystinurie langfristig zum Verlust der Nierenfunktion führen. Ausgang für die Problematik ist die essentielle Aminosäure Methionin. Diese wird abgebaut zu Cystin, welches in den Nierenkörperchen mit dem Primärharn abgesondert wird, um dann im tubulären System der Niere zum größten Teil wieder rückresorbiert zu werden. Gesunde Hunde verstoffwechseln die essentielle Aminosäure Methionin problemlos ohne erhöhte Ausscheidung von Cystin. Methionin ist eine essentielle Aminosäure und ist demzufolge in fast allen Nahrungsmitteln enthalten - Ausnahme bildet hier nur Obst und einige, wenige Gemüsesorten, die SEHR methioninarm sind. Das macht die Cystin Diät SEHR anspruchsvoll in der Berechnung. Eine Cystin Diät funktioniert NICHT, indem NUR der Eiweißgehalt reduziert wird, Was ich LEIDER häufig erlebe und ES dann wie nicht anders zu erwarten zur erneuten Steinbildung gekommen ist mit einer zweiten OP. Cystinsteine - das muss man wissen sind ebenso wie Calciumoxalate NICHT auflösbar- d.h. sie können nur abgehen ohne Not OP, wenn sie sehr klein sind und daher durch die Harnröhre des jeweiligen Hundes passen und der Hund SEHR VIEL Flüssigkeit über den Tag aufnimmt. In der Regel kommt es jedoch fast immer zur Not OP. Da Cystinsteine wie andere Steine auch STARK rezidivieren, kommt es OHNE strikte, lebenslange Diät zur wiederholten OP.
Therapiemaßnahmen:
Ist es zur Bildung von Cystinsteinen gekommen, so kann nur durch die Kombination mehrerer Therapiemaßnahmen sinnvoll behandelt werden und insbesondere das HOHE Risiko der Rezidivbildung gesenkt werden.
1) die Absenkung der täglichen Cystinausscheidung, d.h. in der Nahrung werden die Proteinquellen so ausgesucht, dass sie möglichst wenig Methionin enthalten und ihre Menge wird streng begrenzt, um die Ausscheidung von Cystin so gering wie möglich zu halten.
2) eine Alkalisierung des Harn-pH-Wertes, weil Cystin bei einem pH über 7,0 am besten löslich ist. Wird über chemische Zusätze „der Urin ins alkalische manipuliert“, wird auch das Risiko der Bildung von Phosphatsteinen sowie die Möglichkeit für Struvitsteinen (chemisch: Ammonium-Magnesium-Phosphat) erhöht!! Die Alkalisierung über die Nahrung mit einem hohen Anteil an sogenannten Basenbildnern ist hier von großer Bedeutung.
3) eine über den Tag bis zum Abend kontrollierbare, deutliche Erhöhung der Trinkmenge. Über reichliche Flüssigkeitszufuhr, wird versucht das ausgeschiedene Cystin in Lösung zu halten, um so zu verhindern, dass sich Kristalle, Grieß oder Steine bilden.
Ohne strikte und lebenslange Einhaltung dieser 3 Therapie-Bausteine führt die Cystinurie zum Verlust der Nierenfunktion, damit zum Nierenversagen.
Cystin entsteht wie beschrieben beim Abbau von Methionin. Methionin gehört zu den essentiellen Aminosäuren und ist in allen Produkten mit tierischem Eiweiß enthalten in größeren Mengen, d.h. in allen Fleischsorten, Fisch, Geflügel, Eier, Milch und Milchprodukten. DAS ZEIGT, WARUM ES für CYSTINURIE wie bereits erwähnt WEDER einen „ANGEPASSTEN BARPPLAN“ GEBEN KANN noch eine angepasste BEDARFSBERECHNUNG, indem man einfach NUR „überhöhte Eiweißgehalte reduziert“ . HIER ZEIGT SICH LEDIGLICH gefährliches Unwissen und die nächste NotOP ist OHNE strenge, dauerhafte ausgeklüngelte Methioninbilanzierung SICHER!
Vor nunmehr 15 Jahren habe ich INNOVATIV meine methionibilanzierte Diät ins Leben gerufen. Vor weit über 30 Jahren habe bereits SCHON EINMAL eine INNOPVATIVE Diät ins Leben gerufen, und zwar mit 300mg Harnsäure pro Tag bei Uraten für die hochdisponierte Rasse Dalmatiner. Diese Harnsäurediät ist erstmalig in meinem Buch zum Selbstkochen für alle Hunderassen mit Spezialkapitel für den Dalmatiner „Frisches Futter für ein langes Hundeleben“ Kynos Verlag erschienen mit inzwischen über 5000 verkauften Exemplaren.
ZUR FREUDE MEINER Klienten bin ich auch gleichermaßen stolz darauf, dass ich bei ALLEN Steinarten, ob Uraten, Struviten, Calciumoxalaten und Kombinationen der 3 genannten mit sehr anspruchsvollen Diätplänen ebenso wie bei Cystin in den inzwischen mehr als 15 Jahren meiner Ernährungsberatung keinen einzigen Therapieversager hatte!
Gabriela Behling, März 2025
Chronische Niereninsuffizienz (CNI) heimtückische Erkrankung – Früherkennung mittels IRIS-Tabelle – EINZIGE Möglichkeit einer Therapie liegt in einer optimalen, diätetischen, lebenslangen Entlastung der geschädigten Nieren
Aus aktuellem Anlass und dazu Erfahrungen der letzten Jahre in meiner Ernährungsberatung möchte ich versuchen (Kurzfassung aufgrund der Fülle der Information nicht möglich) auf diagnostische FEHLINTERPRATAIONEN + teilweise getroffene, tierärztliche Maßnahmen einzugehen, die das Leben eines nierenkranken Hundes stark verkürzen bzw. ihn frühzeitiger das Leben kosten können.
Leider gibt es rund um das Thema Nierenerkrankungen KEINE TATSÄCHLICH – mit Werbung auf der Website ernennen sich manche internistischen Tierärzte SELBST zum Spezialisten - darauf spezialisierten Tierärzte, denn es gibt in der Veterinärmedizin KEINEN FACHARZT für NEPHROLOGIE wie in der Humanmedizin. In der Humanmedizin gibt es den Facharzt für Nephrologie. Dieser umfasst eine mehrjährige Ausbildung in nephrologischen Abteilungen größerer Kliniken mit einer zum Abschluss erfolgreich bestandenen Facharztprüfung. Die Nephrologie beschäftigt sich mit Nierenerkrankungen wie beispielsweise der chronischen Niereninsuffizienz (CNI) also Nierenfunktionsschwäche. In der Veterinärmedizin fehlt LEIDER mangels nachweislich spezialisierter Ausbildung EIN kompetenter Ansprechpartner. Nierenerkrankungen sind seit nunmehr 40 Jahren mein Spezialgebiet und es ist keine Hybris zu sagen, dass ich den meisten Tierärzten im Wissen hierin DEUTLICH überlegen bin nicht zuletzt aus eigner Betroffenheit, denn gut gemeinter Rat des Züchters + tierärztliche Fehlleistung haben meinen ersten Dalmatiner mit knapp 9 Jahren im grausamen Nierenversagen sein Leben gekostet. Ab diesem schrecklichen Erlebnis mit einem VERMEIDBAREN Tod habe ich über Jahre ALL mein naturwissenschaftliches Hochschulwissen über intensives Lesen von deutscher und englischer veterinärmedizinischer Fachliteratur ausgebaut. Dazu kamen WICHTIGE Gespräche mit niedergelassenen Nephrologen und führenden Nephrologen in Universitätskliniken. Dieses Wissen möchte ich versuchen in Puncto Diagnostik und richtigen Schlussfolgerungen, im Interesse von nierenkranken Hunden an meine Leser zu vermitteln. Immer wieder erlebe ich in meiner Ernährungsberatung (die DUNKELZIFFER von betroffen, bereits erkrankten Hunden ist SICHER HOCH),dass durch FEHLINTERPRETATION des im Labor gemessenen Kreatinin Wertes Hunde „als gesund“ bezeichnet werden, obwohl bereits eine nachweisliche CNI vorliegt, indem ein von manchen Laboren SELBSTGEZIMMERTER Referenzbereich als Normbereich für DAS DORT gemessene Kreatinin angegeben wird, der verglichen mit der WELTWEIT gültigen IRIS Tabelle BEREITS EINDEUTIG eine CNI bestätigt.
Daher kommt ein informativer Vorspann zum Thema CNI und danach die komplette IRIS -Tabelle für meine Leser:
Die Fähigkeit der Nieren eine Schädigung von 65% und mehr zu kompensieren und dem Anschein nach problemlos zu funktionieren ist beeindruckend, jedoch erschwert diese Kompensationsfähigkeit die tierärztliche Diagnostik und damit das SO WICHTIGE frühzeitige Einsetzen der EINZIGEN Möglichkeit einer Therapie, die in der optimalen diätetischen Entlastung der geschädigten Nieren liegt. Je nach „Ausgangswert“ des Kreatinin Wertes kann man das Hundeleben verlängern und zwar so deutlich verlängern, dass SEHR VIELE Hunde eine normale Lebenserwartung mit höchster Lebensqualität haben. Dies zeigt meine nunmehr 40jährige Erfahrung und dies wird zusätzlich in meiner extra dafür angelegten Datenbank bestätigt, die ich seit fast 15 Jahren pflege. In der Humanmedizin ist die WICHTIGKEIT der strikten diätetischen, lebenslangen Eiweißbilanzierung und mit Eiweißbilanzierung ist auch IMMER die Phosphatreduktion eingeschlossen hinreichend bekannt. Handelt es sich allein oder zusätzlich zur CNI auch noch um eine Proteinurie (=pathologische erhöhte Eiweißausscheidung im Urin), so muss zusätzlich zur strengen Diät versucht werden die pathologische Eiweißausscheidung, die es NUR bei geschädigten Nieren gibt, zu reduzieren. In der Veterinärmedizin werden hier nahezu ausschließlich ACE Hemmer eingesetzt in der Regel mit gutem Erfolg. In den meisten Fällen liegt eine CNI vor OHNE Proteinurie erkennbar am erhöhten Kreatin - bitte SELBST IMMER Abgleichen mit der IRIS- Tabelle- im Laborbefund + Normalbefund des UP/C im Urin. Sehr selten liegt eine CNI + Proteinurie vor, also erhöhtes Kreatinin im Labor (Abgleich IRIS -Tabelle) + UP/C im Urin erhöht. Noch seltener liegt ALLEIN als Ausdruck geschädigter Nieren NUR eine Proteinurie vor, also Kreatinin im Labor im Normbereich und UP/C im Urin erhöht.
STADIEN der CNI bzw. CKD
Die International Renal Interest Society (IRIS) hat für die CKD (Chronic Kidney Disease) für die CNI=CKD ein Klassifikationsschema entwickelt um anhand des Kreatininwertes darzustellen wie die Nierenfunktion damit korreliert. Übrigens GIBT ES NUR 1 Labor nämlich das Großlabor Laboklin, dass den Kreatinin Wert im Blut präzise misst und mit der IRIS-Tabelle abgeglichene Referenzwerte hat – Kreatinin: LABOKLIN: Normbereich: 35-106micromol/l
Das ist auch DER Grund, weshalb ich meinen Klienten IMMER rate, die NIEREN WERTE NUR bei Laboklin bestimmen zu lassen.
STADIUM CKD NIERENFUNKTION nach IRIS -Tabelle
Grad EINS Kreatinin < 125 micromol/l > 33% d.h. 60-70 % der Nieren sind geschädigt
< 1,4 mg/dl circa 33% arbeiten noch
Grad ZWEI Kreatinin 125-179 micromol/l 25 - 33% arbeiten noch
1,4 -2,0 mg/dl
Grad DREI Kreatinin 180-439 micromol/l 10 - 25% arbeiten noch
2,1-5,4 md/dl
Grad VIER > 440 micromol/l < 10% arbeiten noch
> 5,5 mg/dl
Um zu überprüfen, ob eine Proteinurie vorliegt, sollte der Urin-Protein- Quotient (UP/C) im Urin bestimmt werden.
Urin – Protein – Quotient
UP/C < 0,2 es liegt keine Proteinurie vor
UP/C 0,2-0,4 grenzwertig
UP/C > 0,4 es liegt eine Proteinurie vor.
Liegt eine Proteinurie vor, dann sollte zusätzlich zur strikten Diät mit ACE Hemmer behandelt werden, denn die pathologische Eiweißausscheidung zeigt, dass eine Nierenschädigung vorliegt. In der Humanmedizin ist jedem Facharzt für Nephrologie bekannt, dass die erhöhte pathologische Ausscheidung von Eiweiß AUCH IHRERSEITS die ohnehin geschädigten Nieren zusätzlich schädigt.
- A) Hier werde ich DREI Fallbeispiele von FEHLEINSCHÄTZUNGEN aufzeigen. Diese Klienten zweifelten „die Einschätzung an“ zum Glück bzw. zur Lebensverlängerung Ihres Hundes und SO konnte „das Blatt rechtzeitig gewendet“ werden.
-B) Die BEIDEN anderen Fallbeispiele sind BESONDERS TRAURIGE Fälle: der EINE Hund ist einen unnötigen, zu verhindernden Tod gestorben - der ANDERE sollte durch eine VÖLLIG SKRUPELLOSE DIAGNOSTIKMÜHLE gedreht werden- OHNE JEDE therapeutische Konsequenz aus purer Geldschneiderei- zum Glück hat die Hundebesitzerin meine eindringlich Warnung ernst genommen und hat diesen Termin abgesagt und ist in eine GUTE Klinik gefahren zur Zweitmeinung wurde die Untersuchungen OHNE Narkose gemacht und HIER wurde wie nicht anders zu erwarten ALLES für OPTIMAL befunden, was ich ernährungstechnisch bislang gemacht habe.
VORWEG MEIST liegt das Problem der ERSTEN DREI Fallbeispiele – könnte hier eine Vielzahl aufführen- darin, dass das Labor, was Kreatinin misst, einen Normwert (SELBSTGEZIMMERT, DAS wäre in der Humanmedizin NIE möglich- HIER gibt es bei ALLEN Laboren EINEN Normwert für Frauen + EINEN Normwert für Männer, DER IN JEDEM LABOR GLEICH IST) ANGIBT, der in KEINER FORM zur weltweitgültigen IRIS-Tabelle passt: z.B. MÖCHTE DAS LABOR NICHT namentlich nennen, ist ein größeres Labor und GIBT Normwert für Kreatinin an: „Kreatinin Normwert: 0,5-1,8mg/dl“. Ab 1,3mg/dl= 114,4micromol/l= ist es eine CNI GRAD 1 UND HIER sind 60-70% der Nieren bereits geschädigt- also wäre durch DIESE FEHLEINSCHÄTZUNG eine CNI Grad 1 übersehen worden und folglich wären auch keine diätetischen Maßnahmen ergriffen worden - ODER 1,7mg/dl =149,6micromol/l = das entspricht einer CNI GRAD 2, hier arbeiten NUR NOCH 25-33% – und der Tierarzt oder die Klinik teilten mit SOLCHEN Werten den unkundigen Hundebesitzern mit, dass ALLES in Ordnung ist durch UNKENNTNIS. Offensichtlich besteht so VIEL UNKENNTNIS, dass die meisten Tierärzte – gleiches gilt für die meisten Tierkliniken entweder die WELTWEITGÜLTIGE IRIS- TABELLE NICHT kennen oder es bislang NICHT der Mühe wert fanden, sich diese Tabelle anzusehen, denn DAFÜR wurde die IRIS-Tabelle erstellt. DAS ist ein ARMUTSZEUGNIS charmant formuliert. DANKENSWERTERWEISE wurde ICH vor VIELEN Jahren von der ERSTKLASSIGEN Tierärztin Frau Dr. Stengel (ehemals Leiterin der Inneren Abteilung der Tierklinik Hofheim) auf DIE IRIS-TABELLE aufmerksam gemacht und GLEICHE inzwischen den ALLES ENTSCHEIDENDEN Kreatinin Wert IMMER damit ab.
-Fallbeispiel Nr. Eins: „Das wirklich nur minimal erhöhte Kreatinin macht mir keine Sorgen“. Zitat einer Fachtierärztin für Ernährung. Der Kreatinin Wert lag bei 1,3 mg/dl (= 114,4 micromol/l) -ALSO CNI Grad EINS. Im Stadium 1 sind bereits 60-70% der Nieren irreversibel geschädigt. Die Klientin selbst Zahnärztin hat sich Rat von mir geholt. Ihr Hund wurde diätetisch optimal von mir eingestellt, so dass bei der Kontrolle bei Laboklin nach 16 Wochen der Kreatin Wert bei 85,3 micromol/l lag und sich seit nunmehr über 2,5 Jahren stabil hält.
-Fallbeispiel Nr. Zwei: „Das Labor mit dem Nierenwerten in Form vom gemessenen Kreatinin ist völlig in Ordnung“- Zitat einer behandelnden Tierärztin. Dieser Hund hatte einen Kreatin Wert von 1,7mg/dl (= 149,6 micromol/l) – ALSO Grad Zwei und die skeptische Hundebesitzerin holte sich meinen Rat. Auch hier stellte sich ein SEHR guter Erfolg mit Hilfe meines Diätplans ein. Nach 16 Wochen lag der Kreatin Wert bei 101,4 micromol/l – auch bei diesem Hund blieb der Wert nunmehr mit sehr geringen Schwankungen schon 4 Jahre stabil.
-Fallbeispiel Nr. Drei: Frau J. Müller kam erstmals im Jahr 2013 mit Ihrer nierenkranken Berner Sennen Hündin Dunja völlig verzweifelt in meiner Ernährungsberatung. Dunja hatte eine CNI mit einem Kreatinin von 278micromol/l – ALSO CNI Grad Drei !!! (Norm Laboklin: 35-106). Frau Müller war daher mit Dunja in erfahrenen Händen in der Veterinär Universitätsklinik Leipzig, wo man Frau Müller gesagt hat, dass Dunja mit diesem Kreatinin noch 1-2 Jahre hätte. Dunja wurde in meiner Ernährungsberatung sofort mit meiner strengen Eiweiß-Bilanzierung nach dem Lehrbuch Praktikum der Hundeklinik nach Prof. Niemand/Prof. Suter mit 1,5-1,6g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag ernährt und ich BEKAM am 17.12.2022 ein DANKESSCHREIBEN mit selbstgebackenen leckeren Plätzchen wie JEDES Jahr von Frau Müller, denn DUNJA wird im nächsten Jahr 12 Jahre alt- der Kreatininwert hat sich die ersten 4 Jahre auf 198micromol/l absenken lassen und war dann bis zur letzten jährlichen Kontrolle immer um die 254micromol/l . HIER kann man sehen, dass sogar ein Totgesagter Hund mit meiner Eiweißbilanzierung älter werden kann als fast 80% in dieser Rasse werden, denn die meisten Berner Sennen werden selten älter als 8-9 Jahre. Dunja wurde 12,5 Jahre alt bei GUTER Lebensqualität.
-Fallbeispiel Nr. VIER: Der Hund war eine 4jahre alte Antikdogge und HATTE doppelt Pech. Der arme Hund hatte einen Kreatinin Wert von NUR 198,8 micromol/l und hatte stärkeres Erbrechen- das ALLES war an einem Samstag, ALSO ungünstig es war Wochenende als die Hündin der behandelnden Tierärztin vorgestellt wurde. Erbrechen kommt häufiger bei CNI vor. Dieses Erbrechen ist im Zusammenhang mit einer CNI IMMER durch die Bildung von Gastrin bedingt. Gastrin ist u.a. auch eine harnpflichtige Substanz und kann durch die geschädigten Nieren ebenso wie das Kreatin nicht entsprechend ausgeschieden werden kann. Durch die Bildung von Gastrin kommt es zu Magenschleimhautreizung bis hin zu Magenschleimhautentzündungen und in schlimmsten Fällen sogar zu blutenden Magengeschwüren. Hier kann man Abhilfe schaffen durch die Gabe von Protonenpumpenhemmern wie z.B. Pantoprazol oder Omeprazol, was die Bildung des Gastrin hemmt. Dieser arme Hund wurde EINGESCHLÄFERT und HÄTTE problemlos NOCH LEBEN können mit der RICHTIGEN Therapie in Form von der Gabe von Infusionen mal für 1-2 Tage und einem wie aufgeführt geeignetem Protonenpumpenhemmer.
-Fallbeispiel Nr. FÜNF: „Junger Dalmatiner 1 ½ Jahre alt mit einem Kreatininwert von über 776micromol/l – dem ich aus persönlicher höchster Betroffenheit eine kostenlose diätetische Beratung gemacht habe und sich damit der Kreatinwert auf 608 micromol/l hat senken lassen - sollte in einer „spezialisierten Praxis in Narkose gelegt werden, um genauere Untersuchung mit Ultraschall, Blutdruckmessung, Urinprobe und Blutprobe.“ Bei so viel Skrupellosigkeit fehlen mir die Worte. TROTZDEM habe ich SOFORT die Hundebesitzerin gewarnt, dass SIE BITTE in KEINEM FALL ihren Buddy in NARKOSE legen lässt. Die Besitzerin hat auf mein Anraten diesen Termin abgesagt und in einer anderen Klink einen Termin wahrgenommen, zur Zweitmeinung, wo ALLE Untersuchungen OHNE NAKROSE gemacht wurden, wo man Ihr bestätigt hat, dass durch meine diätetisch optimale Entlastung ALLE Maßnahmen ausgeschöpft sind, die man veranlassen kann und dass SIE genauso weiter verfährt mit meiner Diät wie gehabt. Eine NARKOSE wäre EXTREM GEFÄHRLICH gewesen bei dieser sehr fortgeschrittenen CNI und OHNE JEDE THEARAPEUTISCHE KONSEQUENZ, sondern hätte NUR dazu gedient, den eigenen GELDBEUTEL auf skrupellose Art und Weise zu füllen. ZUM GLÜCK von Buddy wurde es NICHT gemacht. Buddy war trotz SO fortgeschrittener CNI recht munter und LIEBTE meine diätetischen Rezepte und bekam täglich Pantoprazol und damit war das Erbrechen weg. Er lebte noch 15 Wochen und wurde dann erlöst. Sie Besitzerin war mir sehr dankbar, dass Sie mit Ihrem Buddy noch diese 15 Wochen gemeinsam hatte.
Weiter Beispiele dieser Art möchte ich meinen Lesern ersparen. Es gibt LEIDER noch jede Menge. Mir liegt daran meine Leser OPTIMAL zu informieren und IM INTERESSE IHRES HUNDES zu sensibilisieren, damit SIE sich SELBST ein BILD machen. Die IRIS-Tabelle haben sie nun als meine Leser und können sich im Internet auch über einfache Umrechnungstabellen das Kreatinin, wenn es wie häufig in „mg/dl“ gemessen ist in „micromol/ l“ umrechnen und DANN EINFACH mit der IRIS-Tabelle selbst abgleichen. Umrechnungstabellen finden Sie im Internet.
Mein Rat: Lassen Sie bei Ihrem Hund vom ersten Lebensjahr an jährlich ein großes Labor NUR bei LABOKLIN – Gründe für LABOKLIN sind hinreichend erläutert. Auf Ihre ausdrückliche BITTE sollte DIES NIE ein Problem sein. Lassen Sie sich das Labor als Kopie aushändigen, schauen Sie sich auch selbst die Werte an und werden Sie tätig, selbst wenn die Erhöhung „gering erscheint“- aus dem ausführlichen Vorspann geht EINDEUTIG hervor wie geschädigt bereits bei geringen Kreatinin- Erhöhungen die Nieren schon sind bzw. achten SIE selbst, ob SELBSTEGEZIMMERTE NORMWERTE für KREATININ angegeben sind, die bei Umrechnung und Abgleichung mit der IRIS-Tabelle eine CNI anzeigen. HIER gilt es SELBST tätig zu werden, um keine wertvolle Zeit zu verschenken, damit es Ihren Hund keine Lebensjahre kostet. Großes Labor enthält Blutbild, Nieren- und Leberwerte.
Medikamente und deren Einsatz bei CNI – SEHR WICHTIG
Medikamente bei nachweislicher CNI und auch beim alten Hund, der altersbedingt IMMER (weil physiologisch) eine eingeschränkte Nierenleistung hat.
In der HUMANMEDIZIN wissen ALLE Fachärzte für Nephrologie, dass eine gesunde, menschliche Niere im Alter von 18 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit ist und in diesem Alter eine GFR von 140ml/l ermittelt würde. Die GFR ist die Glomeruläre Filtrationsrate, die genaue Auskunft über die Leistungsfähigkeit der Nieren angibt. Mit jedem Jahr nimmt die GFR bei gesunden Menschen „OHNE besondere, krankmachende Geschehnisse“ um 1ml/l ab. Somit hätte ein 58 Jahre alter Mensch eine für das Alter entsprechende GFR von 100ml/l – ein 68 Jahre alter Mensch hätte eine GFR von 90ml/l – ein 78 Jahre alter Mensch hätte eine GFR von 80ml/l, ein 88 Jahre alter Mensch hätte eine GFR von 70ml/l. Demzufolge ist eine Abnahme der Nierenleistung im fortgeschrittenen Alter normal, d.h. im höheren bis hohem Alter ist eine leichtere bis mittlere Form der Niereninsuffizienz physiologisch. Nun übertragen wir das auf den Hund, denn auch eine Hundeniere leistet bei einem 9 bzw.10 jährigen Hund oder gar über 10 Jahre alten Hund nicht mehr das gleiche wie eine Niere beim jungen oder im mittleren Alter befindlichen Hund. Das bedeutet es ist vollkommen physiologisch, dass ein alter Hund in eine leichtere bis mittlere Form der Niereninsuffizienz kommt OHNE Auffälligkeit im Labor. Nur die exakte GRF, aus der ich eine Einteilung hätte wie beim Menschen, könnte genauen Aufschluss geben. Die Bestimmung der GRF ist in dieser Form in der Veterinärmedizin nicht möglich. Nur der INULIN TEST zeigt bei EXAKT eingehaltener Durchführung Verdachtszonen einer CNI oder fortgeschrittene CNI. Der aufmerksame Leser weiß, dass eine CNI wegen einer Verschlechterung der GFR schon vorliegen kann bzw. beim alten Hund vorliegen wird und sich „noch“ keine Kreatininerhöhung im Blut messen lässt oder vielleicht nur eine ganz geringe Erhöhung vorhanden wäre, der Schaden an der Niere aber bereits ein BETRÄCHTLICHES Ausmaß hat. Nun gibt es einen Leitsatz in der Pharmakologie – meinem Lieblingsfach - von meinem hochgeschätzten ehemaligen Professor Dr.Dr.Mutschler (er war Pathologe und Pharmazeut): „Es gibt keine Hauptwirkung, ohne Nebenwirkung“. Somit ist nicht nur in der Frage der Ernährung die fachliche Kompetenz von größter Wichtigkeit, sondern auch in der Frage von Medikamenten entscheidet DAS fachliche Können, insbesondere DAS Spezialwissen über die Frage, ob Ihr Hund vielleicht „irgendwo Heilung oder Linderung erfährt“, um den Preis, dass die Nieren „es nicht aushalten“.
Vorab möchte ich einige Medikamentengruppen nennen, die potentiell im Vergleich zu anderen Medikamenten aus andern chemischen Stoffgruppen, ein erhöhtes Risiko bereits für gesunde Nieren bergen, d.h. diese werden „als potentiell nephrotoxisch“ bezeichnet.
Bei den Antibiotika
- die Stoffgruppe der Cephalosporine (ß-Lactam-Antibiotika) mit den oralen Cephalosporinen wie Cefalexin, Cefadroxil, Cefixim, Cefazolin, Cefoxitin, Cefotaxim, Cefepim, etc. - Clavulansäure als bizyklisches ß-Laktam – als Injektionspräparat das Langzeitantibiotikum Cefovecin im Handel als Convenia mit der Kontraindikation CNI, dass nach einmaliger Injektion bis zu 14 Tagen wirkt – größte Vorsicht bei Langzeitantibiotika, orale immer bevorzugen!
- die Stoffgruppe der Aminoglykoside wie dem gebräuchlichen Gentamycin, etc. - Nephrotoxizität
- die Stoffgruppe der Sulfonamide
- die Stoffgruppe der Polymyxine mit Polymycin B, Polymyxin E als Colistin im Handel
Bei diesen genannten Antibiotika muss im Bedarfsfall eine strenge Güterabwägung erfolgen oder wenn möglich, auf andere Antibiotika ausgewichen werden bzw. bei den oralen Cephalosporinen sollte die Dosierung nicht an der aller obersten Grenze liegen und diese sollten auch nicht über einen längeren Zeitraum verwendet werden, wozu bei bakteriellen Hautinfekten teilweise geraten wird – unbequeme externe Behandlung bevorzugen.
Bei den nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID) – zur in erster Linie Schmerzlinderung (auch Entzündungshemmung) u.a. bei Arthrose Beschwerden, hier in der Regel als Dauermedikation empfohlen. Die am häufigsten verwendeten in der Tiermedizin sind: in der Stoffgruppe der Propionsäureverbindungen: Caprofen, Ketoprofen (Rimadyl), Naproxen – in der Gruppe der Oxicame: Melocicam, Piroxicam – in der Gruppe der Coxibe: Celecoxib, Valdecoxib, etc.
Diese schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkstoffe dürfen bei CNI NICHT eingesetzt werden. Ältere Hunde zählen zu den „Patienten“, bei denen erhöhte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen sind, da diese Medikamente ein größeres Toxizitätsrisiko (Nierenversagen, Leberschädigung, etc. nur Magennebenwirkungen sind in der Regel bekannt) nachweislich aufweisen. Hier sind mir einige Fälle geläufig, wo es unter dem Einsatz von NSAID bei mittelgroßen Hunden (25kg- 35kg) mit 10 Jahren und 11 Jahren, die jährlich kontrolliert ein einwandfreies Labor hatten, nach1 -1 ½ Jahren täglicher Einnahme zum tödlichen Nierenversagen kam. An dieser Stelle wünschte ich mir im Interesse der Hunde und deren Besitzer eine Aufklärung für die Hundebesitzer, was nach deren Berichten und meinen eigenen Erfahrungen NICHT erfolgt. Dieses erhöhte Risiko mit Nierenversagen sollte seitens des behandelnden Arztes besprochen werden, so dass der Hundebesitzer das erhöhte Risiko in seine Entscheidung miteinbeziehen kann. Es sollten, wenn es der Befund der Schwere der Erkrankung erlaubt, alternative Möglichkeiten angesprochen werden. Alternative Möglichkeiten kämen je nach Befund Goldimplantate in Frage - als leichter Eingriff in Narkose – Physiotherapie, Aquatraining, Präparate auf der Basis von Glucosaminsulfat und Chondroitinsulfat in der Kombination mit MSM(Methylsulfonylmethan) – Grünnlippmuschelextrakte u.v.m. – Die Behandlungsmöglichkeiten (seit Jahren zu einem größeren Anteil mit ganz guten Erfolgen) sind selbstverständlich von der Schwere der Erkrankung abhängig, so dass es mitunter nicht ohne NSAID Präparate geht. In diesen Fällen sollte man als Besitzer wissen, dass man sich mit dem Hund noch möglicherweise gute Monate verschaffen kann mit dem wahrscheinlichen Ende in der Urämie. Mir geht es hier nicht darum, Präparate nicht einzusetzen, sondern mir ist wichtig, dass auch die Problematik in höherem Alter mit der CNI deutlich ausgesprochen wird, so dass der Besitzer im Wissen „um“ seine Entscheidung treffen kann. Grundsätzlich ist auch zu überlegen, ob man nicht in gewissen Umfang beim älteren Hund eine Einschränkung der Bewegung in Kauf nimmt und nicht gleich zu Schmerzmitteln greift, denn wir Menschen springen ja mit 70 oder 80 Jahren auch nicht mehr, wenn wir es erleben, von den Knochen gesehen munter durch die Gegend und können trotzdem Lebensfreude haben.
Mit Spot ons sollte man beim nierenkranken Hund generell zurückhaltend sein.
Chemischen Wurmkuren einfach NUR zur Prophylaxe sollten bei CNI nicht verabreicht werden. Als Prophylaxe sollten natürliche Präparate verwendet werden, die ein Darm Milieu schaffen, dass Parasiten „nicht mögen“. Zur Sicherheit bezüglich der Frage, ob Darmparasiten vorliegen, lassen Sie 3 - 4 Kotproben beim Ihrem Tierarzt untersuchen und behandeln nur mit chemischen Wurmkuren, wenn tatsächlich ein Parasitenbefall nachgewiesen wurde.
Präparate, die den Blutdruck potentiell steigern wie beispielsweise die häufig bei Harninkontinenz von sterilisierten Hündinnen verwendeten Sympatomimetika Ephedrin als Caniphedrin oder Propalin als Phenylpropanolaminhydrochlorid sollten nur nach strengster Indikation und wenn möglich in einer unteren Dosierung eingesetzt werden. Hier könnten Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen, ob er nicht gleichzeitig eine Behandlung mit einem blutdrucksenkenden Medikament für sinnvoll hält.
Es gibt noch mehr Präparate, als die aufgezählten, wichtig war mir jedoch HÄUFIG eingesetzte Präparate zu nennen, damit Sie als aufmerksamer - sicher auch von der geballten Information strapazierter Leser - im Krankheitsfall Ihres Hundes BESSER bzw. GUT „im Bilde“ sind.
Gabriela Behling November 2023
Rückblick auf 2021/2022
Mein Hauptklientel besteht wie schon die vielen Jahre zuvor aus kranken Hunden mit Harnsteinerkrankungen und chronischer Niereninsuffizienz (CNI). Zunehmend kommen Hunde mit Pankreaserkrankungen dazu und inzwischen auch vermehrt Ernährungsberatungen für gesunde Hunde.
Thema Harnsteinerkrankungen
Seit dem Beginn meiner Ernährungsberatung über Internet im Jahr 2009 habe ich bei ALLEN an Harnsteinen erkrankten Hunden keinen einzigen Therapieversager gehabt. In 11 Jahren mit meinen Diätplänen GAB es keinen Einzigen Steinpatienten mit einem Rezidiv (ohne GEEIGNETE Diät kommt es zum Rezidiv) und ALLE Hunde waren bei den Urinkontrollen kristallfrei. Bei den Harnsteinen handelt es sich um folgende Steinarten: Struvit, Urat, Calciumoxalat, einschließlich komplizierter Mischformen in Form von 2 Steinarten. Ebenso bei den diätetisch SEHR anspruchsvollen und STARK rezidivierenden Cystinsteinen gab es keinen einzigen Therapieversager.
Mein Anspruch ist ein für JEDEN verifiziertes Ergebnis, d.h. für den behandelnden Tierarzt bzw. die Tierklinik, für den Hundebesitzer und für mich für meine Datenbank, dass bei Struvit, Urat, Calciumoxalat im Schall keine Steine + kein Grieß mehr vorhanden ist + die Sedimentanalyse im Urin kristallfrei ist. Bei Cystin rate ich meinen Klienten zu Beginn des von mir methioninbilanzierten Diätplans – die Methinonbilanzierung exakt nach dem jeweiligen Gewicht des Hundes habe ich innovativ vor 11 Jahren entwickelt- über Ihren Tierarzt, die Tierklinik einen COLA Test machen zu lassen, der die Cystin-Ausscheidung im Urin bestimmt. Dieser Test sollte nur zu dem Großlabor Laboklin geschickt werden, denn die anderen Labore haben teilweise falsche Referenzwerte in den jeweiligen Altersklassen. Wenn meine Diät dann 10 - 12 Wochen umgesetzt wurde, rate ich zu einem 2ten COLA Test, um den Erfolg der diätetischen Umstellung exakt „schwarz auf weiß“ zu sehen.
Das Ergebnis bei den an Harnsteinen erkrankten Hunden sind überglückliche Klienten, die teilweise bereits eine ernährungstechnische, erfolglose Odyssee mit Ernährungsberatern hinter sich haben, ob von im Schnellverfahren zertifizierten Barf-Spezialisten, oder vom auf der gleichen Schiene arbeitenden Tierheilpraktiker und/oder auch von Fachtierärzten für Ernährung.
Woran kann der Laie bereits im Vorfeld anhand der Werbung auf der Web-site erkennen, dass HIER unseriöse gearbeitet wird:
Beispielsweise gibt es bei Cystinsteinen in den mir bislang vorliegenden, gescheiterten Beratungen KEINE Methioninbilanzierung, sondern nur eine „ganz leichte Eiweißreduktion“, mit wahrlosen Proteinquellen, die nicht einmal nach Methioningehalt ausgesucht werden, von Bilanzierung ganz zu schweigen. In diesen mir vorliegen, gescheiterten Fällen auf der Grundlage von Bedarfsberechnungen, ist die leicht abgeänderte computergesteuerte Bedarfsberechnung im ERNSTEN Krankheitsfall NICHT der Schlüssel zum Erfolg. Geldschneiderei + fehlende Seriosität, lässt sich für den intelligenten, reflektierten Leser bereits daran erkennen, dass z.B. vom Ernährungsberater/in GLEICH das passende Futter + selbstgezimmerte Nahrungsergänzungsprodukte im Online Shop mit angeboten werden. Ebenso würde jeder Humanmediziner insbesondere jeder Facharzt für Neurologie, dessen Gebiet die Epilepsie ist, gleichzeitig einen Lachkrampf oder Schreikrampf bekommen, wenn man Ihm eine Ernährung bei Epilepsie verkaufen wollte. Schon daran sieht man, dass kein fundiertes, seriöses Wissen hier zu erwarten ist.
Thema chronische Niereninsuffizienz (CNI)
Bei den Hunden mit chronischer Niereninsuffizienz (CNI) sind etliche Hunde, die nach der weltweitgültigen IRIS Tabelle (zeigt das Stadium der CNI) im Stadium 2 lagen. Mittels meiner streng eiweißbilanzierten Diät exakt nach dem Körpergewicht nach dem Lehrbuch für Tierärzte von Prof. Niemand/ Prof. Suter „Praktikum der Hundeklinik“ habe ich beachtliche Erfolge. Mit meiner streng eiweißbilanzierten Diät sind die Nieren so optimal entlastet, dass sich in Abhängigkeit vom Kreatinin-Ausgangswert nach der weltweit gültigen IRIS Tabelle (= Stadien der CNI) der Kreatininwert vom Stadium 2 / und Beginn Stadium 3 größtenteils der Kreatininwert hat senken lassen bis Stadium 1 und/ oder Beginn Stadium 2. Diese erzielten Senkungen sind nahezu STABIL geblieben über die Jahre, so dass die meisten CNI Hunde entweder eine normale Lebenserwartung hatten beispielsweise die Berner Sennen über 10 Jahre inzwischen alt sind bzw. geworden sind und mittelgroße und kleine Rassen inzwischen 13 und 14 Jahre sogar einige bald 15 Jahre werden zur RIESIGEN Freude ihrer Besitzer und zu meiner Freude.
Fallbeispiel EINS: Dunja (Berner Sennen) kam 2014 mit 3 Jahren in meine Beratung mit einem Kreatininwert von 227micromol/l. Im November 2016 kamen noch ernste Probleme mit der Fettverdauung dazu, was eine erneute diätetische Anpassung notwendig gemacht hat, OHNE die geschädigten Nieren damit zu belasten. Wir waren immer in Verbindung. Am 26.März 2022 kam eine Mail. „Hallo Frau Behling, mal wieder ein Lebenszeichen, ja richtig ein Lebenszeichen! Meine Dunja durfte doch tatsächlich eine Hundeoma werden, wir feiern heute ihren 11. Geburtstag. Für einen Berner ein sehr stolzes Alte, für sie ein großes Wunder. Sie hat mittlerweile noch einige Baustellen dazu bekommen, aber sie lebt immer noch sehr gern. Ich denke oft an unser allererstes Telefonat. Damals dachte ich wirklich mein Mädchen wird nicht alt. Sie haben mir damals erklärt mit konsequenter Einhaltung Ihrer Diät sei ein fast normales Lebensalter möglich. Das hat Sie uns bewiesen. Vielen Hank für Ihre jahrelange Hilfe.
Herzliche Grüße Frau J.M. aus Hof.“
Fallbeispiel ZWEI: Feli (Amerikanischer Collie) kam 2013 mit 5 Jahren in meine Beratung mit einem Kreatininwert von 1,9 (bis 1,6) und einem Harnstoff (Norm 22-52) von 96. Feli wurde über 14 Jahre alt und ging am 7.2.2022, weil Sie ein Lungenversagen hatte. Frau K. aus Kreuzfeld/ Bad Malente war extrem froh und dankbar, dass Feli mit meiner optimal entlastenden Nierendiät so ein hohes Alter erreicht hat und die geschädigten Nieren über alle Jahre mit deutlich gesenkten Kreatininwert immer stabil waren.
Fallbeispiel DREI Aion: (Dalmatiner) 1 Jahr alt aus Höxter von Frau St. kam am 22.1.2021 mit einem Kreatinwert von 128micromol/l (Norm: 35-106) also nach der gültigen IRIS Tabelle mit 1 Jahr erst alt eine Schädigung am Anfang von Grad 2 und damit 60-70% irreversibel geschädigt ist. Ich habe Sie telefonisch beruhigt und aus meiner reichlichen Erfahrung erzählt, dass wenn nach 3-4 Monaten diätetischer konsequenter Umsetzung meines Ernährungsplans eine deutliche Senkung des Kreatininwertes zu erreichen ist, die Prognose für eine normale Lebenserwartung SEHR gut ist. Am 11.2.2022 war der Wert dank optimaler diätetischer Entlastung auf 74micromol/l gesunken. Frau St. Ist überglücklich, denn als Sie in die Beratung kam, hatte Sie große Angst, dass ihr Schatz wegen der geschädigten Nieren nicht alt werden kann. Nun ist es nur wichtig, dass die Diät lebenslang eingehalten wird und bei eventuellem Medikamenten nach Möglichkeit KEINE Substanzen verwendet werden dürfen, die die Nieren schädigen. Hierzu kann sich Frau St. immer an mich wenden wie meine anderen Kunden auch. Leider WIRD DAS in der VET Medizin meistens NICHT beachtet, dass geschädigte Nieren GRUNDSÄTZLICH z.B. als Schmerzmittel keine Präparate aus der Stoffklasse der NSAR Substanzen bekommen sollten, sondern man auf das bewährte Novalgin in diesem Fall sehr gut ausweichen kann. Man muss IMMER wissen, dass auch mit gesunkenem Kreatinin eine CNI immer eine irreversible Erkrankung ist.
Fallbeispiel VIER Nando: (Appenzeller) 14,5 Jahre alt von Frau Sch. Aus Tuttlingen kam im Dezember 2021 mit einem Kreatininwert von 283 micromol/l und einer erhöhten ALT zu mir. Dazu hat er verstärkt erbrochen. Erstmal hatte ich Frau Sch. dazu geraten, sich dringlich einen Protonenpumpenhemmer wie z.B. Omeprazol für Nando zu besorgen, was der Tierarzt nicht getan hatte und mir LEIDER wie immer wieder unbegreiflich ist. Bei fortgeschrittener CNI kommt es nahezu immer zur Gastrits bis hin zum blutenden Magengeschwüren mit Erbrechen. WIE lange sollte sich der arme Hund und Besitzer noch quälen, wenn MAN dieses Problem FAST in allen Fällen sofort mit der Einnahme eines Protonenpumpenhemmers beheben kann. Am 22. Dezember 2021 kam von Frau Sch. eine Mail mit einem herzlichen Dankeschön für meine dauerhafte, erstklassige Beratung und Betreuung, denn durch die alleinige Verwendung nur noch der vegetarischen Rezepte in meinem Plan, die Nando sehr gut schmecken, konnte sein Leben nochmal verlängert werden bei guter Lebensqualität. Am 6.4.2022 kam eine Mail von Frau Sch.:“ Guten Morgen Frau Behling, ich schaffe es erst jetzt ihnen zu schreiben. Am 20.3.2022 mussten wir unseren geliebten Nando gehen lassen. Wir sind unfassbar traurig, aber zugleich dankbar für so viel gemeinsame Zeit. Ich möchte mich an dieser Stelle noch mal ganz herzlich bei Ihnen und Ihrem Mann bedanken! Sie standen im letzten Jahr immer mit Rat und Tat zur Seite, das ist keine Selbstverständlichkeit und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Nando und ich noch ein schönes letztes Jahr zusammen hatten-danke dafür. Ganz liebe Grüße an Sie beide und eine gute Zeit, L.Sch.
Katastrophaler Ablauf -Wie es NICHT laufen sollte: bei einer erst 8 Jahre alten Antikdogge namens Pepper von Frau Daniela R. Ende Januar 2019: Der arme CNI kranke Hund hatte das unbeschreibliche Pech am Wochenende von der starken Übelkeit mit häufigem Erbrechen geplagt worden zu sein und die Besitzerin bat um Hilfe bei der diensthabenden Tierärztin. Pepper hatte LEDIGLICH einen Kreatininwert von 191,8 micromol/l und wurde mit diesem Wert GLEICH euthanasiert.
Thema Pankreaserkrankung
Den Hunden mit Erkrankung der Pankreas konnte ich mit Hilfe meiner Diätpläne gut helfen, so dass die Pankreaswerte in Form von Lipase und cPLI sich sehr gut haben senken lassen und wieder im Normbereich lagen. Hier ist lebenslang eine fettarme und im Gegensatz zu Lebererkrankungen ballaststoffarme Diät notwendig. Dazu muss die Schmackhaftigkeit des Futters SEHR gut sein, damit diese Hunde nicht abnehmen, sondern entweder ihr Gewicht halten oder eher sogar wieder etwas zunehmen sollten, um den Gewichtsverlust durch die akute Erkrankung wieder auszugleichen. Daher ist das SELBSTKOCHEN nach Diätplan das beste Mittel zum Erfolg wie es sich über die Rückmeldungen zeigt.
Die häufigsten Fehler bei Steinerkrankungen
Ich liste hier mal die immer wiederkehrenden Fehler auf, Fehler im Fall von vorangegangen Ernährungsberatungen meistens von im Schnellverfahren zertifizierten Barf-Beratern, gefolgt von Tierheilpraktikern als Barf-Berater und LEIDER - auch von Fachtierärzten für Ernährung. Mit dieser Auflistung möchte ich informieren und sensibilisieren, damit MEINE Leser im Interesse Ihrer vierbeinigen Lieblinge davon profitieren können.
Bei Struvit: auch Ammonium-Magnesium-Phosphat genannt oder Tripelphosphat oder Infektsteine. Fehler Nummer Eins: der Urin wird angesäuert, was dann häufig dazu führt, dass sich zu den Struvit noch Phosphatsteine (Calciumphosphat) bilden. Fehler Nummer Zwei: es wird zu eiweißreich gefüttert. Fehler Nummer Drei: es wird im Ernährungsplan keine kontrollierte Diurese berechnet. Fehler Nummer Vier: es wird keine Bakteriologie gemacht (=Untersuchung auf Bakterien im Urin) und wenn eine Bakteriologie veranlasst wurde, so wird immer wieder als urologischer Kunstfehler unsteriler Urin eingeschickt. Wegen des fast immer zu Grunde liegenden bakteriellen Infektes, ist es NOTWENDIG den Urin auf Bakterien untersuchen zu lassen. Eine korrekte Bakteriologie darf NUR aus steril gewonnen Urin veranlasst werden, also NIEMALS ein Mittelstrahlurin, sondern NUR ein Katheterurin oder über Blasenpunktion gewonnener Urin.
Die meisten Fälle (2/3) von Struvitsteinbildung stehen in engem Zusammenhang mit Harnwegsinfekten ausgelöst durch Urease -positive Bakterien wie beispielsweise am häufigsten durch Staphylokokken. Das Enzym Urease hydrolysiert Harnstoff. Infolgedessen kommt es zu einem Anstieg der Konzentrationen von Ammonium, Phosphaten und Karbonaten, was wiederum eine Alkalisierung des Harns bewirkt. Im alkalischen pH- Milieu verbinden sich Phosphat und Ammonium mit Magnesium und bilden somit das Ammonium-Magnesium-Phosphat-Molekül, Struvit, auch Tripelphosphat genannt. ALSO ist der alkalische Harn- pH FAST immer bedingt durch den bakteriellen Infekt - Nur sehr vereinzelt kommt es zu einer Steinbildung ohne Bakterienbeteiligung. Hieraus resultiert für Struvitsteine auch die Bezeichnung Infektsteine. Da wie erwähnt Struvit chemisch Ammonium-Magnesium- Phosphat sind, müssen die Ausgangsstoffe also Ammonium, Magnesium, und Phosphat im Diätplan deutlich reduziert werden. Hier ist Wissen in der Chemie gefordert, denn beim Abbau von Eiweiß kommt es über einen komplexen Mechanismus zur Bildung von Ammonium. Dann sollte man wissen, das ist Lebensmittelchemie, dass Eiweiß immer zusammen mit Phosphat vorkommt, also da wo mehr Eiweiß ist, ist auch mehr Phosphat, denn Phosphat „schwebt nicht mutterseelenallein im luftleeren Raum“ – es sei in den Köpfen derer, bei denen die Ernährungsberatungen scheitern. Also hieraus resultiert mit fundierten Kenntnissen, dass es bei Struvit eine deutliche Eiweißreduktion + leichte Reduktion von Magnesium + dazu sehr häufig eine Antibiose braucht, damit sich der Erfolg einstellt.
Bei Urat (Harnsäuresteine): Hauptfehler: zu hoher Gehalt an tierischem Eiweiß in der Fütterung und DAS bedeutet dadurch ein Zuviel an harnsäurebildenden Nahrungsmitteln in Form von Purinen und tierischen Proteinen, da beim Abbau von tierischem Protein nicht nur Harnstoff, sondern auch IMMER Harnsäure entsteht. Zudem begünstigt zu hohe Proteinzufuhr sauren Harn-pH, in dem sich Urate GERN bilden. Weiterer Fehler: Es wird keine forcierte Diurese berechnet.
Bei Calciumoxalaten: Generell bekannt ist, dass die Calciumzufuhr und die Oxalsäure-Zufuhr deutlich reduziert werden müssen. Nicht bekannt ist bei „den Spezialisten“, dass Calciumoxalate durch Harnsäure getriggert werden. Hauptfehler: es wird zu eiweißreich in Form von tierischen Proteinen gefüttert wird, dadurch entsteht ein Teufelskreis, indem der Harn-pH gesenkt wird ins neutrale bis saure, kontraproduktiv bei Oxalat + die Ausscheidung von Calcium steigt, kontraproduktiv bei Oxalat + und es kommt zur erhöhten Harnsäurekonzentration, da beim Eiweißabbau von tierischem Eiweiß nicht nur Harnstoff, sondern auch IMMER Harnsäure entsteht. Weiterer Fehler: es wird keine forcierte Diurese berechnet.
Bei Cystinsteinen: Hier können sich MEINE Leser zum gesamten Thema Cystinsteine - Cystinurie GERN in informativer, umfangreicher Form im Rückblick 2017 + auch noch mal u.a. auch dazu an einem Fallbeispiel im Artikel: „Armutszeugnis in der Veterinärmedizin“ vom Oktober 2020 orientieren und gründlich belesen, was an Komplexität in dieser Erkrankung mit der Ernährung steckt und WESHALB es NUR mit einer Methioninbilanzierung exakt nach dem Gewicht des Hundes funktioniert.
Die häufigsten Fehler bei CNI
Hauptfehler Fütterung: Es wird zu eiweißreich gefüttert. Immer wieder kommt es auch hier nur zu Bedarfsberechnungen bzw. zur leichten Reduktion von Eiweiß – bzw. Reduktion von Phosphat – es sind die gleichen „geistigen Ergüsse mit Phosphat“ wie bereits bei Harnsteinen beschrieben. Es geht offensichtlich in die verwirrten Köpfe „der Spezialisten“ NICHT rein, dass da wo Eiweiß ist auch Phosphat ist, also auch ein verwirrter Kopf kann Phosphat nicht „rauslösen“ vom Eiweiß, auch wenn sich „die Spezialisten“ auf Ihren Websites darüber mit Ihren „angepassten Barfplänen“ in epischer Breite gern auslassen mit Ihren selbstgezimmerten Erläuterungen. So sieht auch hier traurige Realität aus, wenn bei Chemie nur Fehlstunden waren und man nicht mal Lesen kann, um sich in einem Lebensmittelchemiebuch FUNDIERT kundig zu machen. Die CNI ist eine irreversible ohne strikte Diät immer fortschreitenden Erkrankung, die NUR aufgehalten werden kann über optimale Entlastung der Nieren mit einer strengen Eiweißreduktion.
Zusätzliche Fehler bei der tierärztlichen Behandlung: Auch tritt immer wieder als Folge der CNI eine Anämie auf, die sich für den Hundebesitzer wahrnehmbar als „Schlappheit“ bzw. Müdigkeit äußert und im Labor im Blutbild mit erniedrigtem Hämoglobin und Erythrozyten. Hier sollte eine Substitution mit einem gut verträglichen Eisenpräparat erfolgen wie ich es praktiziere in Kombination mit Vitamin B12. Zusätzlich – das rege ich zumindest am- sollte man mit einem erfahrenen Tierarzt über eine EPO (Erythropoetin) Therapie sich Gedanken machen.
Ebenso wird häufig „NICHT reagiert“ auf die Azidose, die sich zu Beginn als Übersäuerung mit saurem Aufstoßen äußert und später gern zu dem für die Azidose typischen Erbrechen mit Futterverweigerung führt wegen der ausgeprägten Übelkeit bis hin zur hyperaziden Gastritis bis zum blutenden Magengeschwür, denn zu den harnpflichtigen Substanzen, welche bei CNI vermindert ausgeschieden werden, zählen nicht nur Harnstoff und Kreatinin, sondern auch Hormone wie Gastrin. Ein erhöhter Gastrinspiegel bewirkt Hyperazidität im Magen. Hier ist es NOTWENDIG mit einem geeigneten Protonenpumpenhemmer wie beispielsweise Omeprazol, Pantoprazol, etc. die Magensäureproduktion zu blockieren und damit der Azidose entgegenzuwirken. Dazu wird ebenso FAST IMMER NICHT darauf geachtet, welche Präparate bei CNI NICHT gegeben werden sollten, denn bestimmte Stoffgruppen wirken nephrotoxisch: d.h. es sind bei CNI ungeeignete Medikamente wie beispielsweise die nichtsteroidalen Antirheumatika(NSAR) auch als nichtsteroidale (NSAR) gern bezeichnet oder auch bestimmte Antibiotika wie beispielsweise aus der Gruppe der Aminoglykoside und aus der Gruppe der Cephalosporine – mehr Info hierzu auf meiner Seite unter „aktuelle Informationen Rückblick 2013“. Bei Schmerzen kann man helfen, ohne die bereits geschädigten Nieren zusätzlich zu schädigen, denn eine zusätzliche Schädigung begünstigt die Urämie bzw. das terminale Nierenversagen. Hier gibt es eine Nicht nierenschädigende bewährte Kombination, und zwar ein reines Schmerzmittel in Form von Novalgin zu verwenden und dazu mit Cortison in Tablettenform kombiniert. Über das Cortison erhält man die antientzündliche Wirkung der NSAR Präparate OHNE die Nieren weiter zu schädigen.
Auch, wenn ein großer Teil meiner Klienten sich mit ernsthaft erkrankten Hunden an mich wendet, so nehmen auch immer mehr Hundebesitzern meine Beratung in Anspruch mit ihrem gesunden Hund vom Welpen bis zum Senior, um primär potentiellen Schaden durch Fütterungsfehler zu vermeiden. Die Hundebesitzer mit gesunden Hunden freuen sich beim Welpen und Junghund bis zum erwachsenen Hund über „mein Rundum sorglos Paket“ - so wird es von meinen Kunden genannt. Hier erstelle ich beim Welpen für die 4 Fütterungen pro Tag immer einen Plan mit 2 Fütterungen mit einem geeigneten Trockenfutter in Kombination mit 2 frisch zubereiteten Mahlzeiten. Dazu sind in diesen Plänen bewährte Vorschläge wie man durch die „Schaffung eines entsprechenden Darmmilieu“ Spulwürmer verhindern kann ohne Chemie + Vorschläge zur Unterstützung des Immunsystem beim Welpen, was erst mit 12-14 Monaten entwickelt ist + diverse andere Ratschläge aus meiner langjährigen Erfahrung mit Hunden. Meine Art der Fütterung unserer Hunde spricht für sich, denn ALL unsere Hunde werden bzw. wurden extrem alt- sie wurden alle zwischen 13,5 (Ridgeback), Dalmatiner ALLE - bis auf eine einzige Hündin mit über 11 Jahren durch ein Aneurysma - über 14 Jahre bis hin zu 15 Jahre 6 Monate und 6 Tage wurde unsere Coco. Coco ging dieses Jahr nach einem kompletten Zusammenbruch und wurde in meinen Armen zu Hause erlöst.
JEDER kann TUN, was er will, solange er Andere mit seinem TUN NICHT schädigt. Insbesondere bei ernsthaft kranken Hunden ist es sehr wichtig, sich gut zu überlegen wem man das Leben seines Hundes anvertraut. Fachlich fundierte Diätpläne mit vorangegangener richtiger, tierärztlicher Diagnose und Behandlungen verlängern das Leben bei guter Lebensqualität.
Selbstüberschätzung (medizinische Kenntnisse fehlen, chemische Kenntnisse sind grundsätzlich NICHT vorhanden, gleiches gilt in puncto Lebensmittelchemie) wird zur Gefahr bei ernsten Erkrankungen. Ernste Erkrankungen verzeihen keine Fehler!
Gabriela Behling, August 2022
Armutszeugnis in der Veterinärmedizin
Schon SEIT Jahren und in den letzten Monaten gehäuft erlebe ich immer wieder, was diätetische Fehler anrichten bei ALLEN Harnsteinen und HIER mal ein Fallbeispiel „zur abschreckenden Kostprobe“ bei CYSTINSTEINEN. Diese diätetischen Fehler schließen bedauernswerterweise auch den PAPST der veterinärmedizinischen Ernährungsberatung mit ein, nach dessen VORGABEN die Fachtierärzte für Ernährung Ihre Bedarfsberechnungen aufbauen. Wenn „DIESE Fachleute“, vom in der Regel BESTENS GEEIGNETEN je nach Steinsorte kommerziellen Futter - im Fall von Cystin kommt NUR U/C Trockenfutter von Royal Canin in Frage - ausweichen auf „Ihre Bedarfsberechnungen“, bleibt bei ALL den Klienten, die dann zu mir kommen, der Erfolg der Diätberatungen „dieser Fachleute“ aus. Bei den zertifizierten Ernährungsberatungen und den Ernährungsberatungen der Tierheilpraktikern - also ALLEN dogmatischen BARFERN - ist DAS diätetischen Scheitern mangels fundierter Kenntnisse ohnehin vorprogrammiert, was ich wiederholt erlebe.
Ich berichte HIER NUR von einem eklatanten Fallbeispiel. Wenn ich die Odyssee der gescheiterten Beratungen nennen würde, die ich seit Jahren in meiner Ernährungsberatung erlebe, könnte ich ein Buch schreiben. Es sind gravierende Diätfehler. Fehler, die die Hunde das Leben kosten können, weil durch die Diätfehler Operation auf Operation folgt.
Fallbeispiel: Frau J. mit Jack einem 6 jährigen Australian Shepherd Rüden
Am 3.2.2020 wurden bei Jack operativ mehrere Cystin Steine entfernt. Da in meiner Ernährungsberatung ALLES verifiziert wird und NICHTS dem Dran-Glauben bzw. Schönreden überlassen wird, rate ich meinen Klienten IMMER vor bzw. gleich zu Beginn meiner methioninbilanzierten Diät den Cola Test machen zu lassen. LEIDER erlebe ich bereits HIER, dass viele Tierärzte NICHT wissen, dass es einen Cola Test gibt bzw. auch mitunter aus mir unerfindlichen Gründen versuchen, den Hundebesitzern den Test zu verweigern. Mit dem Cola Test wird die quantitative Menge der Cystin-Ausscheidung im Urin bestimmt, somit steht mit dem Cola Test ein Ausgangswert der Cystin-Ausscheidung fest. Wenn der Hund dann nach meinem Diätplan ernährt wird, rate ich den Cola Test nach 10-12 Wochen zu wiederholen. Bei SERIÖSEM ARBEITEN mit fundierten Kenntnissen ist es nicht nur wichtig, sondern unerlässlich, den Ausgangswert der Cystin-Ausscheidung im Urin zu wissen, sonst BLEIBT ALLES GEFÄHRLICHES TUN und so SEHEN die Pläne von den meisten Ernährungsberatungen aus, die ich bislang in der Hand hatte.
VERIFIZIEREN bedeutet die Richtigkeit einer Sache bestätigen: hier wie folgt: Der Ausgangswert der Cystin- Ausscheidung im Urin, der durch erhöhte Cystin- Ausscheidung mit Steinbildung zur OP geführt hat, MUSS MIR als Diätberater bekannt sein. Mir ist es ebenso wichtig, dass der Hundebesitzer diesen Wert vorliegen hat wie auch sein Tierarzt, um den diätetischen Verlauf ebenso nachvollziehen zu können bzw. „ALLES schwarz auf weiß“ zu sehen. Nach 10 -12 Wochen wird der Cola Test wiederholt, um zu sehen wie sich die Cystin- Ausscheidung im Urin verändert hat unter meiner methioninbilanzierten Diät, die ICH entwickelt habe.
Fallbeispiel Jack:
Ausgangswert Cola Test 17.3.2020 Cystin 524,2 micromol/gCrea
Wert m. Methioninbilanzierung 12.5.2020 Cystin 104,0 micromol/gCrea
Die Besitzerin Frau J. ist überglücklich, der behandelnde Tierarzt hat eine Kopie meines Plans bekommen und SIEHT den erstklassigen Erfolg im COLA Test und hat NICHTS anders zu tun, er gibt selbst zu, dass er Null Ahnung hat, aber fordert nun einen Plan für Jack von dem Ernährungspapst an nach Auskunft der Besitzerin. Die Besitzerin ist von meinem differenzierten, SEHR umfangreichen Diätplan zu 100% überzeugt mit dem erstklassigen Ergebnis vom Cola Test und zeigt mir den „schmalbrüstigen Plan vom Ernährungspapst“ – der den Hund mit größter Wahrscheinlichkeit in die zweite NOT OP gefüttert hätte, wenn Sie ihn umgesetzt hätte.
In all meinen methioninbilanzierten Cystin Ernährungsberatungen ist zur Information für meine Kunden eine Tabelle von Nahrungsmitteln mit ihrem Proteingehalt und ihrem Methioningehalt in 100g enthalten herausgegeben von der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie „Der kleine Suoci.Fachmann.Kraut Lebensmitteltabelle für die Praxis“. Dieses führende Standardwerk ist die Grundlage jeder diätetischen Beratung in Universitätskliniken in der Humanmedizin, denn HIER dürfen bei ernsten Erkrankungen keine diätetischen Fehler passieren.
Hier DAS „als Zitat gekennzeichnet“, was mir Frau J. über Mail hat zukommen lassen, von Ihrer Tierärztin angefordert bei DEM Ernährungspapst – ein gefährliches ARMUTSZEUGNIS:
„Die diätetische Behandlung von Cystin ist aufgrund der genetischen Disposition schwierig. Überhöhte Eiweißgehalte im Futter sind auf die für den Erhaltungsstoffwechsel empfohlenen Richtwerte zu reduzieren, da bei vorliegendem Resorptionsdefekt im renalen Tubulus vermehrt Aminosäuren ausgeschieden werden. Der Harn-pH sollte zur Verhinderung der Neubildung von Cystinsteinen um 7 Liegen. Die Einstellung kann ggf. über Kalziumzitrat (150-200mg/kgKM/Tag) erfolgen, das wirkt alkalisierend. Hier mal ein relativ „einfacher“ Plan für die Fütterung, das könnte man versuchen:
Alle Angaben in g/Tag
Hühnerfleisch 200 + Nudeln 200 + Möhren25 + Öl15 + Ca-Karbonat 2 + Mineralfutter 5“
ALSO mit 200g Huhn - siehe Tabelle - hätte Frau J. 1280mg Methionin pro Tag allein über die Zufuhr vom Fleisch gefüttert und die Nudeln kommen NOCH dazu!!!
Nun meine Methioninbilanzierung mit dem Erfolg im Cola Test.
Aus meinem Plan für Jack: Versuchen Sie im Fall von Gans oder Ente nach Möglichkeit ein ganzes Tier zu bekommen wegen der Brühe, die Sie aus der Haut zum auf Vorrat Kochen gewinnen. Wenn Sie kein ganzes Tier bekommen können, dann in jedem Fall Keulen mit Haut.
Gans pro Tag für das jeweilige Rezept maximal 110g (= 418mg Methionin)
am besten püriert, gewolft, sehr fein geschnitten
Alternativ Ente für das jeweilige Rezept maximal 95g (=427mg Methionin)
Besser 90g (= 405mg Methionin)
Alternativ Hammel als Keule
maximal 85g Keule (= 425mg Methionin)/besser 80g Hammelkeule (= 400mg Methionin)
Hühnerkeule mit Haut (keine Brust) nur 70g(= 406mg Methionin) , bitte nicht mehr!
Zu dem immer nach Gewicht des Hundes methioninbilanzierten Fleischmengen finden in meine Diätplänen bei Cystin überwiegend als Kohlenhydrat Kartoffeln Verwendung und methioninarmes Gemüse..
Die diätetische Behandlung ist FÜR MICH keineswegs schwierig, da ICH weiß wie eine Methioninbilanzierung funktioniert, weil ich sie entwickelt habe.
Wichtige Informationen zum Thema: Cystinsteine und Cystinurie
-Es funktioniert NICHT NUR „überhöhte Eiweißgehalte zu reduzieren“
- CYSTINURIE und WARUM sich mit einem „angepassten BARFPLAN“ bzw. „diätetisch fehlerhafter Bedarfsberechnung“ in jedem Fall innerhalb KURZER Zeit WIEDER Steine bilden werden und OPs notwendig werden!
Die Cystinurie ist eine ernste Erkrankung, aus der sich gravierende diätetische Notwendigkeiten ergeben, damit es nicht immer und immer wieder zur erneuten Steinbildung kommt.
Eine Rasseprädisposition zur Bildung von Cystinsteinen ist bei Englischen Bulldoggen, Dackeln und Neufundländern gehäuft zu finden, wobei Rüden wesentlich häufiger davon betroffen sind als Hündinnen. Bei der erhöhten Cystinausscheidung (Cystinurie) handelt es sich meist um eine angeborene -autosomal, rezessiv vererbte - Stoffwechselstörung. Nicht alle Hunde mit Cystinurie bilden Cystinsteine. Die Cystinurie ist die zugrunde liegende Erkrankung, ihre Komplikation ist die Bildung von Cystinsteinen oder Grieß. Ohne adäquate Therapiemaßnahmen (diätetische Ernährung, hohe Flüssigkeitszufuhr) kann die Cystinurie langfristig zum Verlust der Nierenfunktion führen. Ausgang für die Problematik ist die essentielle Aminosäure Methionin. Diese wird abgebaut zu Cystin, welches in den Nierenkörperchen mit dem Primärharn abgesondert wird, um dann im tubulären System der Niere zum größten Teil wieder rückresorbiert zu werden. Gesunde Hunde verstoffwechseln die essentielle Aminosäure Methionin problemlos ohne erhöhte Ausscheidung von Cystin. Methionin ist eine essentielle Aminosäure und ist demzufolge in fast allen Nahrungsmitteln enthalten - Ausnahme bildet hier nur Obst und einige, wenige Gemüsesorten, die SEHR methioninarm sind. Das macht die Cystin Diät SEHR anspruchsvoll in der Berechnung. Cystinsteine - das muss man wissen sind ebenso wie Calciumoxalate NICHT auflösbar- d.h. sie können nur abgehen ohne Not OP, wenn sie sehr klein sind und daher durch die Harnröhre des jeweiligen Hundes passen und der Hund SEHR VIEL Flüssigkeit über den Tag aufnimmt. In der Regel kommt es jedoch fast immer zur Not OP. Da Cystinsteine wie andere Steine auch stark rezidivieren, kommt es OHNE strikte, lebenslange Diät zur wiederholten OP.
Therapiemaßnahmen:
Ist es zur Bildung von Cystinsteinen gekommen, so kann nur durch die Kombination mehrerer Therapiemaßnahmen sinnvoll behandelt werden und insbesondere das HOHE Risiko der Rezidivbildung gesenkt werden.
1) die Absenkung der täglichen Cystinausscheidung, d.h. in der Nahrung werden die Proteinquellen so ausgesucht, dass sie möglichst wenig Methionin enthalten und ihre Menge wird streng begrenzt, um die Ausscheidung von Cystin so gering wie möglich zu halten.
2) eine Alkalisierung des Harn-pH-Wertes, weil Cystin bei einem pH über 7,0 am besten löslich ist. Wird über chemische Zusätze „der Urin ins alkalische manipuliert“, wird auch das Risiko der Bildung von Phosphatsteinen sowie die Möglichkeit für Struvitsteinen (chemisch: Ammonium-Magnesium-Phosphat) erhöht!! Die Alkalisierung über die Nahrung mit einem hohen Anteil an sogenannten Basenbildnern ist hier von großer Bedeutung.
3) eine über den Tag bis zum Abend kontrollierbare, deutliche Erhöhung der Trinkmenge. Über reichliche Flüssigkeitszufuhr, wird versucht das ausgeschiedene Cystin in Lösung zu halten, um so zu verhindern, dass sich Kristalle, Grieß oder Steine bilden.
Ohne strikte und lebenslange Einhaltung dieser 3 Therapie-Bausteine führt die Cystinurie zum Verlust der Nierenfunktion, damit zum Nierenversagen.
Cystin entsteht wie beschrieben beim Abbau von Methionin. Methionin gehört zu den essentiellen Aminosäuren und ist in allen Produkten mit tierischem Eiweiß enthalten in größeren Mengen, d.h. in allen Fleischsorten, Fisch, Geflügel, Eier, Milch und Milchprodukten. DAS ZEIGT, WARUM ES für CYSTINURIE wie bereits erwähnt WEDER einen „ANGEPASSTEN BARPPLAN“ GEBEN KANN noch eine angepasste BEDARFSBERECHNUNG, indem man einfach NUR „überhöhte Eiweißgehalte reduziert“ . HIER ZEIGT SICH LEDIGLICH gefährliches Unwissen und die nächste Not OP ist OHNE strenge, dauerhafte ausgeklüngelte Methioninbilanzierung SICHER!
Vor nunmehr 10 Jahren habe ich INNOVATIV meine methionibilanzierte Diät ins Leben gerufen. Vor weit über 30 Jahren habe bereits SCHON EINMAL eine INNOPVATIVE Diät ins Leben gerufen, und zwar mit 300mg Harnsäure pro Tag bei Uraten für die hochdisponierte Rasse Dalmatiner. Diese Harnsäurediät ist erstmalig in meinem Buch zum Selbstkochen für alle Hunderassen mit Spezialkapitel für den Dalmatiner „Frisches Futter für ein langes Hundeleben“ Kynos Verlag erschienen mit inzwischen über 5000 verkauften Exemplaren.
ZUR großen FREUDE MEINER Klienten bin ich auch gleichermaßen stolz darauf , dass ich bei ALLEN Steinarten, ob Uraten, Struviten, Calciumoxalaten und Kombinationen der 3 genannten mit sehr anspruchsvollen Diätplänen ebenso wie bei Cystin in den inzwischen mehr als 10 Jahren meiner Ernährungsberatung keinen einzigen Therapieversager hatte!
Mit besten Wünschen
Ihre Gabriela Behling, Oktober 2020
Rückblick 2019
Wie jedes Jahr möchte ich mich herzlich bei meinen Klienten für ihr entgegengebrachtes Vertrauen bedanken. Seit vielen Jahren bilden Hunde mit chronischer Niereninsuffizienz (CNI) und Harnsteinerkrankungen mein Hauptklientel. Ich freue mich gemeinsam mit den Hundebesitzern, dass ich VIELEN Hunden SEHR GUT helfen konnte. Neben der hohen und beständig wachsenden Anzahl kranker Hunde, freuen sich ebenso etliche Hundebesitzer über meine Pläne für ihre gesunden Hunde vom Welpen bis zum Senior, denn Prophylaxe ist und bleibt IMMER die BESTE MEDIZIN.
Ich halte nach Möglichkeit lebenslang Kontakt zu meinen Klienten und bekomme von den meisten alle 3-4 Monate die Werte der Laborkontrollen und/oder die Ergebnisse der Sedimentanalysen bzw. des Cola Test bei Cystin. Mit ALL den Kontrolluntersuchungen habe ich mir eine sehr umfangreiche Datenbank angelegt und habe damit den besten Überblick über die Verläufe. Bei CNI Hunden gelingt mir in Abhängigkeit vom Stadium der CNI mit meinen eiweißbilanzierten Plänen (1,5-1,6g Eiweiß pro KKG pro Tag) nach dem führenden Lehrbuch für Tierärzte „Praktikum der Hundeklinik“ von Prof. Niemand/Prof. Suter eine deutliche Lebensverlängerung mit guter Lebensqualität bis hin zu einer normalen Lebenserwartung. Ich habe gerade vor Weihnachten zahlreiche Nachrichten hoch zufriedener Hundebesitzer bekommen mit besten Rückmeldungen.
Fallbeispiel CNI: Frau M. kam vor nunmehr 6 Jahren mit Ihrer Dunja, einer Bernersennenhündin, in meine Beratung. Dunja hatte einen Kreatininwert von 278 micromol/l, d.h. eine fortgeschrittene CNI nach IRIS (International Renal Interest Society Grad 3 mit nur noch 10-25% Nierenleistung, Siehe Button Stadien der CNI). Der behandelnde, erfahrene Tierarzt hat Dunja eine Lebenserwartung von 1 maximal 2 Jahren gegeben. Nun wird Dunja im Frühjahr 9 Jahre alt und der Kreatininwert ist dank meiner eiweißbilanzierten Diät gesunken und über die vielen Jahre stabil geblieben.
Machen Sie sich bei einem nierenkranken -CNI Hund - BITTE die Mühe und informieren Sie sich SELBST „ beim Button Stadien der CNI“ und lassen sich nicht vertrösten, was leider auch immer seitens einiger Tierärzte getan wird, die Nierenwerte „seien noch nicht so schlecht, man könne noch zuwarten“ hier verschenken SIE wertvolle Zeit.
Bei Steinerkrankungen arbeite ich OHNE Therapieversager! Meine Klienten halten Sich lobenswerter Weise zu 100% an meine Diätpläne und DER Erfolg gibt recht!!!
VIELE meiner Kunden haben „eine Odyssee“ hinter sich an gescheiterten Ernährungsberatungen mit Ernährungsplänen von zertifizierten Ernährungsberatern, Tierheilpraktikern und mit Ernährungsplänen von fachtierärztlichen Ernährungsberatern auf der Basis von Rationsberechnungen , mit dem Resultat „außer Spesen Nichts gewesen“. Wenn verzweifelte Hundebesitzer nach „gescheiterten Beratungen der Spezialisten“ zu mir kommen, sind ALLE erstaunt wie schnell mit meiner auf die jeweiligen Harnsteinart zugeschnittenen Diät - innerhalb von wenigen Wochen - Ihre Hunde steinfrei bzw. kristallfrei sind bzw. bei Cystin sich der Cystin Wert absenken lässt im Cola Test, und damit das SEHR hohe Risiko eines Rezidivs der Vergangenheit angehört.
Wo liegen die IMMER WIEDER auftretenden Fehler „dieser Spezialisten“ bei den Harnsteinerkrankungen:
Der Hauptfehler bei Struvit, Ca-oxalat, Urat neben anderen Fehlerquellen liegt IMMER in einer zu eiweißreichen Fütterung - bei Cystin in der Zufuhr von VIEL zu VIEL Eiweiß, das nicht nach Methioningehalt bilanziert ist.
- Bei Struvit: Fehlerquelle: Es wird am Harn-pH manipuliert mit Pasten (häufig Uro Pet) oder anderen unsinnigen Zusätzen, um ein saures Milieu zu schaffen aus NICHTWISSEN über Ursache und Wirkung, denn der alkalische Urin bei Struvit ist fast immer bakteriell bedingt, daher heißen Struvite auch Infektsteine. Ein bakterieller Infekt (bakterieller Infekt IMMER abzuklären NUR über steril gewonnen Urin, also Katheter-Urin bzw. Blasenpunktion) muss gezielt (gezielt heißt: es müssen die verursachenden Keime bestimmt werden und ein Antibiogramm dazu angefordert werden- ein Antibiogramm, damit man genau weiß, welches Antibiotikum HIER wirkt – dies alles über ein Großlabor) mit einem geeigneten Antibiotikum behandelt werden. Ein bakterieller Infekt lässt sich NICHT über pH Manipulation behandeln.- Die meisten Fälle circa 80% von Struvitsteinbildung stehen in engem Zusammenhang mit Harnwegsinfekten ausgelöst durch Urease -positive Bakterien wie beispielsweise am häufigsten durch Staphylokokken. Das Enzym Urease hydrolysiert Harnstoff. Infolgedessen kommt es zu einem Anstieg der Konzentrationen von Ammonium, Phosphaten und Karbonaten, was wiederum eine Alkalisierung des Harns bewirkt. Im alkalischen pH- Milieu verbinden sich Phosphat und Ammonium mit Magnesium und bilden somit das Ammonium-Magnesium-Phosphat-Molekül, Struvit genannt.
Fehlerquelle: Es wird in den Diätplänen „der Spezialisten“ IMMER zu eiweißreich gefüttert. Das offenbart VÖLLIGES Unwissen in BIOCHEMIE + Lebensmittelchemie.
Struvite sind CHEMISCH: Ammonium-Magnesium-Phosphate. Im Rahmen einer erfolgreichen Diät, gilt es IMMER die „Ausgangsstoffe“ also tierisches Eiweiß deutlich zu reduzieren aus 2 Gründen: Grund 1:Beim Abbau von tierischem Eiweiß kommt es bei der Desaminierung dazu: Ammoniak wird im proximalen Tubulus sezerniert und neutralisiert dort die Säuren im Urin unter Bildung von Ammoniumionen (NH4) –Grund 1 setzt fundierte Kenntnisse in der Biochemie voraus. Grund 2 ist Lebensmittelchemie: überall wo viel Eiweiß enthalten ist, ist gleichsam IMMER viel Phosphat enthalten. Lesenswert IST HIERZU: „Der kleine Suoci.Fachmann.Kraut Lebensmitteltabelle für die Praxis, Herausgegeben von der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie“
-Bei Calciumoxalaten: Fehler „der Spezialisten“:es wird IMMER zu eiweißreich gefüttert. Zum LEID der Hunde und Besitzer fehlen wie bereits bei Struviten Kenntnisse über medizinische, biochemische, lebensmittelchemische Zusammenhänge.
Die Bildung von Ca-oxalasteinen wird begünstigt durch: eine erhöhte Calciumkonzentration des Harns, erhöhte Oxalsäurekonzentration des Harns, erhöhte Harnsäurekonzentration des Harns, saurer Harn-pH(begünstigt durch zu hohe Proteinzufuhr). Die erhöhte Calciumkonzentration -z.B. beim Barfen mit der Fütterung von Knochen, Hälsen, etc.- des Harns ist auf eine gesteigerte Ausscheidung von Calcium zurückzuführen. Dies wird durch Faktoren wie eine calcium-, natrium- und eiweißreiche Ernährung, gesteigerte Calciumfreisetzung aus den Knochen und erhöhtem Parathormonspiegel begünstigt. Die beste Therapie ist gleichzeitig auch Prophylaxe. Somit sollten alle Faktoren, die zur Steinbildung beitragen entweder vermieden oder deutlich reduziert werden. Die Calciumaufnahme sollte SEHR moderat sein, denn eine gesteigerte Calciumaufnahme führt auch zu einer gesteigerten Calciumausscheidung. Bei Ca- Oxalatsteinen müssen größere Mengen an tierischem Eiweiß generell vermieden werden. Eine Ernährung mit einem höheren Gehalt an tierischem Eiweiß begünstigt über mehrere Mechanismen die Steinbildung: der Harn-pH wird gesenkt in ein neutral bis saures Milieu, die Ausscheidung von Calcium steigt und es kommt zu einer erhöhten Harnsäurekonzentration, da beim Eiweißabbau nicht nur Harnstoff, sondern auch Harnsäure entsteht.
Fallbeispiel in meiner Beratung: Ich greife ganz gezielt, obwohl ich jedes Jahr zahlreichen Ca-Oxalat Diätberatungen habe, auf 2008 zurück, denn mit Frau R. habe ich bis heute Kontakt, da Sie Angst hatte durch das Scheitern der primären Diätberatung einer namhaften fachtierärztlichen Beraterin, Ihren Foxy Amigo in einer erneuten Not OP zu verlieren. Es war WIEDER (wieder, weil ich es ständig erlebe) einer der VIELEN klassischen Fälle von Unwissen. Amigo wurden im Oktober 2008 Struvitsteine operativ entfernt. Nun der Rat der „Spezialistin“ die Uro Pet Paste täglich zu geben bei geringfügig reduzierter Eiweißzufuhr. Amigo entwickelte 3 weitere Harnsteine, die am 27.5.2009 auch wieder als Notfall operativ entfernt wurden. Nun schickte man die Steine ein und es waren Ca-Oxalate. Frau R. wandte sich in Ihrer Verzweiflung an mich, denn Amigo sollte nach Rat der „Spezialistin“ weiterhin „täglich die Paste bekommen und diätetisch bräuchte man nichts zu ändern“. Amigo war voll von Grieß also der Vorstufe von erneuten Steinen. Nun wurde Amigo streng nach meinen 2 Stufen Diätplan gefüttert. Nach 10 Wochen war kein Grieß mehr vorhanden und er war dazu absolut kristallfrei. Nun durfte Frau R. die Diät nach meinen Vorgaben geringfügig auflockern und dies dann dauerhaft füttern. Amigo wurde in den ersten beiden Jahren alle 4 Monate untersucht mit Schall und Sedimentanalyse und Ca-Oxalte waren fortan Vergangenheit. Amigo wurde über 14 Jahre alt und Frau R. war mir unendlich dankbar und fühlte sich so erstklassig beraten, dass Sie für ihren zweiten jungen Hunden, und nun weitere jüngere Hunde ebenso Pläne von mir erstellen lies.
Bei Uraten: Auch HIER wird zu eiweißbetont gefüttert in den Plänen der „Spezialisten“ mit einem Zuviel an harnsäurebildenden Nahrungsmitteln in Form von Purinen und Proteinen, da beim Abbau von tierischem Protein nicht nur Harnstoff, sondern auch stets Harnsäure entsteht. Zudem begünstigt durch zu hohe Proteinzufuhr kommt es zum saurem Urin, in dem sich Urate bevorzugt bilden. Fällt im Urin mehr Harnsäure an, als gelöst werden kann, treten Kristalle ungelöst auf, die zu Gries und Steinen führen können. Die Menge der lösbaren Harnsäure hängt ab von der Konzentration des Harnes(Trinkmenge) und von der Menge der aus dem Stoffwechsel anfallenden Harnsäure. Ammoniumuratsteine bilden sich bei hoher Ammoniak-Konzentration und Vorliegen eines schwach sauren Milieus. Da eine hohe Ammoniak-Konzentration auch die Folge eines Harnweginfektes sein kann, können Ammoniumuratsteine auch als Mischpartner von Struvitsteinen vorkommen.
Bei Cystinsteinen und Cystinurie: Fehler „der Spezialisten“: die Eiweißzufuhr wird im GLÜCKSFALL etwas reduziert, aber es wird zu VIEL Methionin zugeführt, d.h. Eiweißquellen werden nicht streng nach Methioningehalt ausgesucht, daher scheitern die Diätpläne.
Fallbeispiel Dezember 2019, bevor der Hund zu mir kam: Der Hund von Frau K. aus der Nähe von Frankfurt hatte im März 2019 eine OP, wo Ihm Cystinsteine entfernt wurde. Darauf wurde seitens des behandelnden Tierarztes eine fachtierärztliche Ernährungsberatung angefordert, die nun DAS Problem lösen sollte. Der Erfolg der fachtierärztlichen Diät war dann im November 2019 eine 2.OP und es wurden dabei mehr als 15 Steine entfernt!
Fallbeispiel Rüde Fino in meiner Beratung: Frau W. aus der Nähe von Heidelberg selbst erfahrene Physiotherapeutin und Besitzerin von Fino, einem 8 jährigen Rüden, suchte im November 2018 meine Hilfe, nachdem Ihr Rüde bereits 2 OPs hinter sich hatte. Um die diätetischen Ergebnisse zu verifizieren, weil Cystinsteine SEHR stark rezidivieren, bitte ich ALL meine Klienten IMMER, bevor Sie mit meiner METIONINBILANZIERTEN DIÄT zum Selbstkochen starten, einen Cola Test machen zu lassen, damit der Ausgangswert der Cystin Ausscheidung ermittelt wird. Dann vereinbare ich mit meinen Klienten, dass Sie diesen Test wiederholen nach circa 10-12 Wochen unter der streng metioninbilanzierten lebenslangen Diät, die ICH erstmalig also innovativ ins Leben gerufen habe.
Cystin Ausscheidung von Fino im Cola Test
31.3.2018 Ausgangswert vor meiner Diät: 1255,1 micromol/g Krea
1.12.2018 mit Hilfe meiner Diät : 413,5 micromol/g Krea
6.12.2019 SUPER Ergebnis: 56,5 micromol/g Krea
Fallbeispiel Rüde Emil in meiner Beratung: Frau E. mit medizinischen und dazu noch urologischen Kenntnissen hat einen 3 Jahre alten Zwergdackelrüden, der auch 2 x wegen Cystin Steinen operiert wurde. Frau E. ist MTA und leitet in einer größeren Klinik eine Abteilung. Sie hat sich im Vorfeld SEHR mit der gesamten Problematik rund um Cystin auseinandergesetzt und hat sogar mit einigen fachtierärztlichen Ernährungsberaterinnen Kontakt gehabt, die Sie fachlich aufgrund eigener fundierter Kenntnisse NICHT überzeugt hatten. Erst meine Darstellung der Problematik und gezielten Vorgehensweise auf meiner Website und ein Gespräch mit mir waren für Sie überzeugend.
Cystin Ausscheidung von Emil im Cola Test:
1.2.2019 Cystin 1800micromol/gKrea
17.12.2019 Cystin 460micromol/lKrea- Emil ist kristallfrei
Bei der erhöhten Cystinausscheidung (Cystinurie) handelt es sich meist um eine angeborene autosomal, rezessiv vererbte Stoffwechselstörung. Nicht alle Hunde mit Cystinurie bilden Cystinsteine. Die Cystinurie ist die zugrunde liegende Erkrankung, ihre Komplikation ist die Bildung von Cystinsteinen oder Grieß. Ohne adäquate Therapiemaßnahmen (diätetische Ernährung, hohe Flüssigkeitszufuhr) kann die Cystinurie langfristig zum Verlust der Nierenfunktion führen. Ausgang für die Problematik ist die essentielle Aminosäure Methionin. Diese wird abgebaut zu Cystin, welches in den Nierenkörperchen mit dem Primärharn abgesondert wird, um dann im tubulären System der Niere zum größten Teil wieder rückresorbiert zu werden.
Ziel MEINER diätetischen Beratung ist die Absenkung der täglichen Cystinausscheidung, d.h. in der Nahrung werden die Proteinquellen so ausgesucht, dass sie möglichst wenig Methionin enthalten und ihre Menge wird streng begrenzt also methioninbilanziert , um die Ausscheidung von Cystin so gering wie möglich zu halten.
Ebenso eine leichte Alkalisierung des Harn-pH-Wertes NUR über Basenbildner in der Fütterung wird bei meiner Diät immer berücksichtigt, weil Cystin bei einem pH über 7,0 am besten löslich ist. Wird über chemische Zusätze „ins alkalische manipuliert“, wird auch das Risiko der Bildung von Phosphatsteinen erhöht.
Wichtig ist bei ALLEN Harnsteinen zusätzlich zur strengen Diät ebenso eine über den Tag bis zum Abend kontrollierbare, deutliche Erhöhung der Trinkmenge. Über reichliche Flüssigkeitszufuhr, in Kombination mit der jeweiligen Diät wird verhindert, dass sich Kristalle, Grieß oder Steine bilden. Hier kommen in meinen Plänen selbstgekochte Brühen zum Einsatz, damit die wichtige forcierte Diurese klappt.
VIEL FUNDIERTES WISSEN – GUTE medizinischen Kenntnisse + FUNDIERTE Kenntnisse in der Biochemie & Chemie + DETAILLIERTES WISSEN in der Lebensmittelchemie - ist in dieser 3er KOMBINATION nötig, um ALL DIESE Problemfälle zu IHRER Zufriedenheit zu lösen, also OHNE Therapieversager zu arbeiten.
Für den medizinischen & chemischen Laien, was die meisten Hundebesitzer sind, ist es nicht nur SCHWER, sondern NAHEZU unmöglich sich in dem „Dschungel“ an Angeboten & gefährlichen Werbungen „der ALLESKÖNNER“ auf den Web-Sites der zertifizierten Ernährungsberater + Tierheilpraktiker + Fachtierärzte für Ernährung zurecht zu finden. Leider werden von den meisten Tierärzten + Tierkliniken, weil IHNEN SELBST differenzierte -differenziert ist schmeichelhaft formuliert- Kenntnisse fehlen in der Regel nur Kollegen empfohlen also Fachtierärzte für Ernährung. Daher – und DAS ist für mich SEHR TRAURIG - müssen VIELE erstmal scheitern, bevor Sie in Ihrer Verzweiflung Hilfe suchend zu mir kommen. Leicht tun sich DIE KUNDEN von mir, die über Empfehlungen vorangegangener Beratungen kommen oder anspruchsvolle, kritische Leser und ebenso Kunden, die SELBST humanmedizinische Berufe haben wie Humanmediziner, MTAs, Krankenschwestern , Physiotherapeuten mit IHREN kranken Hunden, denn DIE erkennen beim Lesen meiner Web-Site mein fundiertes Detailwissen in Kombination mit jahrelanger Erfahrung.
Damit MEIN Klientel SELBST besser informiert ist, habe ich ausführlich über DIE häufigsten Ernährungsfehler berichtet: BITTE MACHEN SIE SICH DIE MÜHE und LESEN meine Web-Site aufmerksam und BITTE „laufen SIE bei solch einer Werbung soweit Sie Ihre Füße tragen“
Es gibt KEINE „barfgerechte“ Fütterung bei CNI – es gibt KEINE „barfgerechte“ Fütterung bei Harnsteinerkrankungen, gleiches gilt für Lebererkrankungen und Pankreaserkrankungen und es gibt KEINE „barfgerechte“ Fütterung bei wiederkehrenden Durchfällen. WER DAS OFFERIERT zeigt, dass er/sie KEINE Ahnung hat von medizinischen & biochemischen & chemischen & lebensmittelchemischen Zusammenhängen. WER DEM folgt, bringt seinen Hund um bei CNI, Steinerkrankungen, Lebererkrankungen, Pankreaserkrankungen!
Möglicherweise habe ich mit dem anspruchsvollen und ausführlichen Text meine Leser strapaziert. MIR liegt SEHR daran, dass Sie als Leser und RAT suchender Hundebesitzer WICHTIGE Zusammenhänge verstehen können und DARAUS resultierende Notwendigkeiten erkennen und kein „teures Lehrgeld“ mit Ihrem Hund bezahlen müssen durch eine „vermeidbare ODYSSEE“ bzw. im schlimmsten Fall Ihren Hund verlieren.
Mit besten Wünschen an meine Hundefreunde
Gabriela Behling, Januar 2020
März 2019:
Mit dem heutigen Datum ist die gesamte Seite neu überarbeitet, einzelne Kapitel sind neu hinzugekommen und der Inhalt ist auch für den Laien verständlich. Mit diesen Informationen können Sie den Wissensstand Ihres Vets überprüfen - denn nur fundiertes Wissen zählt für die Gesundheit Ihres Lieblings. Nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie genau. Für Fragen stehe ich immer zur Verfügung.
Rückblick 2018
Gemeinsam mit meinen Klienten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlanden, Belgien und Luxemburg FREUE ich mich, dass ich so vielen Hunden SEHR gut helfen konnte. Nierenerkrankungen und Steinerkrankungen sind seit Jahren der Schwerpunkt meiner Ernährungsberatung. Bei chronischer Niereninsuffizienz (CNI) verbessern sich unter der von mir exakt auf das jeweilige Gewicht des Hundes berechneten eiweißbilanzierten Diät die Nierenwerte (Kreatinin+ Harnstoff) nachweislich innerhalb von 12-16 Wochen. Ich halte nach Möglichkeit lebenslang Kontakt zu meinen Klienten und bekomme alle 3-4 Monate die Werte der tierärztlichen Laborkontrollen, so dass ich über eine eigene groß angelegte Datenbank verfüge und besten Überblick über die Verläufe habe. Bei Steinerkrankungen arbeite ich OHNE Therapieversager! Meine Klienten halten Sich lobenswerter Weise – teilweise habe ich Klienten, die bereits einiges an gescheiterten Diäten hinter sich haben - zu 100% an meine 2 Stufen Diätpläne und DER Erfolg gibt recht!!! Zunehmend ist seit 3 Jahren mein Klientel mit Hunden mit wiederkehrenden Durchfällen. Hier gelingt es immer wieder durch eine Diät, jedoch NUR im Fall von SELBSTKOCHEN, mit einer einzigen noch NIE benutzen Proteinquelle + dazu geeigneten stärkehaltigen Kohlehydraten + in Verbindung mit einem SEHR aufwendigen Aufbau der Darmflora mit einer Kombination von mehreren Präparaten aus der Humanmedizin, die Durchfälle in den Griff zu bekommen. Beim Einsatz von ausgewählten Kombinationen von Humanpräparate kommt den erkrankten Hunden meine langjährige Erfahrung als Apothekerin SEHR zu Gute.
Damit mein Klientel SELBST besser informiert ist, möchte ich über DIE häufigsten Ernährungsfehler berichten: Es gibt KEINE „barfgerechte“ Fütterung bei CNI – es gibt KEINE „barfgerechte“ Fütterung bei Steinerkrankungen, gleiches gilt für Lebererkrankungen und es gibt KEINE „barfgerechte“ Fütterung bei wiederkehrenden Durchfällen. WER DAS OFFERIERT zeigt, dass er/sie KEINE Ahnung hat von medizinischen & chemischen Zusammenhängen und WER DEM folgt, bringt seinen Hund um bei CNI, Steinerkrankungen, Lebererkrankungen! Bei wiederkehrenden Durchfällen behält der Hund seine Durchfälle und läuft Gefahr, dass „das Problem“ ins chronische entgleitet. BEI CNI geht ES ausschließlich um die OPTIMALE Entlastung der geschädigten Nieren mit der Senkung der harnpflichtigen Substanzen Harnstoff und Kreatinin, die bei geschädigten Nieren nicht mehr ausreichend entgiftet werden können. Dies funktioniert NUR mit einer lebenslang strengen Diät. Bein Nierendiäten GIBT es KEINE Ermessenspielräume, hier hilft NUR eine Eiweißbilanzierung exakt auf das Körpergewicht des Hundes berechnet. Meine seit vielen Jahren erfolgreiche Berechnungsgrundlage sind die Zahlen 1,5-1,6 g Eiweiß (pro Tag) pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes aus dem führenden Lehrbuch der Veterinärmedizin „Praktikum der Hundeklinik“ Prof. Niemand/ Prof. Suter.
Bei Steinerkrankungen richtet sich die Diät nach der Steinsorte bzw. deren Mischformen. Fundierte Kenntnisse medizinischer Notwendigkeiten in Verbindung mit fundierten Kenntnissen chemischer Zusammenhänge sind die Grundlagen meines Erfolgsrezepts seit vielen Jahren. Der Erfolg gibt recht, denn ich habe KEINE Therapieversager! Nun für meine interessierten Leser wichtige Informationen zu den jeweiligen Steinsorten. Über Cystin/Cystinurie können sich meine Leser ausführlich informieren im Rückblick 2017.
INFORMATION zum Thema Struvite :
Wie kommt es zur Struvitsteinbildung?
Struvitsteine gehören zu den Harnsteinen beim Hund, die am häufigsten nachgewiesen werden. Die meisten Fälle (2/3) von Struvitsteinbildung stehen in engem Zusammenhang mit Harnwegsinfekten ausgelöst durch Urease -positive Bakterien wie beispielsweise am häufigsten durch Staphylokokken. Das Enzym Urease hydrolysiert Harnstoff. Infolgedessen kommt es zu einem Anstieg der Konzentrationen von Ammonium, Phosphaten und Karbonaten, was wiederum eine Alkalisierung des Harns bewirkt. Im alkalischen pH- Milieu verbinden sich Phosphat und Ammonium mit Magnesium und bilden somit das Ammonium-Magnesium-Phosphat-Molekül, Struvit genannt. Nur sehr vereinzelt kommt es zu einer Steinbildung ohne Bakterienbeteiligung. Hieraus resultiert für Struvitsteine auch die Bezeichnung Infektsteine. Aufgrund der chemischen Zusammensetzung werden sie auch Tripelphosphat genannt.
Bildung von Struviten wird begünstigt durch:
1)hohen Harngehalt an Harnstoff, Ammonium, Karbonat, Phosphat und Magnesium.
2)zu geringe Trinkmenge über den Tag verteilt
3)alkalischen Harn-pH (immer bakteriell bedingt)!!! daher sterilen Urin mit Blasenpunktion gewinnen und auf Bakterien untersuchen lassen, damit ein möglicher bakterieller Infekt in jedem Fall antibiotisch behandelt werden kann und muss!!!
Unabhängig zu dem oben beschriebenen Mechanismus, der die Bildung von Struvitsteinen über den alkalischen Harn fördert, spielen insbesondere Proteine eine entscheidende Rolle bei der Bildung und vor allem bei der Auflösung und Prophylaxe von Struvitsteinen, denn einerseits entstehen beim Eiweißabbau u.a. Harnstoff und Ammonium und andererseits enthalten generell eiweißreiche Nahrungsmittel auch alle viel Phosphat.
Nicht nur zur Struvitsteinauflösung, sondern auch bei der Prophylaxe, damit es nicht zur wiederholten Steinbildung kommt, sind folgende Maßnahmen notwendig:
1)Die Aufnahme der Ausgangssubstanzen für die Struvitbildung in erster Linie in Form von Proteinen und Phosphor ist streng zu limitieren, der Magnesiumgehalt sollte auch nicht hoch liegen.
2)Der Durst sollte angeregt werden - forcierte Diurese
Bildung von Ca-oxalasteinen wird begünstigt durch:
1)erhöhte Calciumkonzentration des Harns
2)erhöhte Oxalsäurekonzentration des Harns
3)erhöhte Harnsäurekonzentration des Harns
4)saurer Harn-pH(begünstigt durch zu hohe Proteinzufuhr)
5)zu geringe Trinkmenge über den Tag verteilt
Die erhöhte Calciumkonzentration des Harns ist auf eine gesteigerte Ausscheidung von Calcium zurückzuführen. Dies wird durch Faktoren wie eine calcium-, natrium- und eiweißreiche Ernährung, gesteigerte Calciumfreisetzung aus den Knochen und erhöhtem Parathormonspiegel begünstigt. Die beste Therapie ist gleichzeitig auch Prophylaxe. Somit sollten alle Faktoren, die zur Steinbildung beitragen entweder vermieden oder deutlich reduziert werden. Die Calciumaufnahme sollte moderat sein, denn eine gesteigerte Calciumaufnahme führt auch zu einer gesteigerten Calciumausscheidung. Auch bei Oxalatsteinen müssen größere Mengen an tierischem Eiweiß generell vermieden werden.
Eine Ernährung mit einem höheren Gehalt an tierischem Eiweiß begünstigt über mehrere Mechanismen die Steinbildung:
1) der Harn-pH wird gesenkt in ein neutral bis saures Milieu
2) die Ausscheidung von Calcium steigt
3) es kommt zu einer erhöhten Harnsäurekonzentration, da beim Eiweißabbau nicht nur Harnstoff, sondern auch Harnsäure entsteht.
Bildung von Uraten wird begünstigt durch
1)ein Zuviel an harnsäurebildenden Nahrungsmitteln in Form von Purinen und Proteinen, da beim Eiweißabbau nicht nur Harnstoff, sondern auch stets Harnsäure entsteht.
2)zu geringe Trinkmenge verteilt über den Tag
3)saurer Harn-pH( begünstigt durch zu hohe Proteinzufuhr)!
Die höchste Rasseprädisposition zur Bildung von Uratsteinen ist beim Dalmatiner zu finden. Auch englische Bulldoggen haben eine Prädisposition zur Bildung von Uratsteinen wie u.a. auch Zwergschnauzer und Yorkshire Terrier. Circa 60% aller Uratsteine kommen beim Dalmatiner vor, wobei Rüden wesentlich häufiger davon betroffen sind als Hündinnen. Fällt im Urin mehr Harnsäure an, als gelöst werden kann, treten Kristalle ungelöst auf, die zu Gries und Steinen führen können. Die Menge der lösbaren Harnsäure hängt ab von der Konzentration des Harnes(Trinkmenge) und von der Menge der aus dem Stoffwechsel anfallenden Harnsäure. Ammoniumuratsteine bilden sich bei hoher Ammoniak-Konzentration und Vorliegen eines schwach sauren Milieus. Da eine hohe Ammoniak-Konzentration auch die Folge eines Harnweginfektes sein kann, können Ammoniumuratsteine auch als Mischpartner von Struvitsteinen vorkommen.
Meine Erfahrung (40 Jahre) in der Praxis mit „wiederkehrenden Durchfällen:“
Die Ursachen für immer widerkehrende Durchfälle sind in der Regel schwer „dingfest“ zu machen, wenn nicht eindeutig Darmparasiten dahinter stecken. Meistens sind es Mischbilder verschiedener Erkrankungen häufig zusätzlich überlagert von einer Futtermittelallergie/Futtermittelunverträglichkeit. Wenn überhaupt so kann man mit viel Erfahrung diverser „Parameter“ wie verschiedener Untersuchung bzw. Befunde sich ein Bild machen bezüglich der möglichen Ursachen quasi im Sinne einer Ausschlussdiagnostik. Kann man „den Durchfall“ mit der Gabe von Cortison sicher stoppen, dann ist die Ursache eine IBD (Inflammatory Bowel Disease) – zu der IBD besteht sehr häufig nach meiner Erfahrung auch noch eine Futtermittelallergie, so dass man beides im Rahmen einer wirksamen Therapie lebenslang berücksichtigen muss. IBD (chronische Darmentzündung) zeigt auf die Gabe von Antibiotika keinen nennenswerten Erfolg. Liegt eine SIBO vor auch genannt Small Intestinal Bacterial Overgrowth, Dünndarmfehlbesiedelung bzw. Antibiotika Responsive Diarrhoe ist der Durchfall schlagartig mit dem Antibiotikum weg. Bei SIBO – hier kommt es immer in gewissen Abständen zu Durchfällen - bewirkt die Gabe von Cortison nichts. SIBO ebenso IBD sind sehr häufig mit einer Futtermittelallergie bzw. Futtermittelunverträglichkeiten verbunden. Bei SIBO muss man im Fall von Durchfall neben einer strengen lebenslangen Diät circa 10-12 Tage eine geeignetes Antibiotikum in der Regel Amoxicillin oder einer Kombination von Amoxicillin und Clavulansäure geben, am besten danach noch 8-10 Tage Metronidazol hinterher geben wegen der anaeroben Keime. Zeitgleich (das ist ebenso wichtig wie das richtige Antibiotikum) das ist meine langjährige Erfahrung wird der Darm aufwendig mit Präparaten aus dem Humanbereich aufgebaut. Ein Teil dieser Präparate sollte lebenslang gegeben werden, andere gibt man erst mal über einige Wochen.
Im Labor zeigt sich bei SIBO häufig eine Vitamin B12 Erniedrigung und gleichzeitig eine Folsäureerhöhung, diese B 12 Erniedrigung und gleichzeitig Folsäureerhöhung im Labor findet man jedoch auch bei der EPI(Exokrine Pankreasinsuffizienz). Während die Pankreasinsuffizienz gut zu diagnostizieren ist, lässt sich eine sehr leichte Pankreasschwäche im Labor sehr schwer nur erfassen. Diese „sehr leichte Schwäche“ zeigt sich beispielsweise in der schlechten Verdaulichkeit von Fetten, was aber auch eine generelle Problematik bei Durchfallserkrankungen ist, also auch hier nicht klar zu differenzieren.
Warum ist BARFEN bei Durchfallserkrankungen absolut kontraproduktiv?
Eine Barf-gerechte Fütterung also 70-80% Fleischfütterung oder entsprechend ausgerichtetes kommerzielles Futter mit überhöhtem Eiweißkonsum verschiebt den pH-Wert im Darm in alkalisches Milieu, was dazu führt, dass die im normalen sauren (Dünndarm pH 5,0-6,0) pH-Bereich physiologischen Darmkeime ( saccharolytische Keime) sich nicht normal entwickeln können, sondern verkümmern und zurück gedrängt werden. Stattdessen gewinnen Fäulniskeime die Oberhand, die im normalen gesunden Darmmilieu lediglich in geringen Mengen vorhanden sind, im Überfluss vorhanden aber Durchfälle begünstigen und produzieren. Bei den Fäulniskeimen zu nennen sind E.coli und Clostridien, die beide toxinbildende Varianten haben und damit für den Hund zu einer ernst zu nehmenden Durchfallserkrankung führen, da sie die für den Darm notwendigen Darmkeime mit saccharolytischer Aktivität wie Enterokokkus faecicum, Bifidobakterien und Lactobacillus verdrängen. Zudem haben diese für die Verdauung wichtigen Keime bei einem Mangel an aufschließbaren Kohlenhydraten keine ausreichende Ernährungsgrundlage für ihre eigene Entwicklung, die ohne verdauliche Kohlenhydrate und ausreichend Ballaststoffe nicht funktioniert. Sie verkümmern also zweifach: 1)aus Mangel an Kohlenhydraten und Ballaststoffen, die wichtig sind für den sauren pH und die Ernährungsgrundlage für die saccharolytischen Keime bilden – 2) aus Überfluss an tierischen Proteinen, die den pH ins alkalische verändern.
Am Ende möchte ich mich noch mal bei all meinen Kunden für das mir entgegengebrachte Vertrauen auch für das Jahr 2018 bedanken.
Ganz wichtig ist mir auch zum widerholten Mal darauf dringlich hinzuweisen: Lassen Sie vom ersten Lebensjahr an immer 1 mal pro Jahr ein geriatrisches Profil über ein Großlabor machen und warten Sie BITTE NICHT bis durch einen Zufallsbefund wie beispielsweise eine OP ein Labor erstellt wird. Dazu, wenn das Kreatin erhöht ist, nehmen Sie dies ernst und lassen zur Sicherheit nicht nur den SDMA Wert bestimmen, sondern den Inulin Test machen, der Ihnen SICHER zeigt, ob die Niere bereits geschädigt ist, was zu über 95% bei erhöhtem Kreatinin der Fall!
Möglicherweise habe ich mit dem vielen Text meine Leser etwas strapaziert- aber mir liegt daran, dass Sie als Leser Zusammenhänge verstehen können und Notwendigkeiten und kein „teures Lehrgeld“ mit Ihrem Hund bezahlen müssen, vielleicht erst einen Hund verlieren müssen!
Mit besten Wünschen an meine Hundefreunde
Gabriela Behling, Januar 2019
Rückblick 2017
Wichtiges zur Cystinurie, zum Bioresonanztest, zum Thema Getreide
Wegen vermehrt auftretender aktueller Vorkommnisse mit gravierenden diätetischen Fehlern, möchte ich an dieser Stelle über die Ernährung bei CYSTINURIE berichten – Fehlern, die die Hunde das Leben kosten können, weil durch die Diätfehler Operation auf Operation folgen.
Für den interessierten, intellektuellen Leser möchte ich mit einem Fallbeispiel aufzeigen, was sich an „verkauften Fachwissen“ in der Ernährungsberatungsszene tummelt!
Fallbeispiel/Ernährungsberatung durch einen Tierheilpraktiker.. eines mal herausgegriffen…vom verkauften, lebensgefährlichen Unwissen!... Hundebesitzerin berichtet mir in Form einer Mail: „Ich habe einen von Cystinsteinen betroffenen 2 Jahre alten Hund. Wir barfen und haben einen auf die Erkrankung angepassten Barfplan von unserer THP bekommen. Leider sind die Steine trotzdem da und wir fragen uns, ob Sie eventuell noch mal über unseren bestehenden Plan schauen und uns Optimierungsmöglichkeiten nennen könnten? Wir kriegen ständig RC U/C empfohlen aber das wollen wir nicht füttern, da nur Getreide drin ist. Wir haben zudem das Problem, dass der Hund keinen Reis, Mais, Weizen, etc. verträgt. Wie kann sicher gestellt werden, dass der Hund alles bekommt, was er braucht ohne andere Baustellen aufzumachen wie z.B. Bauspeicheldrüsenprobleme, etc.“
…..Auf meine Frage WIE die Unverträglichkeit festgestellt wurde, stellte sich heraus mit einem BIORESONANZ – TEST durch den THP.
Nun zur zuerst zur CYSTINURIE und WARUM sich mit einem „angepassten BARPLAN“ in jedem Fall innerhalb KURZER Zeit WIEDER Steine bilden werden und OPs notwendig werden!
Barfen bzw. ein „angepasster Barfplan“ bei Cystinurie bedeutet seinen Hund auf sicherem Weg umzubringen! Dieser Plan des THP zeigt lediglich und überdeutlich, dass der THP von der CYSTINURIE und den daraus resultierenden NOTWENDIGKEITEN einer streng methioninbilanzierten Ernährung NULL AHNUNG hat und skrupellos sein Unwissen zu Geld macht!!! zum Schaden des Hundes wie es NICHT anders zu erwarten ist, für denjenigen, der die Zusammenhänge zwischen der Cystinurie und den diätetischen Notwendigkeiten kennt!
Cystinsteine und Cystinurie diese WICHTIGE Info vorab:
Eine Rasseprädisposition zur Bildung von Cystinsteinen ist bei Englischen Bulldoggen, Dackeln und Neufundländern gehäuft zu finden, wobei Rüden wesentlich häufiger davon betroffen sind als Hündinnen. Bei der erhöhten Cystinausscheidung (Cystinurie) handelt es sich meist um eine angeborene -autosomal, rezessiv vererbte - Stoffwechselstörung. Nicht alle Hunde mit Cystinurie bilden Cystinsteine. Die Cystinurie ist die zugrunde liegende Erkrankung, ihre Komplikation ist die Bildung von Cystinsteinen oder Grieß. Ohne adäquate Therapiemaßnahmen (diätetische Ernährung, hohe Flüssigkeitszufuhr) kann die Cystinurie langfristig zum Verlust der Nierenfunktion führen. Ausgang für die Problematik ist die essentielle Aminosäure Methionin. Diese wird abgebaut zu Cystin, welches in den Nierenkörperchen mit dem Primärharn abgesondert wird, um dann im tubulären System der Niere zum größten Teil wieder rückresorbiert zu werden. Dazu braucht es einen sogenannten Transporter, der gleichzeitig auch die Rückresorption von Arginin, Lysin und Ornithin steuert, drei weitere essentielle Aminosäuren. Kommt es in diesem Transporter zu Funktionsstörungen, sind demnach neben Cystin auch die drei genannten essentiellen Aminosäuren im endgültig ausgeschiedenen Urin um den Faktor 10 zu hoch enthalten.
Daraus folgt, dass die erhöhte Cystinausscheidung nur dann erblich bedingt ist, wenn alle 4 essentiellen Aminosäuren im Urin zu hoch sind. Für die Therapie hat das zur Folge, dass eine Heilung des Problems nicht möglich ist. Die Abklärung der genetisch bedingten Ursache, wenn gewünscht, muss laborchemisch erfolgen, indem alle 4 essentiellen Aminosäuren quantitativ bestimmt werden.
Wenn nur Cystin deutlich erhöht ist und die anderen 3 Aminosäuren nicht, liegt keine genetisch bedingte Störung vor. In diesem Fall wäre eine Nierenfunktionsstörung die Ursache. Was die Ernährung anbelangt gelten jedoch in beiden Fällen die gleichen Grundregeln und die liegen in einer streng limitierten Zufuhr an tierischem Protein.
Ist es jedoch zur Bildung von Cystinsteinen gekommen, so kann nur durch die Kombination mehrerer Therapiemaßnahmen sinnvoll behandelt werden und insbesondere das HOHE Risiko der Rezidivbildung gesenkt werden.
1) die Absenkung der täglichen Cystinausscheidung, d.h. in der Nahrung werden die Proteinquellen so ausgesucht, dass sie möglichst wenig Methionin enthalten und ihre Menge wird streng begrenzt, um die Ausscheidung von Cystin so gering wie möglich zu halten.
2) eine Alkalisierung des Harn-pH-Wertes, weil Cystin bei einem pH über 7,0 am besten löslich ist. Wird über chemische Zusätze „ins alkalische manipuliert“, wird auch das Risiko der Bildung von Phosphatsteinen sowie die Möglichkeit für Struvit(chemisch: Ammonium-Magnesium-Phosphat) erhöht. Die Alkalisierung über die Nahrung mit einem hohen Anteil an sogenannten Basenbildnern ist hier von großer Bedeutung.
3) eine über den Tag bis zum Abend kontrollierbare, deutliche Erhöhung der Trinkmenge. Über reichliche Flüssigkeitszufuhr, wird versucht das ausgeschiedene Cystin in Lösung zu halten, um so zu verhindern, dass sich Kristalle, Grieß oder Steine bilden.
Ohne strikte und lebenslange Einhaltung dieser 3 Therapie-Bausteine führt die Cystinurie zum Verlust der Nierenfunktion, damit zum Nierenversagen.
Cystin entsteht wie beschrieben beim Abbau von Methionin. Methionin gehört zu den essentiellen Aminosäuren und ist in allen Produkten mit tierischem Eiweiß enthalten in größeren Mengen, d.h. in allen Fleischsorten, Fisch, Geflügel, Eier, Milch und Milchprodukten. DAS ZEIGT, WARUM ES für CYSTINURIE NIE EINEN ANGEPASSTEN BARPPLAN GEBEN KANN, HIER ZEIGT SICH LEDIGLICH skrupellos verkauftes Unwissen zum Schaden des Hundes und damit des Halters.
Empfehlenswert wäre aufgrund des Abbaumechanismus eine streng methioninarme Diät. Da dies „in strenger Form“ dauerhaft nicht praktikabel ist, sollte lebenslang eine ausgewogene jedoch proteinarme und methioninbilanzierte „Mischkost“ die Ernährungsgrundlage bilden. Pflanzliche Nahrungsmittel wie Getreideprodukte (pflanzliche Proteine, deutlich weniger Methionin), Kartoffeln (Basenbildner, wenig Methionin), methioninarmes Gemüse(Gemüse als Basenbildner), Obst (extrem wenig Methionin, Basenbildner) und auch Salate (sehr wenig Methionin, Basenbildner) sollten den Hauptbestandteil der Ernährung ausmachen. Diese vegetarisch betonte Ernährung alkalisiert zudem auf natürliche Weise den Harn-pH und steigert damit die Löslichkeit des Cystin, das durch den angeborenen Stoffwechseldefekt immer vermehrt ausgeschieden wird.
In dem von Royal Canin gesponserten Buch „Diätetik des Hundes“ wird auf einen möglichen Carnitinmangel hingewiesen, da „cystinurische Hunde auch Carnitin ausscheiden“. L-Carnitin ist eine vitaminähnliche Substanz, die eine essentielle Rolle im Energiestoffwechsel von menschlichen, tierischen und pflanzlichen Zellen spielt. Bei einer vegetarischen Ernährung wird L-Carnitin durch endogene Synthese gebildet, wenn die essentiellen Kofaktoren Vitamin C, Vitamin B6, Niacin und Eisen in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen.
Daher ergänze ich – meine erstellten methioninbilanzierten Diätpläne, methioninbilanziert bedeutet der Methioningehalt wird genau auf das Körpergewicht des jeweiligen Hundes berechnet- IMMER zusätzlich durch sinnvolle Präparate aus dem Humanbereich. Denn nur bei qualitätsvollen Humanpräparaten haben meine Kunden neben der ausgewogenen Zusammensetzung auch keine unnötige Beimengung von tierischem Protein!
Nun zum UNSINN des BIORESONANZ-TEST:
Vor einigen Jahren habe ich bei einer der führenden deutschen THP – hat für THP Bücher geschrieben und ist in THP Kreisen anerkannt- von einem ABSOLUT GESUNDEN HUND von uns einen Bioresonanz-Test machen lassen, dazu von einem zweiten Hund von uns, bei dem ich GENAU die 3 PROTEINQUELLEN kannte, auf die mein RÜDE mit Unverträglichkeit reagiert hat. Das Ergebnis war, dass der THP bei beiden HUNDEN zu dem Ergebnis kam, dass beide KEIN Getreide vertragen, was absoluter BLÖDSINN war, denn beide Hunde haben Getreide BESTENS vertragen! Ich füttere seit 40 Jahren all meine Hunde mit Getreide, also mit Weizen, mit Roggen, mit Gerste (…bislang wurden bei uns ALLE Hunde SEHR alt, 1 Ridgeback 13,5 Jahre alt und ALLE Dalmatiner über 14 Jahre alt …)und DAS ALLES sollten BEIDE nach TEST nicht vertragen! Dazu wurde dem absolut gesunden noch angedichtet, dass er diverse Allergien auf viele gängige Proteinquellen hätte… ebenso blanker BLÖDSINN! Bei dem Rüden, der auf die 3 von mir bekannten Proteinquellen nachweislich Problem hatte, wurden die 3 Proteinquellen NICHT festgestellt… ALSO der BIORESONANZ-Test IST eine REINE GELDSCHNEIDEREI und sachlich kommt NUR BLÖDSINN raus, sparen SIE sich hier Ihr Geld!
Wenn Sie ernstlich eine Unverträglichkeit ausschließen möchten, dann lassen Sie beim Großlabor Laboklin einen Nahrungsmittelallergen Test machen, hier werden gängige Proteinquellen getestet und Milchprodukte und Getreide … ebenso können Sie zusätzlich erweiterte Proteinquellen noch testen lassen, dann sind Sie auf der sicheren Seite… wobei zur Interpretation des Test Erfahrung von Vorteil ist, da manche Testungen nicht ganz eindeutig sind.. so dass man, wenn möglich, immer auf die Nahrungsbestsandteile ausweichen sollte, die sich eindeutig haben testen lassen, das zeigt meine Jahrelange Erfahrung also NUR Nahrungsmittel verwenden, wo beide getesteten RKs bei Null liegen!
Thema Getreide
Wie bereits erwähnt halte ich seit guten 40 Jahren immer mehrere Hunde zeitgleich, dazu bin ich mit Hunden unterschiedlicher Rassen aufgewachsen… vom Dackel bis zur Dogge…All unsere Hunde wurden bislang mit Getreide gefüttert und waren dabei KERNGESUND und ALLE wurden steinalt, also ich greife neben meiner nachweislich akademischen, fachlichen hohen Kompetenz auf reichlich Erfahrung zurück mit VIELEN Hunden und verkaufe NUR mein WISSEN und betreibe KEINEN Online Shop mit Barfprodukten !
Dazu ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen - durch eine groß angelegte Studie an einer namhaften, renommierten schwedischen Tieruniversitätsklinik – dass Hunde Enzyme zur Kohlenhydratverdauung haben ganz im Gegensatz zum Wolf, dem diese Enzyme fehlen.
Die „BARF-LIGA“ weiß selbstverständlich ALLES besser, besser als international führende Forschungszentren und verharrt wie jeder Dogmatiker auf Ihrem blödsinnigen .. leider insbesondere bei Erkrankungen SEHR häufig lebensgefährlichen….Standpunkt mit dem Wolfsgerede.
Gerade vor knappen 2 Wochen ergab sich mit Professor Neiger- ehemals Chef der Inneren Abteilung in der veterinärmedizinischen Uni Klinik in Gießen, jetzt in der renommierten Tierklinik in Hofheim tätig - ein hochinteressantes Gespräch bezüglich Getreide in der Hundefütterung… Auch er kann den Unfug bzw. die Werbung mit glutenfrei sei wichtig in der gesunden Fütterung und getreidefrei sollte gesundes Futter sein…schon nicht mehr hören, weil DAS definitiv nicht stimmt! Er sieht dies ebenso wie ICH als überwiegendes Verkaufs- Argument für die Futtermittelindustrie und als Verkaufs-Argument für BARFPRODUKTE.
Am Ende möchte ich mich noch mal bei all meinen Kunden für das mir entgegengebrachte Vertrauen auch für das Jahr 2017 bedanken.
Möchte von einem zum Jahresende mich berührenden Fallbeispiel aus meiner Beratung berichten- hier hat sich nicht nur die Besitzerin über das Ergebnis mit mir sehr gefreut, sondern auch ich mich über Ihre liebenswerten Zeilen im Dezember 2017.
Hündin mit CNI (chronischer Niereninsuffizienz)
„Liebe Frau Behling,
auf diese Weise möchten Wir uns bei Ihnen bedanken, dass Sie trotz Urlaubs uns im Sommer mit unserem Hund Emma geholfen haben. Heute können wir sagen, dass wir unsere alte Emma wieder haben und dass wir die schwere Zeit überstanden haben. Ich bin mir sicher, ohne Ihre Hilfe, hätten wir es nicht geschafft, da wir mit der neuen Situation überfordert waren. Zwischenzeitlich hat sich alles gut eingespielt und unsere Emma ist wieder VOLLER Lebensfreude. Dies macht uns glücklich! Herzlichste Ihre Simone M. mit Emma“
Inzwischen ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz, Österreich, Belgien, Niederlanden und bis hin nach Luxemburg bekannt, dass insbesondere Nierenerkrankungen und alle Formen von Steinerkrankungen bis hin zu den ganz schwierigen Mischformen von Steinerkrankungen meine „absolute Spezialität sind“. Ich gelte als Geheimtipp, wenn bislang alle Versuche von im 5 Tage Seminar also im Schnellverfahren quasi über Nacht zum Spezialwissen gelangt „qualifizierten“ Ernährungsberatern sowie von Tierheilpraktikern mit ebenso gefährlichen Laienwissen in puncto Ernährung im Krankheitsfall bis hin von fachtierärztlichen Ernährungsberatern selbst in großen Kliniken mit Ihren computergesteuerten Programmen der Bedarfsberechnung NICHT den gewünschten ERFOLG bringen. NICHT den gewünschten ERFOLG bedeutet im Fall von chronischer Niereninsuffizienz (CNI) die Nierenwerte (Kreatinin + Harnstoff) bewegen sich NUR ganz GERING nach unten oder gar nicht und NICHT den gewünschten ERFOLG bedeutet im Fall von Steinerkrankungen (Struvit, Calciumoxalat, Urat, Cystin) Grieß + Kristalle sind bei der Urinkontrolle immer noch vorhanden und Steine, wie Struvite und Urate, die sich mit GEEIGNETER DIÄT auflösen lassen, bestehen häufig weiter. Bei Cystin und Calciumoxalat muss man wissen, dass diese beiden Sorten sich in der Regel diätetisch NICHT auflösen lassen, d.h. erst mal operativ entfernt werden müssen. Dazu sollte man sollte wissen, dass gerade diese beiden Steinsorten SEHR stark also NOCH mehr als Urat und Struvit rezidivieren, also bedeutet hier der NICHT gewünschte ERFOLG: die OP ist gelungen, die Steine konnten entfernt werden aber angesichts eingangs erwähnter unzureichender diätetischer Maßnahmen kommt es binnen weniger Monate oder sogar nur Wochen zur erneuten Steinbildung.
Ich habe vermehrt Klienten, die „dieses traurige Spiel“ teilweise ein zweites Mal bis hin zum dritten Mal durchhaben und sich dann in Ihrer Verzweiflung an mich gewendet haben, und es anfangs kaum glauben können, nachdem was SIE LEIDER erlebt haben, dass es NUR an der geeigneten DIÄT gefehlt hat. Hier kann ich VOLLER STOLZ berichten, dass ich bislang in all den Jahren meiner Ernährungsberatung bei meinen Steinpatienten KEINEN THERAPIEVERSAGER hatte bis auf einen einzigen besonders traurigen Fall, wo selbst in einer renommierten Tierklink die zugrunde liegende massive Blaseninfektion bei dem Hund namens Quert mit Struvit aufgrund von Resistenzen gegen alle gängigen Antibiotika NICHT behandelbar war.
Was sich zunehmend an Krankheitsfällen häuft sind nicht nur wie in den vergangen Jahren Mischformen von Steinen, die NICHT mit kommerziellen Diäten behandelbar sind und ein großes KNOW HOW voraussetzen, damit die diätetischen Maßnahmen zu Erfolg führen. Spätestens HIER .. mit diesen schon im Anfang sich schwierig darstellenden Fällen…..kommen VIELE gottseidank SEHR häufig GLEICH zu mir! Auch hier hatte ich NOCH NIE einen einzigen Therapieversager! …..es sind zunehmend mehr Klienten, deren Hunde mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben wie CNI +Pankreaserkrankung, CNI + multiple Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Leishmanoise +CNI +Pankreaserkrankung, etc.
Aus meiner nunmehr langjährigen Erfahrung möchte ich gern noch mal meine Leser sensibilisieren:
Sind Sie skeptisch, wenn schon primär die Person, die die Ernährungsberatung anbietet, „praktischerweise“ dazu noch einen online Shop unterhält, damit Sie im Zug der Beratung sich mit BARF Artikeln vom Fleisch bis hin zu den ganzen „wichtigen“ Zusätzen eindecken können bzw. sollten! Hinterfragen Sie kritisch, WER hiervon am meisten profitiert, der Interessenkonflikt liegt hier „offen auf der Hand“.
Ich betreibe keinen Shop. Ich biete Ihnen ausschließlich meine nunmehr 40 jährige Erfahrung in der Fütterung an, also mein SEHR langjährig erprobtes Wissen! Meine Ernährungsberatung basiert einzig und allein auf meinen fachlich höchst fundierten akademischen Wissen bzw. Spezialwissen mit 40 Jahren ERFAHRUNG in der Ernährung von Hunden, insbesondere auch in der Ernährung von kranken Hunden. Ich biete mein qualifiziertes Wissen an, indem ich Pläne ausarbeite zum Selbstkochen, d.h. SIE kaufen dort ein, wo SIE VERTRAUEN haben, ob beim Metzger Ihres Vertrauens, im BIO LADEN bzw. wo immer Sie es möchten. Dazu verwende ich fast ausschließlich hochwertige Präparate aus dem HUMANBEREICH in meinen Ernährungsplänen. Hier kommt MEINEN KUNDEN die Tatsache zu Gute, dass ich eine langjährig, berufserfahrene Apothekerin bin und daher über sehr breit gefächerte Kenntnisse verfüge in puncto Wirkstoffen, Wirksamkeit, Gegenanzeigen, Kontraindikationen, Bioverfügbarkeiten von Wirkstoffen. Sinnvolle und wichtige Nahrungsergänzungen müssen gezielt im Rahmen der Erstellung von Diätplänen kranker Hund eingesetzt werden, Nahrungsergänzungen finden auch Anwendung zur gezielten Unterstützung des Immunsystems bei bestimmten Erkrankungen oder können berücksichtigt werden auf Wunsch in Absprache mit meinen Kunden.
Ganz wichtig ist mir auch zum widerholten Mal darauf dringlich hinzuweisen: Lassen Sie vom ersten Lebensjahr an immer 1 mal pro Jahr ein geriatrisches Profil über ein Großlabor machen und warten Sie BITTE NICHT bis durch einen Zufallsbefund wie beispielsweise eine OP ein Labor erstellt wird. Dazu, wenn das Kreatin erhöht ist, nehmen Sie dies ernst und lassen zur Sicherheit nicht nur den SDMA Wert bestimmen, sondern den Inulin Test machen, der Ihnen SICHER zeigt, ob die Niere bereits geschädigt ist, was zu über 95% bei erhöhtem Kreatinin der Fall!
Möglicherweise habe ich mit dem vielen Text meine Leser etwas strapaziert- aber mir liegt daran, dass Sie als Leser Zusammenhänge verstehen können und Notwendigkeiten und kein „teures Lehrgeld“ mit Ihrem Hund bezahlen müssen, vielleicht erst einen Hund verlieren müssen!
Mit besten Wünschen an meine Hundefreunde
Gabriela Behling, 20.2.2018
Rückblick zum Jahr 2016
Wie jedes Jahr möchte ich mich bei all meinen deutschen Kunden für das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Danke auch an meine deutschsprachigen Kunden in Österreich, in der Schweiz und inzwischen auch in den Niederlanden und in Belgien. Zu meinem Hauptklientel zählen nach wie vor kranke Hunde, insbesondere ein sehr hoher Anteil mit Nierenerkrankungen (mit zunehmender Tendenz Hunde zwischen 2-4 Jahren) und Steinerkrankungen wie schon in den Vorjahren, dazu Lebererkrankungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien. Rund um das Thema Nierenerkrankungen und Steinerkrankungen hat sich in den letzten 2-3 Jahren herauskristallisiert, dass ich für viele sozusagen der “letzte Rettungsanker“ bin. Ich freue mich mit meinen Kunden, dass bislang ALLE Hunde von meiner diätetischen Beratung profitiert haben. …..sei es mit Maßnahmen, die das Leben eines kranken bis schwerkranken Hundes auf lebenswerte Weise bei fortgeschrittener CNI in Abhängigkeit von den Nierenausgangswerten deutlich und somit über Jahre verlängern oder einfach noch schöne gemeinsame Monate schenken, die keiner der Hundebesitzer missen möchte. Bei einer leichten CNI bzw. einer nachweislich Nierenschwäche (CNI ist immer eine irreversible Erkrankung) blicke ich inzwischen mit den betroffenen Hundebesitzern (habe eine Datenbank nur für CNI erkrankte Hunde angelegt) auf einen Zeitraum von inzwischen fast 9 Jahren zurück. Die erkrankten Hunde haben je nach Ausgangssituation der CNI dank der von mir eiweißbilanzierten Diät nicht nur Lebensfreude, sondern haben zum großen Teil eine Lebenserwartung wie ein gesunder Hund. Im Fall von Steinerkrankungen sind bislang selbst schwierigste Fälle unter meiner maßgeschneiderten Diät , d.h. genau auf die Steinsorte bzw. noch schwieriger auf Mischformen zugeschnitten, steinfrei geworden bei Steinsorten, die sich mit geeigneter Diät auflösen können. Bei Steinsorten, die man nicht auflösen kann und die ab einer bestimmten Größe dann operativ entfernt werden müssen wie Calciumoxalate und Cystin, die aber in höchstem Maß wie die Oxalate bzw. bei Cystin immer zu Rezidiven führen, konnte ich erreichen , dass es unter den von mir ausgearbeiteten Diäten keinen einzigen Therapieversager gab, d.h. ALLE blieben steinfrei. Zu den meisten meiner Kunden habe ich dauerhaft Kontakt und bekomme in von mir definierten Abständen immer die tierärztlichen Kontrollbefunde. Das ist mir sehr wichtig, denn hieraus ersehe ich den Erfolg meiner Beratung. Vereinzelte Tierärzte nehmen mit mir Rücksprache bei der Auswahl notwendiger medikamentöser Maßnahmen „zum Zeitpunkt X“, um nach Möglichkeit die Medikamente mit meiner Hilfe so zu wählen, dass die Nieren nicht zusätzlich geschädigt werden. Dies betrifft in erster Linie Antibiotika und Schmerzmittel. Hier würde ich mir mehr Rücksprache wünschen im Interesse der CNI Hunde. Zum Schluss zum Thema CNI ein dringlicher Rat: Nehmen Sie als Hundebesitzer ab dem ersten Lebensjahr und dann jedes Jahr die Chance der Früherkennung wahr in Form der Bestimmung des SDMA Wertes. Mein Rat wäre zusätzlich zum SDMA Wert, immer noch ein geriatrisches Profil zu veranlassen, denn damit können Sie in jedem Fall eine mögliche Erkrankung wirklich frühzeitig erkennen und haben dann SEHR gute Möglichkeiten im Fall von CNI zeitnah diätetisch gegenzusteuern. Bei CNI gibt es nur die Möglichkeit der Entlastung des geschädigten Organs mit Hilfe einer lebenslangen eiweißbilanzierten Diät. Meine langjährige Erfahrung bei CNI Hunden zeigt, dass hier in sehr vielen Fällen die Hunde „so viel Zeit gewinnen“, dass sie eine normale Lebenserwartung haben und das gilt es in jedem Fall zu nutzen. In meinem Buch „Frisches Futter für ein langes Hundeleben“ erschienen im Kynos Verlag habe ich (S.24) auf die medizinisch belegte Tatsache hingewiesen,“ dass Nierenerkrankungen nicht nur zu den häufigsten Erkrankungen der Hundesenioren gehören, sondern das das Nierenversagen mit die häufigste Todesursache aller Hunderassen bei Hundesenioren ab 7 Jahren darstellt.“ vgl. Prof. Hans G. Niemand und Prof. Peter Suter im großen Lehrbuch für Fachtierärzte „Praktikum der Hundeklinik“, Stuttgart, 9.Auflage 2004. Die Häufigkeit an CNI erkrankten Hunden bestätigt sich seit Jahren in meiner Ernährungsberatung.
Was mich auch erfreut ist, dass mein Klientel mit gesunden Hunden zugenommen hat. Viele wollen primär Schaden durch fehlerhafte Fütterung abwenden und nicht erst abwarten „bis das Kind in den Brunnen gefallen ist“. Folgedessen erstelle ich immer mehr Pläne für Welpenkäufer, damit schon der Welpe optimal und ausgewogen ernährt wird. Bei Welpen, die grundsätzlich erst mal bis zum Junghund 4 Mahlzeiten pro Tag benötigen, arbeite ich die Pläne so aus, dass 2 Fütterungen mit einem geeigneten (je nach Rasse und zu erwartendem Gewicht) Trockenfutter erstellt sind und 2 Mahlzeiten -u.a. die abendlichen Hauptmahlzeiten- immer frisch zubereitet werden. Dazu gibt es mehrere Rezepte u.a. auch einige Rezepte zum auf Vorratkochen. Bei der Wahl der Proteinquellen ist es SEHR wichtig, sich beim Welpen und Junghund auf gängige zu beschränken wie Rind, Lamm, Huhn und Pute, damit man für den Fall der Nahrungsmittelallergie „nicht wichtige Munition bereits verschossen“ hat. Hierzu muss man wissen, dass das Immunsystem des Hundes erst mit 12-14 Monaten voll entwickelt ist, und sich Allergien erst entwickeln können, wenn das Immunsystem entwickelt ist. Somit hätte man im Fall einer dann auftretenden Nahrungsmittelallergie hinreichend Möglichkeiten mit noch nicht gefütterten Proteinquellen…das ist SEHR wichtig! Seit einiger Zeit habe ich erfreulicherweise auch „gut Fuß gefasst“ in der Windhundeszene. Windhunde sind zum Teil von der Fütterung eine Herausforderung, was die Akzeptanz des Futters anbelangt. Unter den Windhunden finden sich häufiger „mäkelige Fresser“ als bei viele anderen Rassen. Auch erfreuen sich inzwischen einige meiner Windhundebesitzer mit Ihren Rennhunden an meinen Plänen und stellen nach kurzer Zeit fest, dass Ihre Rennhunde fitter sind und besser laufen mit meinen kohlenhydratbetonten Plänen. Für mich ist dies keine neue Erkenntnis beim Ausdauerleistungsport. In der Sportmedizin wird das seit Jahren bei Ausdauersportarten mit großem Erfolg praktiziert, denn kohlenhydratbetontes Essen steigert die sportliche Leistung - beispielsweise bei der deutschen Fußball Nationalmannschaft…..hier gibt es über einen großen Trainingszeitraum täglich Nudelgerichte. Was ich damit sagen möchte ist, dass eine ausgewogene, gesunde Fütterung für den gesunden Hund in jedem Fall ausreichend Kohlenhydrate braucht nicht nur in Form von Gemüse, sondern stärkehaltige und auch getreidehaltige Nahrungsmittel unverzichtbar sind. Der „ewige Hund-Wolf-Vergleich“ ist hinreichend wissenschaftlich belegt wiederlegt. Es ist bekannt… hier wird meine inzwischen fast 40jährige Erfahrung bestätigt….dass die notwendigen Enzyme zur Stärkeverdauung beim Hund in deutlich höheren Konzentrationen vorkommen als beim Wolf. Hunde können Kohlenhydrate also wesentlich besser verwerten als Wölfe. Hunde sind Allesfresser im Gegensatz zur Katze, die ein reiner Fleischfresser ist.
Kohlenhydrate sind nicht nur gesund, sondern sind Nervennahrung! Hier kommt das Glückshormon Serotonin ins Spiel. Beim Mensch wie beim Hund führt ein hoher Serotonin Spiegel zu mehr Ruhe und Gelassenheit. Beim Hund wirkt sich dies positiv auf Angstverhalten und Aggressionsverhalten aus. Serotonin kann man nicht direkt über die Nahrung aufnehmen. Es wird im Gehirn produziert. Dafür benötigt das Gehirn die Aminosäure Tryptophan. Bei der Fütterung von proteinbetonter Nahrung konkurriert Tryptophan mit anderen Aminosäuren an der Blut-Hirn-Schranke. Je stärker der Andrang der verschiedenen Aminosäuren an dieser Schranke ist, desto weniger Tryptophan gelangt ins Gehirn. Ist die Kohlenhydratzufuhr höher, so wird der Konkurrenzkampf an der Blut-Hirn-Schranke geringer und es kann mehr Tryptophan ins Gehirn dringen, um dort in Serotonin umgewandelt zu werden. Folglich unterstützen Kohlenhydrate die Produktion des Glückshormons Serotonin im Gehirn. Vor 2 Jahren hatte ich eine Kundin mit einem nervös, aggressiven Hund – Kundin bei Dr. Gansloser, der der Kunden geraten hat, die Fütterung in puncto Proteine deutlich zu reduzieren und den Anteil an stärkehaltigen Kohlenhydraten zu erhöhen, dazu Nahrungsquellen mit höherem Tryptophan Gehalt im Plan zu berücksichtigen. Hier habe ich die Fütterung zum einen vom Barfen auf die Zufuhr von mehr Kohlenhydraten umgestellt, dazu Nahrungsquellen mit höheren Tryptophan Gehalt eingebaut. Was nach meiner Meinung gleichermaßen auch wichtig war ist, dass die Hündin anstatt 1 mal pro Tag wie bis dato praktiziert fortan 3 mal pro Tag gefüttert wurde. Alle Maßnahmen führten zum Erfolg und das Verhalten hat sich deutlich verbessert nach Auskunft der Besitzerin.
Für ALLE, denen die Gesundheit Ihres Hundes am Herzen liegt, kann ich nur raten: Lösen Sie sich von einer proteinbetonten Fütterung, Lassen Sie sich durch Industrie und Foren nicht suggerieren, dass Barfen mit 70-80% Fleischanteil oder eine rein kommerzielle Fütterung (lebenslang NUR Trockenfutter oder Dose) gesund sind! Nehmen Sie mit Selbstkochen das Zepter in die Hand…..am Selbstkochen verdient keiner…..nicht einmal ihr Tierarzt, denn die Hunde sind damit zu gesund. Beim Selbstkochen bestimmen Sie allein die Zutaten, somit haben Sie die Qualität des Futters in der Hand. Wenn Sie zum Selbstkochen mehr erfahren möchten, so kann ich Ihnen zum Kauf meines Buches raten, dass 2017 in die 3.Auflage gehen wird. Es ist beim Kynos Verlag erschienen mit dem Titel.“ Frisches Futter für ein langes Hundeleben“ Hier finden Sie ALLES rund um das Thema gesunde Ernährung und dazu noch zahlreiche Rezeptvorschläge. Eine Bekannte, die seit Jahren Afghanen hat, die zum Teil SEHR erfolgreich im Coursing sind, füttert seit Jahren ebenso wie ich es in meinem Buch empfehle. Als Sie mein Buch gelesen hatte war Sie so begeistert, dass Sie es schon zig Mal an Windhundefreunde verschenkt hat. Auch ein Golden Retriever Züchter aus Schleswig Holstein, der eine erstklassige Aufzucht und Prägung macht, also eine kleine, feine Vorzeigezuchtstätte hat, ist von meinem Buch überzeugt und es profitieren inzwischen nicht nur seine Hunde davon, sondern er hat sich entschlossen, dass Buch fortan ALLEN seinen Welpenkäufern zu schenken.
Notfall: Meldung heute, den 6.12.2016
Bitte schauen Sie genau hin, damit NICHT der gleiche möglicherweise tödliche Fehler bei Ihrem Hund gemacht wird. Nun zum Fall: der Hund ein Retriever kam Jahresanfang mit leicht erhöhtem Kreatin (Kreatinin von 1,5) Werten in meine Beratung. Ich habe eine CNI Diät ausgearbeitet und die Kontrollen der Nierenwerte in 3-4 monatigen Abständen waren sehr gut die Nierenwerte hatten sich nahezu auf den Normwert eingependelt. Der Rüde hatte jetzt vor wenigen Tagen eine Analdrüsenentzündung und wurde mit Kortison und einem Antibiotikum behandelt. Daraufhin fing er nach kürzester Zeit an stark zu erbrechen, worauf die Besitzer zum behandelnden Tierarzt gefahren sind. Hier wurde im Schnell Test Kreatinin gemessen von 555..also klinisch so gut wie tot. Den Besitzern wurde lediglich vorgeschlagen, den Hund gleich einzuschläfern. Die Besitzer sind in Ihrer Verzweiflung anschließend in eine Klinik gefahren auch hier wurde nichts Weiteres unternommen. In der Not wandten sich der Besitzer heute an mich ich habe geraten, sofort also heute noch mal die Nierenwerte kontrollieren zu lassen und zu veranlassen, dass der Rüde noch heute eine Infusion bekommt ebenso in den nächsten Tagen…wenn es NICHT zu spät ist …jeden Tag morgens und abends für 3-4 Tage Infusionen geben zu lassen. Das hätte seitens des VETs gleich veranlasst werden müssen. Dazu habe ich hinterfragt, welches Antibiotikum gegeben wurde, denn das Kortison macht den Nieren NICHTS. Es wurde ein Antibiotikum gegeben, was man bei CNI NICHT geben sollte! Man hätte es problemlos durch ein nierenfreundliches ersetzen können oder hätte noch besser wegen der CNI lokal behandelt. Das auf tierärztlichen Rat verabreichte Antibiotikum ist ein Antibiotikum aus der Stoffgruppe der Cephalosporine, was bei CNI und das ist höchst wahrscheinlich, da alle Kontrollen gut waren, eine Urämie auslösen kann und möglicherweise in diesem Fall ausgelöst hat.
Hier möchte ich allen Hundebesitzern mit an CNI erkrankten Hunden noch mal in Kurzform raten: Achten Sie selbst im Fall der Gabe eines Antibiotikums darauf, dass am besten ein Amoxicillin gegeben wird, das ist sehr wirksam und schadet nicht bei CNI. Wichtig ist hier auch eine zusätzliche Info zum Thema Einsatz von Antibiotika….Info von Prof. Nickel, den ich befragt habe, was zu tun ist bei wässrigem Durchfall oder gar schon leicht blutigem Durchfall…“hier sollte sofort in jedem Fall ein Amoxicillin gespritzt werden, damit es nicht durch aufsteigende Toxine zum Nierenversagen kommt. Aufsteigende Toxine bedeuten akute Lebensgefahr und enden sehr häufig im Nierenversagen! Also nicht zögern, sondern sofort antibiotisch mit Amoxi abdecken und das über circa 8 Tage.
Bei Schmerzen weichen Sie grundsätzlich bei CNI Hunden immer auf Novalgin aus und geben NIE Substanzen aus der Stoffgruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika(NSAR), was leider seitens vieler Vets nicht genügend beachtet wird. Gängige NSAR Präparate im VET Bereich sind Profenpräparate wie z.B. Rimadyl(=Ketoprofen)…oder Präparate aus der Stoffgruppe der COX 2 Hemmer. Im Fall von Arthrose Schmerzen gibt es beispielsweie in puncto Hüftbeschwerden sehr gute Erfolge mit Goldimplantaten. Ein befreundeter Professor der Psychiatrie bat mich wegen seines alten Labis um Rat, denn er hatte einen leicht erhöhten Kreatinin Wert. Zuerst riet ich sofort vom Barfen ab und zu einer Nierendiät mit dem Erfolg, dass der alte Hund nicht nur sichtbar agiler wurde, sondern sein Kreatinin Wert sich besserte. Dazu hatte der Labi arthrotische Beschwerden im Zehenbereich an einer Vorderpfote und schonte beim Laufen. Durch Goldimplantate war der alte Rüde bereits nach 2 Tagen wieder agiler nun ist ALLES schon 2 Jahre her und der Rüde erfreut sich selbst im hohem Alter noch an längeren Spaziergängen. Sicher „heilt ein Goldimplantat nicht ALLE Beschwerden“ aber solch eine Maßnahme hat in geeigneter Hand gute Chancen auf Erfolg und richtet weder an den Nieren noch an der Leber oder am Magen Schaden an.
Auch gibt es inzwischen ZAHNSTEINENTFERNEN OHNE NARKOSE mit ULTRASCHALL. Hier lohnt sich ALLE Mühe und auch Fahrtaufwand zu erkunden, wo Sie den nächsten Tierarzt bzw. eine geeignete Klinik finden, denn jede „noch so kurze Narkose“ ist und bleibt eine Narkose mit entsprechenden Risiko, insbesondere einem erhöhten Risiko für ältere Hunde oder kranke Hunde oder bestimmte Rassen.
Gabriela Behling, 6.12.2016
Rückblick zum Jahr 2014
Chronische Niereninsuffizienz(CNI) und Erkrankungen der ableitenden Harnwege, ob in Form von Steinen oder deren Vorstufen Grieß bzw. Kristallen bilden nach wie vor das Hauptklientel in meiner Ernährungsberatung.
Im Rückblick 2013 habe ich ausführlich über medizinische Grundlagen - geltende medizinische Lehrmeinung - und dem Zusammenhang von eiweißreicher/phosphatreicher Fütterung in erster Linie in Form vom BARFEN und CNI berichtet.
Welche Erhöhungen im Serum bzw. im Urin sind ein sicherer Hinweis auf eine CNI:
-Ein erhöhter – selbst leicht erhöhter - Kreatininwert weist auf geschädigte Nieren hin. Merke: Kreatinin steigt erst an, wenn mindestens 60-70% der Nierenfunktion irreversibel geschädigt ist!
-Eine erhöhte Eiweiß Ausscheidung im Urin (UPC Quotient / Eiweiß –Kreatinin - Quotient) bei einem im Normbereich liegenden Kreatinin im Serum ist ebenso ein sicherer Hinweis auf eine Nierenerkrankung.
Welche Erhöhungen im Serum können ein Hinweis auf eine CNI sein:
-Erhöhte Harnstoffwerte werden vor allem bei Nierenerkrankungen gemessen, können aber auch andere Ursachen haben wie z.B. fieberhafte Erkrankungen, Blutungen, Untergang von Gewebe bei Krebserkrankungen, Fasten, etc. Ebenso kann durch die Fütterung großer Eiweißmengen wie es z.B. beim Barfen praktiziert wird auch der Harnstoff im Serum ansteigen.
-Erhöhte Werte des anorganisches Phosphat beim erwachsen Hund (Junghunde haben immer ein leicht erhöhtes anorganisches Phosphat) können auf eine CNI im sehr frühen Stadium hinweisen.
Der Inulin Test ist sicher bei der Früherkennung einer CNI.
Laut Angaben der Hundebesitzer wurden im Jahr 2012 die CNI Hunde zu fast 90% gebarft und der Rest mit Trockenfutter gefüttert mit zu hohem Proteingehalt (mit einem über 25% Rohproteinanteil bezogen auf 100g). Im Jahr 2013 wurden fast 100% der erkrankten Hunde gebarft und im Jahr 2014 wurden 100% der an CNI erkrankten Hunde gebarft.
Auch im Jahr 2014 möchte ich mich bei meinen Kunden aus Deutschland, aus Österreich und inzwischen wachsender Kundschaft aus der Schweiz bedanken. Ferner bedanke ich mich herzlichst bei Herrn Professor Nickel aus der Dialyse Klinik für Hunde und Katzen in Hamburg Norderstedt für das entgegengebrachte Vertrauen in meine Kompetenz. Professor Nickel hat die Ergebnisse meiner Ernährungsberatung unter guter Beobachtung, denn die Hunde werden mit den Nierenwerten alle 3 - 4 Monate in seiner Klinik vorgestellt - die Ergebnisse sind mehr als zufrieden stellend. Seit nunmehr 4 Jahren schenkt er mir sein Vertrauen, wenn die Hundebesitzer für Ihren nierenkranken Hund bereit sind, selbst zu kochen und damit eine bessere Akzeptanz und mit Abwechslung mit der Fütterung erreichen. Erfreut bin ich auch darüber, dass er mir Jahresanfang 2013 per mail mitgeteilt hat, dass mein Ernährungsbuch („Frisches Futter für ein langes Hundeleben“ auf der Basis zum Selbstkochen) in der Ernährungsberatung in seiner Klinik inzwischen die Beratungsgrundlage darstellt für Hundebesitzer, die das Futter selbst zubereiten möchten.
Zur Ansicht 3 Fallbeispiele, deren Laborergebnisse mich gerade jetzt in den letzten Tagen erreichten
Fallbeispiel Dalmatiner über 6 Jahre alt:
Ausgangswert mit 1 ½ Jahren Kreatinin von 152 micromol/l (Referenzbereich: 35-106)
nach 4 Monate mit meiner strikten Diät Laborkontrolle: Kreatinin von 96micromol/l
seit über 4 Jahren bei den 4 monatigen Kontrollen Kreatinin immer zwischen 106 und 116micromol/l
Letzte Kontrolle November 2014 Kreatinin 97micromol/l.
Fallbeispiel: 7jähriger Golden Retriever
Ausgangswert Kreatinin Anfang 2010 von 144micromol/l (Refenzbereich:35-106) – dann 4 monatige Kontrollen
Seit 4 Jahren Kreatinin zwischen 116 – 109 micromol/l.
Letzte Kontrolle 10.12.2014 Kreatinin von 85,0micromol/l.
Bei diesen ersten beiden Fallbeispielen ist anhand der Verlaufskontrollen davon auszugehen, dass beide Hunde mit der strikten Diät mit großer Wahrscheinlich eine ganz normale Lebenserwartung haben werden. Alle 4 Monate erfolgen die Kontrollen beim Tierarzt bzw. in der Tierklinik. Diese Hundebesitzer stehen wie ALLE CNI Kunden mit mir dauerhaft in Kontakt, so dass ich alle Labore in meinen Unterlagen habe.
Fallbeispiel: 6 jähriger Molosser:
Ausgangswert Ende 2012 Kreatininwert von 238micromol/l (Referenzbereich:35-106),
unter striktem Diätplan von mir nach wenigen Wochen Kreatinin 197,8micromol/l
dann Kreatinin von 180,0micromol dann auf 151,0 micromol
letzte Kontrolle Dezember 2014 Kreatinin von 117,0 micromol
Auch dieser Molosser erfreut sich mit der Besitzerin seines Lebens. Mail der Besitzerin:“ Ich habe Ihnen die neuen Laborwerte von meinem Hund geschickt und wollte Ihnen nur noch liebe Grüße von Professor Nickel ausrichten. Er sagt, dass er es noch nie erlebt hat, dass ein Hund mit CNI so lange dermaßen stabile Werte hat“.
Beispiele in solcher Form mit besten Erfolgen habe ich seit Jahren vorzuweisen. Ich stehe mit meinen Kunden bei CNI lebenslang in Verbindung über die 4 monatigen Kontrollen und bin ebenso erreichbar für alle Fragen. Somit habe ich einen perfekten Überblick. Meine Kunden fühlen sich gut betreut und Kliniken und Tierärzte freuen sich über diese Ergebnisse mit den Hundebesitzern und mir.
Am 23.12.2014 erreichte mich folgende Mail aus München:
Mittelschnauzerhündin Emily 10,5 Jahre alt mit sehr fortgeschrittener CNI bei einem Kreatin über 8,00 - nach 1 Woche Infusionen in der Klinik gesunken auf 4,8. Auf Wunsch der Besitzerin habe ich für Emily eine strikte, schmackhafte Diät erstellt:
„ Liebe Frau Behling,
wir mussten Emily leider Samstag Nacht in den Hundehimmel gehen lassen. Es war die schwerste und traurigste Entscheidung meines Lebens, aber es ging leider nicht mehr…Ich bin noch immer ziemlich schockiert und konsterniert über das was passiert ist und einfach unfassbar traurig.
Aber ich wollte mich bei Ihnen noch einmal für alles bedanken, was Sie für uns und vor allem für Emily getan haben! Ohne Sie und Ihre Ratschläge, Unterstützung und Hilfe hätten wir Emily nicht noch 8 schöne Wochen und auch nochmal spielende und freudige weitere Wochen bereiten können!!! Dafür werde ich Ihnen ewig dankbar sein! Auch für all die liebevollen Gespräche, die Sie mit mir geführt hatten, bin ich Ihnen sehr dankbar!“
Zum Jahresanfang erreichte mich die Mail von einer Kundin aus dem Jahr 2009:
Foxterrier Amigo kam 2009 in meine Ernährungsberatung mit Struviten und Calciumoxalatsteinen, die operativ entfernt wurden in München. Die Stuvite waren nicht zu beseitigen und auch die Oxalate rezidivierten unter der diätetischen fachtierärztlichen Beratung in München. Dann wandte sich seine Familie quasi als letzte Instanz an mich. Unter strikter Einhaltung meines Diätplanes wurde Amigo wieder gesund und blieb es auch in den Folgejahren.
„Liebe Frau Behling!
Leider mussten wir uns im November 2014 von unserem Amigo verabschieden. Er wurde über 13 Jahre alt und dies auch nur dank Ihrer Hilfe bei seiner Ernährung. Wenn Sie sich erinnern – Sie haben uns 2009 geholfen bei seinen Struvitsteinen und Oxalatsteinen. Dank der Fütterung nach Ihren Vorgaben hat er über 5 Jahre lang keinen Rückfall bzgl. Blasensteinen bekommen. Er hatte nun einen sehr großen Milztumor und ist leider im November verstorben. Trotz unserer Trauer sind wir sehr dankbar, dass wir ihn so lange begleiten durften. Nochmals herzlichen Dank an Sie für Ihre Beratung und Unterstützung!!!“
Nur eine streng bilanzierte Nierendiät kann nachweislich das Leben der geliebten Vierbeiner verlängern bei guter Lebensqualität. Erfreulich ist, dass alle meine Kunden die von mir streng bilanzierten Nierendiäten – bei CNI eiweißbilanziert (für 3 Mahlzeiten täglich) exakt auf das Gewicht des jeweiligen Hundes, ebenso mit strenger Phosphorreduktion – optimal einhalten. Somit konnten WIR GEMEINSAM in Abhängigkeit vom Grad der Niereninsuffizienz ausgezeichnete Ergebnisse erzielen.
Ausdrücklich möchte ich an dieser Stelle betonen, dass es bei CNI, in den von mir erstellten umfangreichen Ernährungsplänen, nicht wie „anderswo“ praktiziert um Bedarfsberechnungen oder Rationsberechnungen geht, die nichts außer einer Verschlechterung der Nierenwerte bringen, weil Harnstoff, Kreatinin und anorganisches Phosphat „mit Hilfe bedarfsgerechter Fütterung“ ansteigen. Der „Bedarf“ richtet sich nach den Erfordernissen der Erkrankung. Hierzu gibt es in einem der führenden deutschsprachigen Fachlehrbücher für Tierärzte „Praktikum der Hundeklinik“ von Professor Niemand /Professor Suter klare Richtlinien der Berechnung der täglichen Eiweißzufuhr bei CNI und dies ist keine Bedarfsberechnung! Dieses Lehrbuch ist die Grundlage meiner Berechnung der täglichen Eiweißzufuhr.
Zusätzlich zu meinen fachlich fundierten Kenntnissen hilft mir insbesondere bei sehr schlecht fressenden Hunden, was bei CNI sehr häufig ist, meine über 40 jährige Erfahrung mit zahlreichen Hunden bezüglich der Frage, was mäkeligen oder kranken Hunden schmeckt, in der individuellen Gestaltung einer gesunden Ernährung wie auch bei strengen Diäten. Bei CNI muss man neben der Eiweißbilanzierung und der Phosphorreduktion u.a. immer auf den Kaliumwert achten, d.h. neben den genannten Nierenwerten muss Kalium auch alle 4 Monate kontrolliert werden, damit man einen Anstieg durch gezielte diätetische Maßnahmen verhindern kann bzw. umgehend senkt, bevor es zu weiteren gesundheitlichen Problemen kommt. Dazu wird der Ernährungsplan von mir überarbeitet, wenn notwendig bzw. im Vorfeld angepasst, wenn im Labor eine Kaliumerhöhung vorliegt. Im Rahmen der Laborkontrollen werden also nicht nur die genannten Nierenwerte und Kalium bestimmt, sondern ich empfehle auch die Bestimmung des Calciums und des Gesamteiweiß. Bei meiner Bilanzierung nach Niemand/Suter gibt es kein Defizit im Gesamteiweiß. Somit habe ich alle 4 Monate mit dem Arzt oder der Klinik gemeinsam mit dem Hundebesitzer eine wichtige Kontrolle über den Erfolg der Diät und meines im umfangreichen Ernährungsplan enthaltenen Gesamtkonzeptes mit Unterstützung durch Homöopathie, Nahrungsergänzung und gezielt angefertigte Teemischungen. Wichtig für potentielle Interessenten ist mir auch, dass Sie wissen, ich verkaufe keine Nahrungsergänzungsprodukte! In meinen Ernährungsplänen, die neben den diätetischen Maßnahmen (mehrere Rezepte mit Fleischanteil, vegetarische Rezepte, Vorschläge für Nebenmahlzeiten und Wässerungsvorschläge, damit ein kontrolliertes Wässern funktioniert) zusätzlich auch ein Gesamtkonzept umfassen mit unterstützender Homöopathie und Vitamin-Mineral-Spurenelementpräparaten(falls angebracht) verwende ich AUSSCHLIEßLICH erstklassige Präparate aus der Humanmedizin mit einer Zusammensetzung, die bei CNI wichtig und sinnvoll ist und niemals nachteilige Wirkung hat. In der Praxis (siehe oben „Schädigung durch Barfen“) beobachte ich mitunter, dass Nahrungsergänzungsprodukte aus der Veterinärmedizin oder nach Bedarfsberechnung „angefertigte Vitamin Mineral Mischungen“ mit verkauft werden, die bei CNI kontraproduktiv sind bzw. schädigend wirken. Beispiel: bei CNI MUSS eine Phosphorreduktion sein, d.h. es sollte demzufolge kein Produkt eingesetzt werden, mit dem ich Phosphor zuführe, was zwischendurch passiert - oder es wird Jod nach Bedarfsberechnung substituiert in Form von KALIUMJODID - hier schmerzt es den Pharmazeuten, denn JOD ist an KALIUM gebunden und schwebt nicht „im luftleeren Raum“ , damit führe ich also auch Kalium zu, wo ich Kalium vermeiden müsste, weil im Labor eine Kaliumerhöhung vorliegt. Entweder kenne ich in diesen Fällen das Labor nicht bzw. fordere es nicht an, was für mich nicht akzeptabel ist oder ich besitze keinerlei Kenntnisse in Chemie, dann weiß ich in diesem Fall nicht, was ich zusätzlich zum Barfen tue und „noch“ anrichte. Das zu meinen CNI Patienten.
Auch bei den Steinerkrankungen führen nur drastische diätetische Maßnahmen zum Erfolg. Dauerhaft werden die Steinpatienten auch in der Fütterung umgestellt, damit es nicht zu Rezidiven kommt. Steinpatienten erhalten immer einen 2 Stufen Plan – erste Stufe über 10 -12 Wochen strengste Diät - zweite Stufe diätetische Maßnahmen etwas aufgelockert dann zur dauerhaften Fütterung.
Neben der hohen Anzahl nierenkranker Hunde, erziele ich auch bei den für die meisten Tierärzte undankbaren Patienten mit immer wiederkehrenden Durchfällen beträchtlich Erfolge durch extreme Ernährungsumstellung(Darm pH muss ins saure Milieu kommen und bleiben über Ernährung und Zusätze) und einem sehr ausgefeilten Plan mit diversen Nahrungsergänzungszusätzen (nicht wie üblich mit Präparaten auf E.coli Basis) zum Aufbau der Darmflora aus dem Humanbereich. Diese Nahrungsergänzungspräparate aus dem Humanbereich kann ich jedoch nur bei Hunden ab und über 20kg Gewicht in vollem Umfang einsetzen. Neben der hohen Anzahl kranker Hunde erfreuen sich auch Hundebesitzer mit gesunden Hunden an meinen abwechslungsreichen, schmackhaften Rezepten. Dankbar werden im Rahmen des Ernährungsplans u.a. meine Vorschläge angenommen, wenn es um Darmparasiten Prophylaxe geht, denn ich habe „wirksame & natürliche“ Präparate und zusätzliche Nahrungsergänzungsprodukte in meinem Erfahrungsschatz. Diese Prophylaxe hat sich bestens bewährt - die Kotproben waren danach beim Tierarzt untersucht immer frei von Parasiten. Somit zeigt sich auch hier objektiv der Erfolg der ergriffenen Maßnahmen.
Wie zeigen sich die diätetischen Erfolge bei CNI und bei Steinpatienten?
Subjektiv freuen sich die Hundebesitzer über den Erfolg meiner Diät , wobei Ihre Hunde vermehrt Vitalität zeigen, ein gutes Fressverhalten wieder an den Tag legen, was bei Niereninsuffizienz häufig stark beeinträchtigt ist durch die für die Erkrankung typischen Übelkeiten bis hin zum Erbrechen hervorgerufen durch die für CNI typischen Übersäuerungen. Objektiv und damit nachweisbar zeigen sich die Erfolge für Alle Beteiligen - Tierärzte, Tierkliniken, Besitzer und für mich - über ein verbessertes Labor bei den Nierenparametern wie Harnstoff, Kreatinin, etc.
Bei den Steinpatienten zeigen sich die Erfolge, indem sie keinerlei Rezidive mehr haben und der Urin frei ist von Kristallen.
Barfen bei CNI ist der sichere TOD - Barfen bei Steinerkrankungen endet in der CNI
Wer bei einem Hund mit CNI oder einer Steinerkrankung bei Barf-Foren oder Tierheilpraktikern, die zum Barfen raten, Hilfe sucht, kann sicher sein, dass man ihm „hilft“, indem man den Hund mit CNI schnell und sicher umbringt und bei Steinerkrankungen dauert es bis zum Nierenschaden etwas länger, aber der Schaden ist mit BARFEN gewiss. Medizinische Fakten sind ebenso wie wissenschaftliche Erkenntnisse unverrückbar und es “gibt keinen Interpretationsspielraum“. Bei CNI kann nur eine streng bilanzierte Diät das Leben verlängern …ja sogar um mehrere Jahre. Bei einer leichten Form der juvenilen Nephropathie und rechtzeitiger Diagnose mit dem Inulin Test haben die nierenkranken Hunde mit strenger Diät eine nahezu normale Lebenserwartung.
Ohne Diät kommt es schneller zur Verschlechterung und endet in der Urämie, dem Nierenversagen - einem grausamen Tod. Wichtig ist mir für Sie als Besitzer eines CNI Hundes ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass auch, wenn ich kein Freund von konventionellem Futter bin, Sie als Hundebesitzer im Fall von CNI besser als zu Barfen oder sich eine Bedarfsberechnung für teuer Geld mit Nahrungsergänzung - hauseigen gefertigt – auf jedes geeignete konventionelle Futter zurückgreifen sollten, ob von Royal Canin - von Vet Concept oder am besten von Hills als K/d besser noch U/d, da im U/d Trockenfutter das Rohprotein bei bei 10% liegt mit geringen Phosphoranteil alles mit hochwertigem Eiweiß. Damit entlasten Sie die Nieren Ihres Hundes optimal und können die Verschlechterung hinauszögern - teilweise sogar mehrere Jahre gewinnen bis hin zu einer normalen Lebenserwartung in Abhängigkeit vom Ausgangswert siehe u.a. Fallbeispiele. Sollte Ihr Hund konventionelles Futter verweigern oder Sie möchten mehr Abwechslung in einer Diät, dann kann ich Ihnen zu einem Ernährungsplan mit Eiweißbilanzierung, etc. von mir raten. Bei Steinerkrankungen hilft auch nur eine speziell auf die Steinart abgestimmte strenge Diät - auch hier besser auf konventionelle Diätfuttersorten zurückgreifen und niemals Barfen oder eine Bedarfsberechnung im Sinne von Barfen - bringt Ihrem Hund anstatt Verbesserung nur Verschlechterung bis hin zur CNI.
Daher der dringliche Rat, primär nicht zu barfen und niemals bei Erkrankungen und gar niemals bei Erkrankungen der Nieren.
Fazit:
Was die Ernährung anbelangt, investieren Sie lieber etwas mehr Zeit und kochen für Ihren Hund. Sie können auf Vorrate kochen und so den täglichen Aufwand stark reduzieren. Die Gesundheit bzw. die Möglichkeit der Lebensverlängerung beim CNI Hund Ihres vierbeinigen Lieblings wird es Ihnen danken. Wenn Sie kein konventionelles Futter geben möchten, was bei CNI geeignet ist und auch gut hilft, häufig jedoch wegen des Geschmackes und fehlender Abwechslung von den erkrankten Hunden nicht gern gefressen bzw. nach kürzerer Zeit verweigert wird, kann ich Ihnen meine Hilfe gern anbieten. Wenn Sie ausführliche Informationen zum gesunden Selbstkochen mit einfacher Berechnung, zahlreichen Rezepten mit Fleischgerichten und super leckeren vegetarischen Gerichten, abwechslungsreiche Rezepte für Nebenmahlzeiten und noch vieles mehr zum Thema Selbstkochen wissen wollen auch mit geeigneten Nahrungsergänzungen, dann kann ich Ihnen mein Buch empfehlen mit dem Titel:“Frisches Futter für ein langes Hundeleben“ im Kynos Verlag. Es ist 2012 in der 2. Auflage erschienen mit einigen kleinen Ergänzungen wie beispielsweise, ab welcher Menge Knoblauch toxisch ist - 2015 ist die 3. Auflage geplant.
Gabriela Behling Januar 2015
Aktuell Stand November 2013
Vorweg in „schwarz“ ein Rückblick zum Jahr 2013
Danach – teilweise in „rot“ im Rückblick 2013 enthalten – alles Wichtige zum Thema chronische Niereninsuffizienz(CNI)
-welche Laborwerte weisen zu über 90% auf geschädigte Nieren hin, welcher Test ist sicher bei der Früherkennung einer CNI
- was kann sich als Hinweis einer geschädigten Niere im Urin zeigen
- immer wiederkehrende Fehler bei der Ernährung und bei der Verwendung von Nahrungsergänzungsprodukten bei CNI
- welche Medikamente sind nicht nur potentiell, sondern generell ein „Problem“ für geschädigte Nieren, indem Sie das Fortschreiten der CNI beschleunigen bis hin zum Stadium der Urämie(dem Nierenversagen)
- also „Worauf ist Insgesamt“ zu achten, damit ich der Erkrankung CNI keinen Vorschub leiste.
Zuletzt in „blau“ die wichtige Rolle der Kohlenhydrate in der Hundeernährung und Bestätigung meiner jahrelang praktizierten Form der Ernährung durch Forschung eines schwedischen Genetiker Teams Ende Januar 2013 – veröffentlicht in der DOGS 03/ 2013 Aktuelle Studie „Doch kein Wolf“
Das Jahr 2013 ist noch nicht beendet und das Klientel an nierenkranken Hunden steigt. Betroffen sind Hunde aller Rassen und auch Mischlinge. Das Spektrum von nierenkranken Hunden zieht sich durch alle Altersklassen. Erschreckend ist die beträchtliche und wachsende Anzahl junger Hunde mit einem Alter von 1 bis 3 Jahren, die Anzahl der Hunde im mittleren Alter von 4 bis 7 Jahren wächst und die Anzahl der älteren nierenkranken Hunde ist unverändert hoch. Laut Angaben der Hundebesitzer wurden im Jahr 2012 die CNI Hunde zu fast 90% gebarft und der Rest mit Trockenfutter gefüttert mit zu hohem Proteingehalt (mit einem über 25% Rohproteinanteil bezogen auf 100g). Im Jahr 2013 wurden fast 100% der erkrankten Hunde gebarft.
Erfreulich ist, dass alle meine Kunden die von mir streng bilanzierten Nierendiäten – bei CNI eiweißbilanziert (für 3 Mahlzeiten täglich) exakt auf das Gewicht des jeweiligen Hundes, ebenso mit strenger Phosphorreduktion – optimal einhalten. Somit konnten WIR GEMEINSAM in Abhängigkeit vom Grad der Niereninsuffizienz ausgezeichnete Ergebnisse erzielen. Nur eine solch streng bilanzierte Nierendiät kann nachweislich das Leben der geliebten Vierbeiner verlängern bei guter Lebensqualität. Ausdrücklich möchte ich an dieser Stelle betonen, dass es bei CNI, in den von mir erstellten umfangreichen Ernährungsplänen, nicht wie „anderswo“ praktiziert um Bedarfsberechnungen oder Rationsberechnungen geht, die nichts außer einer Verschlechterung der Nierenwerte bringen, weil Harnstoff, Kreatinin und anorganisches Phosphat „mit Hilfe bedarfsgerechter Fütterung“ ansteigen. Der „Bedarf“ richtet sich nach den Erfordernissen der Erkrankung. Hierzu gibt es in einem der führenden deutschsprachigen Fachlehrbücher für Tierärzte „Praktikum der Hundeklinik“ von Professor Niemand /Professor Suter klare Richtlinien der Berechnung der täglichen Eiweißzufuhr bei CNI und dies ist keine Bedarfsberechnung! Dieses Lehrbuch ist die Grundlage meiner Berechnung der täglichen Eiweißzufuhr. Zusätzlich zu meinen fachlich fundierten Kenntnissen hilft mir insbesondere bei sehr schlecht fressenden Hunden, was bei CNI sehr häufig ist, meine über 40 jährige Erfahrung mit zahlreichen Hunden - wir halten seit Jahren zwischen 3 bis zu 7 Hunden - bezüglich der Frage, was mäkeligen oder kranken Hunden schmeckt, in der individuellen Gestaltung einer gesunden Ernährung wie auch bei strengen Diäten. Bei CNI muss man neben der Eiweißbilanzierung und der Phosphorreduktion u.a. immer auf den Kaliumwert achten, d.h. neben den genannten Nierenwerten muss Kalium auch alle 4 Monate kontrolliert werden, damit man einen Anstieg durch gezielte diätetische Maßnahmen verhindern kann bzw. umgehend senkt, bevor es zu weiteren gesundheitlichen Problemen kommt. Dazu wird der Ernährungsplan von mir überarbeitet, wenn notwendig bzw. im Vorfeld angepasst, wenn im Labor eine Kaliumerhöhung vorliegt. Im Rahmen der Laborkontrollen werden also nicht nur die genannten Nierenwerte und Kalium bestimmt, sondern ich empfehle auch die Bestimmung des Calciums und des Gesamteiweiß. Bei meiner Bilanzierung nach Niemand/Suter gibt es kein Defizit im Gesamteiweiß. Somit habe ich alle 4 Monate mit dem Arzt oder der Klinik gemeinsam mit dem Hundebesitzer eine wichtige Kontrolle über den Erfolg der Diät und meines im umfangreichen Ernährungsplan enthaltenen Gesamtkonzeptes mit Unterstützung durch Homöopathie, Nahrungsergänzung und gezielt angefertigte Teemischungen. Wichtig für potentielle Interessenten ist mir auch, dass Sie wissen, ich verkaufe keine Nahrungsergänzungsprodukte! In meinen Ernährungsplänen, die neben den diätetischen Maßnahmen (mehrere Rezepte mit Fleischanteil, vegetarische Rezepte, Vorschläge für Nebenmahlzeiten und Wässerungsvorschläge, damit ein kontrolliertes Wässern funktioniert) zusätzlich auch ein Gesamtkonzept umfassen mit unterstützender Homöopathie und Vitamin-Mineral-Spurenelementpräparaten(falls angebracht) verwende ich AUSSCHLIEßLICH erstklassige Präparate aus der Humanmedizin mit einer Zusammensetzung, die bei CNI wichtig und sinnvoll ist und niemals nachteilige Wirkung hat. In der Praxis (siehe oben „Schädigung durch Barfen“) beobachte ich mitunter, dass Nahrungsergänzungsprodukte aus der Veterinärmedizin oder nach Bedarfsberechnung „angefertigte Vitamin Mineral Mischungen“ mit verkauft werden, die bei CNI kontraproduktiv sind bzw. schädigend wirken. Beispiel: bei CNI MUSS eine Phosphorreduktion sein, d.h. es sollte demzufolge kein Produkt eingesetzt werden, mit dem ich Phosphor zuführe, was zwischendurch passiert - oder es wird Jod nach Bedarfsberechnung substituiert in Form von KALIUMJODID - hier schmerzt es den Pharmazeuten, denn JOD ist an KALIUM gebunden und schwebt nicht „im luftleeren Raum“ , damit führe ich also auch Kalium zu, wo ich Kalium vermeiden müsste, weil im Labor eine Kaliumerhöhung vorliegt. Entweder kenne ich in diesen Fällen das Labor nicht bzw. fordere es nicht an, was für mich nicht akzeptabel ist oder ich besitze keinerlei Kenntnisse in Chemie, dann weiß ich in diesem Fall nicht, was ich zusätzlich zum Barfen tue und „noch“ anrichte. Das zu meinen CNI Patienten. Auch bei den Steinerkrankungen führen nur drastische diätetische Maßnahmen zum Erfolg. Dauerhaft werden die Steinpatienten auch in der Fütterung umgestellt, damit es nicht zu Rezidiven kommt. Steinpatienten erhalten immer einen 2 Stufen Plan – erste Stufe über 10 -12 Wochen strengste Diät - zweite Stufe diätetische Maßnahmen etwas aufgelockert dann zur dauerhaften Fütterung. Neben der hohen Anzahl nierenkranker Hunde, erziele ich auch bei den für die meisten Tierärzte undankbaren Patienten mit immer wiederkehrenden Durchfällen beträchtlich Erfolge durch extreme Ernährungsumstellung(Darm pH muss ins saure Milieu kommen und bleiben über Ernährung und Zusätze) ) und einem sehr ausgefeilten Plan mit diversen Nahrungsergänzungszusätzen (nicht wie üblich mit Präparaten auf E.coli Basis) zum Aufbau der Darmflora aus dem Humanbereich. Diese Nahrungsergänzungspräparate aus dem Humanbereich kann ich jedoch nur bei Hunden ab und über 20kg Gewicht in vollem Umfang einsetzen. Neben der hohen Anzahl kranker Hunde erfreuen sich auch Hundebesitzer mit gesunden Hunden an meinen abwechslungsreichen, schmackhaften Rezepten. Dankbar werden im Rahmen des Ernährungsplans u.a. meine Vorschläge angenommen, wenn es um Darmparasiten Prophylaxe geht, denn ich habe „wirksame & natürliche“ Präparate und zusätzliche Nahrungsergänzungsprodukte in meinem Erfahrungsschatz. Diese Prophylaxe hat sich bestens bewährt - die Kotproben waren danach beim Tierarzt untersucht immer frei von Parasiten. Somit zeigt sich auch hier objektiv der Erfolg der ergriffenen Maßnahmen.
Zusammenfassend: Wie zeigen sich die diätetischen Erfolge bei CNI?
Subjektiv freuen sich die Hundebesitzer über den Erfolg meiner Diät , wobei Ihre Hunde vermehrt Vitalität zeigen, ein gutes Fressverhalten wieder an den Tag legen, was bei Niereninsuffizienz häufig stark beeinträchtigt ist durch die für die Erkrankung typischen Übelkeiten bis hin zum Erbrechen hervorgerufen durch die für CNI typischen Übersäuerungen. Objektiv und damit für Alle Beteiligen- Tierärzte, Tierkliniken, Besitzer und meine „Wenigkeit“) nachweislich zeigen sich parallel dazu die Ergebnisse über ein verbessertes Labor bei den Nierenparametern wie Harnstoff, Kreatinin, etc. Bei den Steinpatienten zeigen sich die Erfolge, indem sie keinerlei Rezidive mehr haben und der Urin frei ist von Kristallen.
Barfen bei CNI ist der sichere TOD - Barfen bei Steinerkrankungen endet in der CNI
Wer bei einem Hund mit CNI oder einer Steinerkrankung bei Barf-Foren oder Tierheilpraktikern, die zum Barfen raten, Hilfe sucht, kann sicher sein, dass man ihm „hilft“, indem man den Hund mit CNI schnell und sicher umbringt und bei Steinerkrankungen dauert es bis zum Nierenschaden etwas länger, aber der Schaden ist mit BARFEN gewiss. Medizinische Fakten sind ebenso wie wissenschaftliche Erkenntnisse unverrückbar und es “gibt keinen Interpretationsspielraum“. Bei CNI kann nur eine streng bilanzierte Diät das Leben verlängern …ja sogar um mehrere Jahre. Bei einer leichten Form der juvenilen Nephropathie und rechtzeitiger Diagnose mit dem Inulin Test haben die nierenkranken Hunde mit strenger Diät eine nahezu normale Lebenserwartung - ohne Diät kommt es schneller zur Verschlechterung und endet in der Urämie, dem Nierenversagen - einem grausamen Tod. Wichtig ist mir für Sie als Besitzer eines CNI Hundes ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass auch, wenn ich kein Freund von konventionellem Futter bin, Sie als Hundebesitzer im Fall von CNI besser als zu Barfen oder sich eine Bedarfsberechnung für teuer Geld mit Nahrungsergänzung - hauseigen gefertigt – auf jedes geeignete konventionelle Futter zurückgreifen sollten, ob von Royal Canin - von Vet Concept oder am besten von Hills als K/d besser noch U/d, da im U/d Trockenfutter das Rohprotein bei knapp unter 7% liegt mit geringen Phosphoranteil alles mit hochwertigem Eiweiß. Damit entlasten Sie die Nieren Ihres Hundes optimal und können die Verschlechterung hinauszögern - teilweise sogar mehrere Jahre gewinnen bis hin zu einer normalen Lebenserwartung in Abhängigkeit vom Ausgangswert siehe u.a. Fallbeispiele. Sollte Ihr Hund konventionelles Futter verweigern oder Sie möchten mehr Abwechslung in einer Diät, dann kann ich Ihnen zu einem Ernährungsplan mit Eiweißbilanzierung, etc. von mir raten. Bei Steinerkrankungen hilft auch nur eine speziell auf die Steinart abgestimmte strenge Diät - auch hier besser auf konventionelle Diätfuttersorten zurückgreifen und niemals Barfen oder eine Bedarfsberechnung im Sinne von Barfen - bringt Ihrem Hund anstatt Verbesserung nur Verschlechterung bis hin zur CNI. Ich hatte einen besonders schwierigen Fall mit Cystin Steinen in meiner Beratung - Hund wurde gebarft, dreimal innerhalb von knapp 2 Jahren operiert wegen der Steine, weil wiederholt gebarft. Nun ist dieser Hund seit über 4 Jahren mit meinem Plan das erste Mal steinfrei!!! Denken Sie daran: Kommt es zu wiederholten Steinerkrankungen, ist der Schaden der Nieren absolut gewiss und ALLES nimmt den gleichen tödlichen Ausgang wie bei CNI.
Daher der dringliche Rat, primär nicht zu barfen und niemals bei Erkrankungen und gar niemals bei Erkrankungen der Nieren.
Auch im Jahr 2013 möchte ich mich bedanken bei meinen Kunden aus Deutschland, aus Österreich und inzwischen wachsender Kundschaft aus der Schweiz. Ferner bedanke ich mich herzlichst bei Herrn Professor Nickel aus der Dialyse Klinik für Hunde und Katzen in Hamburg, für das entgegengebrachte Vertrauen in meine Kompetenz. Professor Nickel hat die Ergebnisse meiner Ernährungsberatung unter guter Beobachtung, denn die Hunde werden mit den Nierenwerten alle 3 - 4 Monate in seiner Klinik vorgestellt - die Ergebnisse sind mehr als zufrieden stellend. Seit nunmehr fast 3 Jahren schenkt er mir sein Vertrauen, wenn die Hundebesitzer für Ihren nierenkranken Hund bereit sind, selbst zu kochen und damit eine bessere Akzeptanz mit der Fütterung erreichen. Bedanken möchte ich mich auch bei Frau Dr. Stengel - der Leiterin der Inneren Abteilung in der Tierklinik Hofheim - für Ihr Vertrauen in meine Arbeit.
3 Fallbeispiele - Verlauf seit nunmehr 4 Jahren - mit CNI - diese Beispiele zeigen das Ergebnis meiner Beratung, wie es meine Kunden von mir gewöhnt sind und weshalb ich inzwischen eine gute Zusammenarbeit auch mit Klinken und Tierärzten habe.
Fallbeispiel 1 ½ jähriger Dalmatiner (ein Beispiel über einen Verlauf von mehr als 4 Jahren) - mit 1 ½ Jahren mit einem Kreatininwert von 152 micromol/l (Referenzbereich: 35-106) – bereits nach 4 Monate mit meiner strikten Diät Laborkontrolle mit: 96micromol/l und nun seit über 4 Jahren immer zwischen 106 und 116micromol/l – Hund ist SUPER fit und Besitzer ist dankbar und Tierarzt höchst erfreut über dieses TOP Ergebnis, denn die Diät verschafft dem Hund anhand des Verlaufes mit großer Wahrscheinlich eine ganz normale Lebenserwartung. Alle 4 Monate erfolgen Kontrollen und Besitzer steht wie ALLE CNI Kunden mit mir dauerhaft in Kontakt, so dass ich alle Labore in meinen Unterlagen habe. Letzte Kontrolle im November 2013 und das Ergebnis ist einfach Spitze: Kreatinin bei 83micromol/l und alle anderen Nierenwerte wie Harnstoff, Gesamteiweiß, anorganisches Phosphat, Calcium, Kalium alles absolut in Ordnung.
Fallbeispiel: 4 jähriger Molosser mit Kreatininwert von 238micromol/l (Referenzbereich:35-106), Harnstoff bei 74mmol/l, (Referenzbereich: 3,3 -8,3) – Kontrolle nach 3 Monaten mit der strikten Diät Kreatinin von 169micromol/l und Harnstoff von 6,4. Besitzer ist überglücklich, Klinik ist hoch zufrieden und Hund ist sehr vital und freut sich über die selbstzubereitete Diät, denn das schmeckt und ist gesund. Laborkontrollen 2013 zeigen keine Verschlechterung.
Fallbeispiel: 6jähriger Airdale Terrier mit Kreatininwert Anfang 2010 von 144micromol/l (Refenzbereich:35-106) – Kreatinin mit 116micromol/l seit nun 3 Jahren konstant. Auch hier im Jahr 2013 sind die 4 monatigen Kontrollen gleichbleibend.
Beispiele in solcher Form mit besten Erfolgen habe ich seit Jahren vorzuweisen. Ich stehe mit meinen Kunden bei CNI lebenslang in Verbindung über die 4 monatigen Kontrollen und für alle Fragen. Somit habe ich einen perfekten Überblick, meine Kunden fühlen sich gut betreut und Kliniken und Tierärzte freuen sich über diese Ergebnisse mit den Hundebesitzern und mir.
Welche Werte weisen zu über 90% auf geschädigte Nieren hin?- was auch für den Hund gilt - in Rot! Inulin Test zur Früherkennung der CNI beim Hund
Hierzu muss ich einen Exkurs in die Humanmedizin machen. In der Humanmedizin läßt sich die Leistungsfähigkeit und damit die Gesundheit der Nieren (FRÜHSTERKENNUNG) zuverlässig über die Filtrationsleistung der Nieren ermitteln. Hierzu gibt es die Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) mittels verschiedener Verfahren wie der Kreatinin Clearance ermittelt aus einem 24Stunden Urin oder der Bestimmung von CystatinC aus dem Serum (Blut) mit der Umrechnung danach in die GFR , etc. aber diese beiden als sicherste Methoden. DIES in „Schwarz“ gilt NUR in der Humanmedizin!
Durch die Bestimmung der GFR lässt sich eine Nierenschädigung am frühsten erkennen. Die GFR zeigt an, wie gut die Nieren harnpflichtige Stoffe ausscheiden. Harnpflichtig nennt man beim Stoffwechsel entstandene Abbauprodukt, die über die Nieren ausgeschieden werden. Wenn die Ausscheidung nicht mehr ausreichend ist, steigt die Konzentration der harnpflichtigen Substanzen im Blut an, die Abbauprodukte beeinträchtigen die Funktion wichtiger Organsysteme des Organismus. Harnpflichtige Stoffe: Kreatinin, ein Produkt des Muskelstoffwechsels - Harnstoff, ein Endprodukt des Eiweißstoffwechsel - Harnsäure, ein Endprodukt des Zellstoffwechsel.
Nur die GFR ermöglicht die Einteilung (Deutsche Gesellschaft der Nephrologie) in Stadien 1 - 5 der Nierenerkrankung. Der Normalwert der GFR für Kreatinin liegt bei 95 bis 110ml pro Minute, d.h. eine gesunde Niere reinigt pro Minute mindestens 95ml Blut von Kreatinin und scheidet es mit dem Urin aus – Angaben für den Hund rot – schwarz für den Menschen.
Stadium 1 GFR größer 90Ml/min – hier sind die Blutwerte der harnpflichtigen Substanzen im Normbereich, möglicherweise wird bereits vermehrt Eiweiß (in diesem Stadium Zufallsbefunde entweder mit Eiweiß im Urin bei gründlicher, urologischer Untersuchung dann als Album im Urin oder vor einer Narkose gezielte Bestimmung der GFR) im Urin ausgeschieden. (Beim Hund würde, aber muss Nicht sich das am Kreatinin- Eiweiß-Quotient im Urin zeigen).
Stadium 2 GFR zwischen 60 - 89ml/min - auch hier sind in der Regel die Blutwerte der harnpflichtigen Substanzen noch im Normbereich.
Stadium 3 GFR zwischen 30 - 59ml/min - nun ist die Nierenschädigung soweit fortgeschritten, dass auch im Blut erhöhte Kreatinin- und Harnstoffwerte auffallen. Es kommt zur Leistungsminderung und rascheren Ermüdbarkeit. In diesen Stadium sind, wo sich zum ersten Mal die Kreatininerhöhung im Labor zeigt, mindestens über 50% bis 75% der Nierenfunktion irreversibel geschädigt - das gilt ebenso für den Hund- und erst in diesem Stadium wird es bei Hunden im Labor mit Kreatininerhöhung überhaupt sichtbar - hierzu hatte ich mit Professor Dr. med. Müller, einem der führenden deutschen Nephrologen, dem Leiter der großen nephrologischen Abteilung der Universitätsklinik in Göttingen in Frühherbst ein ausführliches Gespräch. Hier wird u.a. im Rahmen von wissenschaftlichen Notwendigkeiten u.a. in Zusammenarbeit mit Amerika an u.a. Hunden geforscht und es ist sträflich, dass viele Tierärzte selbst in Universitätskliniken der Veterinärmedizin immer wieder Falsches behaupten und bei geringfügigen Kreatininerhöhungen die Erhöhung recht häufig leichtfertig der Muskulatur zuschreiben – Bei Kreatininerhöhung sollte beim Hund selbst bei der geringsten Erhöhung, wenn Zweifel wegen CNI bestehen, immer ein Inulin Test gemacht werden, der absolut sicher Auskunft über die Funktion der Nieren gibt. Wird es versäumt und ALLES (Fütterung, Medikamente, Spot ons , Impfungen, etc.) läuft weiter wie bei einem gesunden Hund, führt es zum schnelleren Tod der Tiere, da die Besitzer nicht gefordert sind, in diesem wie man sehen kann selbst bei geringsten Erhöhung des Kreatinin fortgeschrittenen Stadium der Schädigung durch strikte Diät (und anderen Maßnahmen) die Nieren optimal zu entlasten und damit das Leben der erkrankten Tiere zu verlängern.
Stadium 4 GRF zwischen 15 bis 29ml/min – erst hier kommt es durch Verschlechterung der Niereninsuffizienz zu u.a. Appetitlosigkeit, Erbrechen, Übelkeit, Juckreiz, etc. Ist die Niere nicht mehr leistungsfähig, gerät der gesamte Organismus aus dem Takt – es kommt nicht „nur“ zur Vergiftung, sondern auch u.a. zum Mangel an lebenswichtigen Stoffen. Es kommt zum Mangel an roten Blutkörperchen den Erythrozyten – Symptom zunehmende Müdigkeit. EPO (Erythropoetin) verstärkt die Bildung der roten Blutkörperchen, damit kann man die renale Anämie gezielt behandeln – auch beim Hund. Leider wird die CNI beim Hund sehr häufig erst hier diagnostiziert, weil der Besitzer erst über die Symptome wie Erbrechen, etc. zum Tierarzt geht.
Stadium 5 GRF unter 15ml/min nun beim Mensch Dialyse bzw. Transplantation beim Hund mit CNI der Tod.
Mit dem Inulin Test für den Hund - zu bestellen über den Tierarzt nur über Alomed - haben Sie als Hundebesitzer, wenn Sie Zweifel wegen einer noch so geringen Kreatininerhöhung (Referenzbereich bei Laboklin 35- 106…hieraus ist doch für jeden Denkenden ersichtlich, dass es einen so großen individuellen Spielraum gibt…)haben sollten (und die sollten Sie haben) bzw. der Tierarzt es möglichweise verharmlost und die Erhöhung wie sehr häufig auf die Muskulatur schiebt, einen sicheren Test, um zu erfahren, ob Ihr Hund eine CNI hat. Wenn Ihr Hund „nur“ in der Verdachtszone liegt (es gibt bei der Auswertung des Testes eine Einteilung mit sicherer CNI, eine sogenannte Verdachtszone und sicher frei von CNI), sollten Sie diätetisch alle Register ziehen und bestimmte Medikamente nicht bzw. nur nach strengster Indikation verwenden, etc. Das Großlabor Laboklin, das das Kreatinin am präzisesten misst und was ich daher favorisiere, bestimmt auch das Cystatin C, was jedoch beim Hund nicht wie dargelegt von Laboklin ein Früherkennungsparameter ist, sondern wenig Aussage macht, da beim Hund keine Umrechnung in die GFR erfolgt – beim Hund gibt es keine validierte Formel zur Umrechnung. Dies habe ich vor geraumer Zeit bei Labokolin beanstandet, man konnte meinen Einwand auch folgen, aber trotzdem hat sich nichts getan, d.h. es steht immer „noch fehlerhaft als Früherkennungsparameter“ im Laborbefund.
Mein Rat: Lassen Sie bei Ihrem Hund vom ersten Lebensjahr an jährlich ein großes Labor (immer beim gleichen Labor wegen der Vergleichbarkeit der Referenzwerte) machen - lassen Sie sich das Labor als Kopie aushändigen, schauen Sie sich auch selbst die Werte an und werden Sie selbst tätig, wenn Erhöhungen vorhanden sind. Im Zweifelsfall lassen Sie den Inulin Test machen. Großes Labor enthält Blutbild, Nieren- und Leberwerte
Medikamente und deren Einsatz bei CNI
Medikamente beim alten Hund, der altersbedingt eine eingeschränkte Nierenleistung hat.
In der Humanmedizin wissen Fachärzte für Nephrologie, dass eine gesunde, menschliche Niere im Alter von 18 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit ist und in diesem Alter eine GFR von 140ml/l ermittelt würde. Mit jedem Jahr nimmt die GFR bei gesunden Menschen „ohne besondere krankmachenden Geschehnisse“ um 1ml/l ab. Somit hätte ein 58 Jahre alter Mensch eine für das Alter entsprechende GFR von 100ml/l – ein 68 Jahre alter Mensch hätte eine GFR von 90ml/l – ein 78 Jahre alter Mensch hätte eine GFR von 80ml/l, ein 88 Jahre alter Mensch hätte eine GFR von 70ml/l ….Demzufolge ist eine Abnahme der Nierenleistung im fortgeschrittenen Alter normal, d.h. im höheren Alter ist eine leichtere Form der Niereninsuffizienz physiologisch. Nun übertragen wir das auf den Hund, denn auch eine Hundeniere leistet bei einem 9 bzw. 10 jährigen Hund oder gar über 10 Jahre alten Hund nicht mehr das gleiche wie eine Niere beim jungen oder im mittleren Alter befindlichen Hund. Das bedeutet es ist vollkommen physiologisch, dass ein alter Hund in eine leichtere Form der Niereninsuffizienz kommt. Nur die exakte GRF, aus der ich eine Einteilung hätte wie beim Menschen, kann keiner in dieser Form bestimmen. Der aufmerksame Leser weiß nun aus dem vorhergehenden Text, dass eine CNI wegen einer Verschlechterung der GFR schon vorliegen kann bzw. beim alten Hund vorliegen wird und sich „noch“ keine Kreatininerhöhung im Blut messen lässt oder vielleicht nur eine ganz geringe Erhöhung vorhanden wäre, der Schaden an der Niere aber bereits ein beträchtliches Ausmaß hat. Nun gibt es einen Leitsatz in der Pharmakologie – meinem Lieblingsfach - von meinem hochgeschätzten ehemaligen Professor Mutschler(er war Pathologe und Pharmazeut): „Es gibt keine Hauptwirkung, ohne Nebenwirkung“. Somit ist nicht nur in der Frage der Ernährung die fachliche Kompetenz von größter Wichtigkeit, sondern auch in der Frage von Medikamenten entscheidet das fachliche Können, insbesondere das Spezialwissen über die Frage, ob Ihr Hund vielleicht „irgendwo Heilung oder Linderung erfährt“ , um den Preis, dass die Nieren „es nicht aushalten“….oder, oder
Vorab möchte ich einige Medikamentengruppen nennen, die potentiell im Vergleich zu anderen Medikamenten aus andern chemischen Stoffgruppen, ein erhöhtes Risiko bereits für gesunde Nieren bergen, d.h. diese werden „als potentiell nephrotoxisch“ bezeichnet.
Bei den Antibiotika
- die Stoffgruppe der Cephalosporine (ß-Lactam-Antibiotika) mit den oralen Cephalosporinen wie Cefalexin, Cefadroxil, Cefixim, Cefazolin, Cefoxitin, Cefotaxim, Cefepim, etc. - Clavulansäure als bizyklisches ß-Laktam – als Injektionspräparat das Langzeitantibiotikum Cefovecin im Handel als Convenia mit der Kontraindikation CNI, das nach einmaliger Injektion bis zu 14 Tagen wirkt – größte Vorsicht bei Langzeitantibiotika, orale immer bevorzugen!
- die Stoffgruppe der Aminoglykoside wie dem gebräuchlichen Gentamycin, etc. - Nephrotoxizität
- die Stoffgruppe der Sulfonamide
- die Stoffgruppe der Polymyxine mit Polymycin B, Polymyxin E als Colistin im Handel
Bei diesen genannten Antibiotika muss im Bedarfsfall eine strenge Güterabwägung erfolgen oder wenn möglich, auf andere Antibiotika ausgewichen werden bzw. bei den oralen Cephalosporinen sollte die Dosierung nicht an der aller obersten Grenze liegen und diese sollten auch nicht über einen längeren Zeitraum verwendet werden, wozu bei bakteriellen Hautinfekten teilweise geraten wird – unbequeme externe Behandlung bevorzugen.
Bei den nichtsteroidalen Antiphlogistika(NSAID) – zur Schmerzlinderung u.a. bei Arthrose Beschwerden, hier in der Regel als Dauermedikation empfohlen. Die am häufigsten verwendeten in der Tiermedizin sind: in der Stoffgruppe der Propionsäureverbindungen: Caprofen, Ketoprofen (Rimadyl), Naproxen – in der Gruppe der Oxicame: Melocicam, Piroxicam – in der Gruppe der Coxibe: Celecoxib, Valdecoxib, etc.
Diese schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkstoffe dürfen bei CNI nicht eingesetzt werden. Ältere Hunde zählen zu den „Patienten“, bei denen erhöhte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen sind, da diese Medikamente ein größeres Toxizitätsrisiko (Nierenversagen, Leberschädigung, etc. … Magennebenwirkungen sind in der Regel bekannt) nachweislich aufweisen. Hier sind mir einige Fälle geläufig, wo es unter dem Einsatz von NSAID bei mittelgroßen Hunden (25kg- 35kg) mit 10 Jahren und 11 Jahren, die jährlich kontrolliert ein einwandfreies Labor hatten, nach1 -1 ½ Jahren täglicher Einnahme zum tödlichen Nierenversagen kam. An dieser Stelle wünschte ich mir im Interesse der Hunde und deren Besitzer eine Aufklärung für die Hundebesitzer, was nach deren Berichten und meinen eigenen Erfahrungen NICHT erfolgt. Dieses erhöhte Risiko mit Nierenversagen sollte seitens des behandelnden Arztes besprochen werden, so dass der Hundebesitzer das erhöhte Risiko in seine Entscheidung miteinbeziehen kann. Es sollten, wenn es der Befund der Schwere der Erkrankung erlaubt, alternative Möglichkeiten angesprochen werden. Alternative Möglichkeiten kämen je nach Befund Goldimplantate in Frage - als leichter Eingriff in Narkose – Physiotherapie, Aquatraining, Präparate auf der Basis von Glucosaminsulfat und Chondroitinsulfat in der Kombination mit MSM(Methylsulfonylmethan) – Grünnlippmuschelextrakte u.v.m. – Die Behandlungsmöglichkeiten sind selbstverständlich von der Schwere der Erkrankung abhängig, so dass es mitunter nicht ohne NSAID Präparate geht. In diesen Fällen sollte man als Besitzer wissen, dass man sich mit dem Hund noch möglicherweise gute Monate verschaffen kann mit dem wahrscheinlichen Ende in der Urämie. Mir geht es hier nicht darum, Präparate nicht einzusetzen, sondern mir ist wichtig, dass auch die Problematik in höheren Alter mit der CNI deutlich ausgesprochen wird, so dass der Besitzer im Wissen „um“ seine Entscheidung treffen kann. Grundsätzlich ist auch zu überlegen, ob man nicht in gewissen Umfang beim älteren Hund eine Einschränkung der Bewegung in Kauf nimmt und nicht gleich zu Schmerzmitteln greift , denn wir Menschen springen ja mit 70 oder 80 Jahren auch nicht mehr, wenn wir es erleben, von den Knochen gesehen munter durch die Gegend und können trotzdem Lebensfreude haben.
Mit Spot ons sollte man beim nierenkranken Hund generell zurückhaltend sein.
Chemischen Wurmkuren einfach nur zur Prophylaxe sollten bei CNI nicht verabreicht werden. Als Prophylaxe sollten natürliche Präparate verwendet werden, die ein Darm Milieu schaffen, dass Parasiten „nicht mögen“. Zur Sicherheit bezüglich der Frage, ob Darmparasiten vorliegen, lassen Sie 3 - 4 Kotproben beim Ihrem Tierarzt untersuchen und behandeln nur mit chemischen Wurmkuren, wenn tatsächlich ein Parasitenbefall nachgewiesen wurde.
Präparate, die den Blutdruck potentiell steigern wie beispielsweise die häufig bei Harninkontinenz von sterilisierten Hündinnen verwendeten Sympatomimetika Ephedrin als Caniphedrin oder Propalin als Phenylpropanolaminhydrochlorid sollten nur nach strengster Indikation und wenn möglich in einer unteren Dosierung eingesetzt werden. Hier könnten Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen, ob er nicht gleichzeitig eine Behandlung mit einem blutdrucksenkenden Medikament für sinnvoll hält.
Es gibt noch mehr Präparate, als die aufgezählten, wichtig war mir jedoch häufig eingesetzte Präparate zu nennen, damit Sie als aufmerksamer, aber sicher auch von dem geschriebenen strapazierter Leser im Krankheitsfall Ihres Hundes besser „im Bilde“ sind.
Der Hund braucht Kohlenhydrate insbesondere in Form von Getreide. Neuste Studien beweisen es wissenschaftlich fundiert, der Hund hat einen organisch – was Verdauungsenzyme anbelangt - ausgestatteten Verdauungstrakt, der nicht dem Wolf als Fleischfresser ähnlich ist, sondern der Enzyme hat, die sich nur bei Allesfressern und Pflanzenfressern finden lassen.
Die wichtige Bedeutung der Kohlenhydrate in der täglichen Ernährung von Hunden habe ich ausführlich im letzten Artikel erläutert. Der interessierte Hundebesitzer kann hierin Alles nachlesen und sich wertvolle Informationen holen, damit in einer ausgewogenen, gesunden Hundeernährung der Anteil an Kohlenhydrate nicht zuletzt in Form von wertvollem Getreide in dem notwendigen Prozentanteil berücksichtigt wird. An dieser Stelle möchte ich die aktuelle Studie – erforscht Januar 2013 von einem schwedischen Genetiker Team an der Universität in Uppsala – im Original wiedergeben, für diejenigen, die den Artikel in Dogs 03-2013 nicht gelesen haben. „Es wurde die DNA von 12 Wölfen aus der ganzen Welt und 60 Hunden von 14 verschiedenen Rassen sequenziert. Insgesamt wurden beim 122 Gene entdeckt, die für die Domestizierung des Hundes verantwortlich waren. Insgesamt wurden beim Hund 30 Kopien des Gens für Amylase entdeckt, dem Protein, das die Aufspaltung von Stärke im Verdauungstrakt beginnt. Wölfe verfügen nur über 2 Kopien dieser Gene eines auf jedem Chromosom. Eine bestimmte Variante des Gens für Maltase- Glukoamylase (ein Enzym, das für den weiterenn Anbau der Stärke notwendig ist) fanden die Wissenschaftler sogar ausschließlich im Genom der untersuchten Hunde. Das durch diese Variante kodierte Enzym wurde in einer vergleichbaren Ausprägung bisher nur bei Pflanzenfressern wie Hasen und Kühen oder Allesfressern wie der Ratte gefunden, nie jedoch bei Fleischfressern. Der Hund ist zwar ein domestizierter Wolf, aber auf dem Weg dorthin hat er sich organisch vollkommen verändert. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Hund Stärke, dem Hauptnährstoff in Getreide wie etwas Reis oder Weizen, um ein FÜNFFACHES besser verdauen kann als der Wolf.
Fazit … „nicht das Wort zum Sonntag“
Lesen Sie sich das Geschriebene gut durch. CNI – Diagnostik der CNI – sonstige Probleme rund um die Erkrankung der CNI und die lebensnotwendige strikte Diät als wichtigste Maßnahme bei CNI zur Lebensverlängerung bei guter Lebensqualität – Alles sind schwierige Themen, die sich mit meinem Anspruch um aufgeklärte und gut informierte Leser nur mit sehr fundierter, fachlicher Kompetenz überhaupt darstellen lassen, leider nicht einfacher formuliert dargestellt werden können. Was die Ernährung anbelangt, investieren Sie lieber etwas mehr Zeit und kochen für Ihren Hund. Sie können Vorräte schaffen und so den täglichen Aufwand stark reduzieren.Die Gesundheit bzw. die Möglichkeit der Lebensverlängerung beim CNI Hund Ihres vierbeinigen Lieblings wird es Ihnen danken. Haben Sie einen kranken Hund, dann überlegen Sie sehr gründlich, wem Sie Ihr Vertrauen schenken nicht nur in der Frage der Ernährung. Wenn Sie kein konventionelles Futter geben möchten, was bei CNI geeignet ist und auch gut hilft, häufig jedoch wegen des Geschmackes und fehlender Abwechslung von den erkrankten Hunden nicht gern gefressen bzw. nach kürzerer Zeit verweigert wird, kann ich Ihnen meine Hilfe gern anbieten. Wenn Sie ausführliche Informationen zum gesunden Selbstkochen mit einfacher Berechnung, zahlreichen Rezepten mit Fleischgerichten und super leckeren vegetarischen Gerichten, abwechslungsreiche Rezepte für Nebenmahlzeiten und noch vieles mehr zum Thema Selbstkochen wissen wollen auch mit geeigneten Nahrungsergänzungen, dann kann ich Ihnen mein Buch empfehlen mit dem Titel:“Frisches Futter für ein langes Hundeleben“ im Kynos Verlag. Es ist 2012 in der 2. Auflage erschienen mit einigen kleinen Ergänzungen wie beispielsweise, ab welcher Menge Knoblauch toxisch ist.
Gabriela Behling November 2013
Vorweg ein Rückblick zum Jahr 2012
Danach - Welche Rolle spielen Kohlenhydrate in der Hundeernährung
Das Jahr 2012 war voll mit nierenkranken Hunden - mit Erkrankungen der ableitenden Harnwege (Steinerkrankungen aller Art) und viele mit ( von jungen Hunden und älteren quer durch alle Rassen) chronischer Niereninsuffizienz (CNI) Auch 2012 besteht circa 90% meines Klientels aus nierenkranken Hunden. Davon wurden wiederum fast 90% gebarft und der Rest mit Trockenfutter gefüttert mit zu hohem Proteingehalt. Erfreulich ist, dass alle meine Kunden die von mir streng bilanzierten Nierendiäten – bei CNI eiweißbilanziert (für 3 Mahlzeiten täglich) exakt auf das Gewicht des jeweiligen Hundes, ebenso mit strenger Phosphorreduktion – optimal einhalten. Somit konnten WIR GEMEINSAM in Abhängigkeit vom Grad der Niereninsuffizienz ausgezeichnete Ergebnisse erzielen. Nur eine solch streng bilanzierte Nierendiät kann nachweislich das Leben der geliebten Vierbeiner verlängern bei guter Lebensqualität. Bei den Steinerkrankungen führen auch nur drastische diätetische Maßnahmen zum Erfolg. Dauerhaft werden die Steinpatienten auch in der Fütterung umgestellt, damit es nicht zu Rezidiven kommt.
Wie zeigen sich die diätetischen Erfolge?
Subjektiv freuen sich die Hundebesitzer über den Erfolg meiner Diät , wobei Ihre Hunde vermehrt Vitalität zeigen, ein gutes Fressverhalten wieder an den Tag legen, was bei Niereninsuffizienz häufig stark beeinträchtigt ist durch die für die Erkrankung typischen Übelkeiten und Übersäuerungen. Objektiv und damit auch für Alle Beteiligen- Tierärzte, Tierkliniken Besitzer und meine „Wenigkeit“) nachweislich zeigen sich parallel dazu die Ergebnisse über ein verbessertes Labor bei den Nierenparametern wie Harnstoff, Kreatinin, etc. Bei den Steinpatienten zeigen sich die Erfolge, indem sie keinerlei Rezidive mehr haben und der Urin stets frei ist von Kristallen.
Barfen bei CNI ist der sichere TOD - Barfen bei Steinerkrankungen endet in der CNI
Wer bei einem Hund mit CNI oder einer Steinerkrankung bei Barf-Foren oder Tierheilpraktikern, die zum barfen raten, Hilfe sucht, kann sicher sein, dass man ihm „hilft“ indem man den Hund mit CNI schnell und sicher umbringt und bei Steinerkrankungen dauert es bis zum Nierenschaden etwas länger, aber der Schaden ist mit BARFEN gewiss. Medizinische Fakten wie auch wissenschaftliche Erkenntnisse sind unverrückbar und es “gibt keinen Interpretationsspielraum“. Bei CNI kann nur eine strengst bilanzierte Diät das Leben verlängern …ja sogar um mehrere Jahre …. Bei einer leichten Form der juvenilen Nephropathie und rechtzeitiger Diagnose mit dem Inulin Test haben die nierenkranken Hunde mit strengster Diät eine nahezu normale Lebenserwartung - ohne Diät kommt es schnell zur Verschlechterung und endet in der Urämie - einem grausamen Tod. Bei Steinerkrankungen hilft auch nur eine speziell auf die Steinart abgestimmte strenge Diät. Kommt es zu wiederholten Steinerkrankungen, ist der Schaden der Nieren absolut gewiss und ALLES nimmt den gleichen tödlichen Ausgang wie bei CNI.
Wenn fehlendes Wissen - eine „Kostprobe“ womit intensiv um Kundschaft geworben wird: Text darf nicht zitiert werden, daher wird umschrieben, was der Verfasser sagen möchte, in grüner Farbe - über grundlegende medizinische Fakten gefährlich wird …“kann guter Rat teuer werden bzw. das Leben kosten“
Thema :Proteinreduktion: Ja? Nein? Es wird ausgeführt, dass bei dem einem Hund Proteinreduktion sinnvoll sein kann, während es einem anderen schaden könnte. Bekäme ein nierenkranker Hund eine proteinreduzierte Ration, so wird sich seine Klinik daraufhin verändern. Die Harnstoffwerte werden sinken und die mit ihnen verbundenen häufigen gastro-intestinalen Beschwerden, Apathie und Schwäche, Durst und vermehrter Urinabsatz werden sich verbessern. Ist die chronische Niereninsuffizienz bereits fortgeschritten, kann sich also eine Reduktion des Eiweißes positiv auf das Allgemeinbefinden auswirken. Hierdurch wird sich aber das Fortschreiten der Erkrankungen nicht verhindern lassen, die Nieren werden nicht geschützt.“
CNI läuft in definierten Stadien ab. Wenn es das letzte Stadium ist kurz vor der Urämie, dann kann ich mit diätetischen Maßnahmen nur noch wenig erreichen. In allen anderen Stadien ist die strikte Diät das einzige Mittel, um das Fortschreiten nachweislich hinauszuzögern bei guter Lebensqualität. Je nach Stadium der CNI gelingt mit diesen drastischen Maßnahmen sogar ein Hinauszögern um mehrere Jahre und die gilt es zu nutzen und nicht zu verschenken durch unqualifizierten Rat.
Geltende veterinärmedizinische Lehrmeinung gilt offensichtlich nicht für BARFER. Protein muss bei CNI reduziert werden im Sinn einer strengen Bilanzierung. In der einschlägigen veterinärmedizinischen Fachliteratur gibt es eine festgelegte Richtgröße bezüglich des Tagesbedarfes von Eiweiß in Gramm pro Kilogramm Köpergewicht bei CNI Hunden. Nach diesem exakt festgelegten Goldstandard wird bilanziert. So stellen namhafte Firmen Nierendiäten her, die alle im Proteingehalt zwischen 7% Rohprotein bis maximal 13% RP auf 100g bezogen beim Trockenfutter liegen. Ich berechne im Rahmen meiner Ernährungsberatung bei CNI Hunden ALLES zum Selbstkochen sehr aufwendig ebenso nach diesem Goldstandard, so dass die nierenkranken Hunde 3 Mahlzeiten pro Tag erhalten mit zusätzlich geeigneten Belohnungen. Das Wesen der CNI ist die Tatsache, dass die geschädigten Nieren die harnpflichtigen Substanzen(Harnstoff, Kreatinin, etc.) nicht mehr wie gesunde Nieren ausscheiden können, was sich im Labor zeigt mit dem Anstieg der harnpflichtigen Substanzen. Das Ziel jeder restriktiven Nierendiät ist es, die Eiweißversorgung so gering wie möglich zu halten, da die Eiweißabbauprodukte(Harnstoff Kreatinin, Phosphor) über die Nieren ausgeschieden werden müssen. Wegen der verminderten Ausscheidungsleistung der kranken Nieren müssen die Nieren, damit die Erkrankung nicht rapide fortschreitet mit Hilfe der strikten Diät permanent entlastet werden. Mit einer bilanzierten Nierendiät gibt es keinen Eiweißmangel, das ist das Kriterium der Bilanzierung. Daher arbeite ich engmaschig mit Kliniken und Tierärzten zusammen und die Hunde werden in 4 monatigen Abständen im Labor kontrolliert (Kontrolle Gesamteiweiß und harnpflichtigen Substanzen). Auch das Wissen um richtige Bilanzierung ist Barfern und vielen Tierheilpraktikern offensichtlich ein FREMDWORT.
Andererseits: Füttern wir proteinreduziert, so droht angeblich ein Proteinmangel, da der Körper zugeführtes Eiweiß angeblich nicht speichern kann. Das soll zum Abbau von Muskulatur führen und den Hund noch zusätzlich schwächen. Der Organismus verfügt jedoch über eigenes Eiweiß (angeblich kann er es doch garnicht speichern??), das nun verstoffwechselt wird, um die „Unterversorgung“ zu kompensieren. Die Harnstoffwerte werden sich angeblich nicht unbedingt verbessern, denn das Protein aus der eigenen Körpermasse müsse ja ebenfalls abgebaut werden. Irrtümlich wird postuliert, dass die Eiweißzufuhr nicht bilanziert sei und angemessene Proteinzufuhr den Anforderungen an einer artgerechten Ernährung entspräche.
Wenn indoktrinierte BARFER meist mangels jeder Kenntnis – sie kennen meist keinerlei medizinische Zusammenhänge und konfabulieren oft über medizinische Themen, Biochemie und Chemie sind fast regelmäßig Fremdwörter - sich mit medizinischen (biochemisch, chemisch) Themen befassen und Maßnahmen ergreifen, wie eine geeignete Fütterung im Krankheitsfall auszusehen hat, kann man nur jeden Hundebesitzer eindringlich warnen das ganze kritisch zu hinterfragen.
Angeblich ließe sich ein vernünftiger Diätplan für einen chronisch nierenkranken Hund nicht mit festen mathematischen Formeln rechnen. Hier gehe es nicht darum, von vornherein drastische diätetische Maßnahmen zu ergreifen, in der Hoffnung dass die größte Strenge auch die besten Erfolge herbeiführen möge. Die Fütterung müsse sorgfältig angepasst werden nach Verträglichkeit für den kranken Hund. Dabei ist es von ganz besonderer Bedeutung, dass er hochwertiges Eiweiß bekommt. Hochwertig sei das, was ein Hund aufgrund der Beschaffenheit seines Verdauungsapparats am besten verdauen könne: Fleisch!
Im Falle, dass die Symptome (Erbrechen, Durchfall, Appetitverlust, Abgeschlagenheit) zurückkehren, wird die Proteinmenge stufenweise reduziert. Diese Methode der ständigen Beobachtung und Anpassung sei natürlich nicht so bequem wie eine von vorneherein strikte Reduktion, weil man sich immer wieder bis zur als individuell bezeichneten Toleranzgrenze des jeweiligen Hundes hinarbeiten müsse. Diese Form der Diät entspräche jedoch viel mehr der artgerechten Fütterung des Hundes und würd in der Regel im Gegensatz zu den herkömmlichen Fertigdiäten - auch gerne gefressen. So könne man der Abmagerung und dem Muskelabbau entgegenwirken und dem Hund eine gute Lebensqualität bieten.
Bei CNI geht es ausschließlich um die optimale Entlastung der kranken Nieren und das funktioniert nur über strenge Diät. Hier gibt es keinerlei Spielraum und eine Nierendiät wird exakt berechnet, wenn man bilanzieren kann!!!
Mit so viel gefährlichem und unverantwortlichem Unwissen und absolut fehlender Kompetenz über medizinische Zusammenhänge und daraus resultierende Erfordernisse ist mehr als die Toleranzgrenze von jedem mit fachlich fundierten Wissen nicht nur erreicht, sondern die Schmerzgrenze ist überschritten. Mit diesen vorgeschlagenen Methoden können Sie „ ständig stufenweise beobachten wie Sie angepasst in individueller Weise“ die Schmerzgrenze Ihres Hundes erreichen, wenn Sie ihn zügig in die Urämie gebarft haben.
Die Eiweißreduktion soll nicht unbedingt mit einer fleischreduzierten Fütterung einhergehen. Würd fettes Fleisch gefüttert, so könne die ursprüngliche Fleischmenge erhalten bleiben und die Versorgung mit Protein sei automatisch reduziert: Je fetter das Fleisch, umso weniger Protein soll es enthalten, was stimmt. Manche Kliniken sollen deshalb gerne eine Schweinefleischdiät vorschlagen. Deutschland gilt inzwischen Aujeszky-frei und um kein Risiko einzugehen kann das Schweinefleisch gekocht werden. Wenn man es mit Milchprodukten und Eiern kombiniert und auch Kartoffeln und Gemüse zufüttert, kann man beispielsweise die von Meyer/Zentek empfohlenen Werte erreichen. Dabei stellen tierische Erzeugnisse bei chronischer Niereninsuffizienz immer noch 70% der Ration dar.
Womit reduziere ich Eiweiß, wenn nicht in erster Linie über die Zufuhr tierischen Erzeugnissen in Form von Fleisch. Mit diesen Vorschlägen bringen Sie jeden CNI kranken Hund auf sicherem Weg und noch dazu schnell um!!
Phosphor? Bei einer chronischen Niereninsuffizienz sei es sinnvoll, phosphorarm zu füttern. Laut Meyer/Zentek sollte die Phosphoraufnahme nicht 60 mg/kg Körpermasse übersteigen. Richtige Phosphorbomben sind Knochen: Die sollten aus dem Fütterungsplan gestrichen werden. Phosphorarm seien beispielsweise Blättermagen und Pansen (die enthalten günstigerweise verhältnismäßig viel Calcium) sowie fette Fleischsorten und fette Fische. Reis und Hirse z.B. enthalten viel Phosphor. Ggf. könnten auch Phosphatbinder eingesetzt werden.
Schön, dass wenigstens an Phosphor gedacht wird. Wenn ich jedoch von phosphorarm rede, dann aber 70% Fleisch füttere, dokumentiere ich erneut nur wie gehabt das hier NULL Kenntnisse vorliegen, denn überall wo ich diese beschriebene Menge Eiweiß in Form von Fleisch haben möchte, packe ich das Futter voll mit Phosphor …. Ja dieser Autor zeichnet sich offensichtlich in ALLEN DETAILS durch eine geballte Ladung Unwissen aus - schmeichelhaft formuliert. …MERKE das ist LEBENSMITTELCHEMIE: wenn Phosphorarm, dann auch immer eiweißarm, weil je mehr Eiweiß in einem Nahrungsmittel steckt, desto mehr Phosphor ist im Nahrungsmittel…dazu braucht es Kenntnisse in der Lebensmittelchemie – man kann als Sachkundiger immer nur kompletten Unwissenheit erkennen. Mehr Unwissen geht einfach nicht!
Sie als Hundebesitzer haben bei solch einer schweren Erkrankung wie es CNI ist das Leben Ihres Hundes „in der Hand“. Sie müssen entscheiden, ob Sie medizinischen Laien, Personen ohne jede Kenntnisse in Biochemie, Chemie und Lebensmittelchemie – daraus besteht nämlich eine kompetente Ernährungsberatung - das Leben Ihres Hundes anvertrauen – ob Sie BARFERN bzw. Tierheilpraktikern, die nur BARFEN die Behandlung Ihres ernst erkrankten Hundes überlassen. Barfern, die verbohrt ohne Verantwortung und ohne Selbstkritik in maßloser Selbstüberschätzung sich mit der medizinischen Behandlung von ernsten Krankheiten befassen, denn die Fütterung stellt die einzige Behandlungsmöglichkeit dar.
Daher der dringliche Rat, primär nicht zu barfen und niemals bei Erkrankungen und gar niemals bei Erkrankungen der Nieren.
Auch im Jahr 2012 möchte ich mich bedanken bei meinem Klientel aus Deutschland wie auch meinen Kunden aus Österreich und aus der Schweiz. Ferner bedanke ich mich auch bei Herrn Professor Nickel, dem Leiter der einzigen Dialyse Klinik für Hunde und Katzen in Hamburg, für das entgegengebrachte Vertrauen in meine Kompetenz. Seit nunmehr fast 2 Jahren bin ich für seine Klinik „die Adresse“ in Deutschland, mit der er im Fall von Selbstkochen zusammenarbeitet. Professor Nickel hat sich mit Hilfe zahlreicher bilanzierte Ernährungspläne vom meiner Kompetenz überzeugt. Unabhängig davon habe ich vom ärztlichen Direktor - einem Professor für Gastroenterologie und gleichzeitig Leiter einer großen onkologischen Abteilung vor 2 Jahren wegen meiner anerkannten Kompetenz bei CNI das Angebot bekommen, für seine Abteilung in der Klinik Ernährungspläne für seine Dialyse und nierenkranken Patienten zu erstellen. Aus zeitlichen Gründen habe ich dieses mehr als schmeichelhafte Angebot abgehlehnt. Es würde inzwischen jeden Rahmen sprengen hier mehrere Fallbeispiele aufzuzeigen, denn ich müsste Seiten füllen mit danksagenden Kunden.
Was ich jedoch mal aufzeigen möchte sind 3 Fälle mit CNI gerade aus den letzten Tagen - diese Beispiele zeigen das Ergebnis meiner kompetente Beratung, wie es meine Kunden von mir gewöhnt sind und weshalb ich eine gute Zusammenarbeit auch mit großen Klinken und Tierärzten habe.
Fallbeispiel 1 ½ jähriger Dalmatiner (ein Beispiel über einen Verlauf von mehr als 4 Jahren) - mit 1 ½ Jahren mit einem Kreatininwert von 152 micromol/l (Referenzbereich: 35-106) – bereits nach 4 Monate mit meiner strikten Diät Laborkontrolle mit: 96micromol/l und nun seit über 4 Jahren immer zwischen 106 und 116micromol/l – Hund ist SUPER fit und Besitzer ist dankbar und Tierarzt höchst erfreut über dieses TOP Ergebnis, denn die Diät verschafft dem Hund anhand des Verlaufes mit großer Wahrscheinlich eine ganz normale Lebenserwartung. Alle 4 Monate erfolgen Kontrollen und Besitzer steht wie ALLE CNI Kunden mit mir dauerhaft in Kontakt, so dass ich alle Labore in meinen Unterlagen habe.
Fallbeispiel: 4 jähriger Molosser mit Kreatininwert von 238micromol/l (Referenzbereich:35-106), Harnstoff bei 74mmol/l, (Referenzbereich: 3,3 -8,3) – Kontrolle nach 3 Monaten mit der strikten Diät Kreatinin von 169micromol/l und Harnstoff von 6,4. Besitzer ist überglücklich, Klinik ist hoch zufrieden und Hund ist sehr vital und freut sich über die selbstzubereitete Diät, denn das schmeckt und ist gesund.
Fallbeispiel: 6jähriger Airdale Terrier mit Kreatininwert Anfang 2010 von 144micromol/l (Refenzbereich:35-106) – Kreatinin 116micromol/l seit nun 3 Jahren konstant.
Beispiele in solcher Form mit besten Erfolgen habe ich seit Jahren vorzuweisen. Ich stehe mit meinem Klientel bei CNI lebenslang in Verbindung über die 4 monatigen Kontrollen. Somit habe ich einen perfekten Überblick, meine Kunden fühlen sich gut betreut und Kliniken und Tierärzte freuen sich über diese Ergebnisse mit mir und den Hundebesitzern.
Bevor ich zu dem Thema Kohlenhydrate und deren Bedeutung in der Hundeernährung komme, möchte ich zu dem primären UNSINN bezüglich des künstlich konstruierten Zusammenhanges den Hund mit dem Wolf zu vergleichen kurz etwas schreiben.
Immer wenn es um das Befürworten des Barfens geht, kommt der Vergleich, dass der Hund schließlich vom Wolf abstammt und der Wolf sich überwiegend von Fleisch ernährt und dass er kein Getreide in der freien Wildbahn zu sich nimmt und schon gar nicht Kohlenhydrate in „zubereiteter Form“ sprich gekocht bzw. gedünstet.
Nun konstruieren wir mal gedanklich den „gleichen unsinnigen“ Zusammenhang beim Menschen. Folgen wir „mal der intellektuellen Hochleistung“ der BARFER, so müssten sich die Menschen, weil sie vom Affen abstammen, in erster Linie von Bananen ernähren, sie würden kein Fleisch, keinerlei Milchprodukte essen und Kohlenhydrate nur roh essen. Zudem würden wir ALLE auf Bäumen leben und von Baum zu Baum springen. Hier sollte jedem denkenden Menschen klar werden, was für ein geballter Blödsinn bereits in der Grundargumentation des BARFENS liegt.
Daher meine Aufforderung an verantwortungsbewusste Hundebesitzer, lassen Sie sich als mündiger Mensch nicht vor den „Karren“ von einseitigen Dogmatikern spannen, lassen sie sich kein ein schlechtes Gewissen suggerieren, wenn Sie Ihren Hund weder BARFEN noch mit konventionellem Futter füttern…. Sorgen Sie für eine ausgewogene und gesunde Ernährung, indem Sie für Ihren Hund selbst kochen. ES spricht auch nichts dagegen, wenn Sie ihm bestimmte Fleischsorten in moderater Form roh füttern möchten.
Leider liest man zu diesem Thema ebenso viel Unsinniges und Fehlerhaftes wie ich das bereits seit Jahren sehr häufig zum Thema Nierenerkrankungen, etc. und „passender“ Fütterung mit dem ALLHEILMITTEL BARF gelesen. Offensichtlich wird auch zum Thema KH häufig fehlerhafte Information weitergegeben, hält sich dann hartnäckig auf Foren und verselbständigt sich in einem Maße, so dass aus Behauptungen bzw. Thesen von Laien und Halbwissenden nunmehr Erkenntnisse formuliert werden als Weisheit letzter Schluss. Daher möchte ich mit Hilfe meines Wissens – (Biochemie, sehr gute medizinische Kenntnisse, und Pharmazie- abgeschlossenes Hochschulstudium und kein 5 Tage Seminar, etc.) in Kombination mit meiner über 30jährigen Erfahrung als Züchter und über 40 jährigen Erfahrung als Hundebesitzer dem interessierten und teilweise auch verunsicherten Leser wichtige Informationen und Zusammenhänge darstellen.
Was sind Kohlenhydrate, wozu dienen Kohlenhydrate, etc.:
Eine gesunde Ernährung besteht aus Makronährstoffen und Mikronährstoffen. Zu den Makronährstoffen gehören Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette alle drei sind wichtig als Energielieferanten. Mikronährstoffe liefern keine Energie und bestehen aus Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.
Man unterscheidet 3 Arten von Kohlenhydraten:
Einfachzucker bzw. Monosaccaride (Glucose, Fructose, Galactose) – Zweifachzucker bzw. Disaccharide (Saccharose, Lactose, etc.) - Mono,- und Disaccharide sind überwiegend in Früchten und einigen Gemüsen enthalten in Form von Saccharose, Glucose, Fruchtose und Lactose als Milchzucker in Milch.
Vielfachzucker bzw. Polysaccharide teilen sich in verdauliche und unverdauliche KH bzw. Ballaststoffe
verdauliche KH als pflanzliche Stärke - das wichtigste Nahrungskohlenhydrat in Getreide, Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchten
verdauliche KH als tierische Stärke in Form von Glykogen im Muskelfleisch
Ballaststoffe nicht verwertbare bzw. unverdauliche Polysaccharide auch Rohfasern genannt als Cellulose oder Pektin in Vollkorngetreide, Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst.
Welche Funktionen haben Kohlenhydrate im Organismus?
KH dienen als Energiequelle: Gehirn und rote Blutkörperchen(Erythozyten) decken ihren Energiebedarf ausschließlich aus Glukose, andere Organe können auch Fettsäuren als Energiequelle nutzen. KH sind Energiereserven, werden als Glykogen in der Leber und in der Muskulatur gespeichert. Daraus kann je nach Bedarf schnell Energie bereitgestellt werden. Die mit der Nahrung zugeführten KH-Moleküle werden im Rahmen der Verdauung in Glukose um,- bzw. abgebaut. Einfach,- und Zweifachzucker werden recht schnell in Glukose umgewandelt. Mehrfachzucker wie die Stärke beanspruchen mehr Zeit zum Umbau in Glukose und damit steigt der Blutzuckerspiegel langsam. Nach diesem Prozess wird Glukose in die Zellen transportiert. Dort wird sie mittels Sauerstoff „verbrannt“. Diesen Vorgang bezeichnet man als Gykolyse. Bei der Glykolyse entsteht Energie gemessen z.B. in Kilokalorien bzw. Kilojoule. KH als Energiespeicher: Brauchen die Zellen die zur Verfügung stehende Glukose nicht, wandeln Muskeln und Leber diese in den Mehrfachzucker Glykogen um. Glykogen ist also die Speicherform der Glukose. Glykogen wird bei Energiebedarf, der nicht aus der Nahrung gedeckt wird, wieder in Glukose umgewandelt. Diesen Vorgang nennt man Gluconeogenese. Sind die Glykogenspeicher vollständig aufgefüllt, werden überschüssige KH in Fett umgewandelt und im Fettgewebe gespeichert. KH haben eine sogenannte Stützfunktion: Komplexe KH sind Bestandteile von Knochen, Sehnen und Bindegewebe.KH haben spezifische Funktionen, denn sie sind Bestandteile von Blutgruppensubstanzen und gerinnungshemmenden Stoffen. KH sind notwendig zur Aufrechterhaltung des Wasser,- und Elektrolythaushaltes. Zudem haben KH eine proteinsparende Funktion, so dass im Fall von Kohlenhydratmangel Proteine bestimmte Aufgaben der fehlenden KH übernehmen müssen und können dadurch nicht für ihre eigentliche Funktion im Stoffwechsel genutzt werden.
Aus der Vielfalt der eminent wichtigen Funktionen kann man erkennen wie lebenswichtig KH in der Ernährung sind.
Getreide, Obst und Gemüse enthalten neben Kohlenhydraten und Ballaststoffen auch wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Ballaststoffe verzögern nicht nur die Spaltung und Aufnahme von Kohlenhydraten – wichtig in der Diabetes Diät - sondern sorgen für eine optimale Darmfüllung und rasche Passage. Kohlenhydrate sind also reine Energielieferanten und sind vor allem zu finden in Getreide und Getreideprodukten wie Brot, Reis, Nudeln, Haferflocken, Maisflocken, Gerstenflocken, Hirse und dem hirseähnlichem Amarant wie auch in der Kartoffel.
Getreideprodukte wie Nudeln, Reis, u.v.m. müssen weich gekocht werden, da der kurze Verdauungskanal des Hundes eine nicht voll aufgeschlossene Nahrung nicht ausreichend nutzen kann. Fertige Flocken sind von der Verwertbarkeit und von der wertvollen Zusammensetzung niemals auch nur annähernd so hochwertig wie Selbstgekochtes.
Beim Reis ist der hochwertigste der Naturreis auch brauner Reis genannt. Er hat 7,2g Rohprotein in 100g mit 74,1g KH – enthält als Mineralstoffe Natrium, Kalium, Magnesium, Mangan, Calcium, Eisen, Kupfer, Zink, Phosphor, Selen – als Vitamine: VitaminE,B1,B2, B6, Nicotinamid, Panthotensäure, Biotin und Folsäure
In der richtigen Zubereitung liegt die einwandfreie Verdaulichkeit und damit auch die Hochwertigkeit. Es ist darauf zu achten, dass ein Naturreis circa 40-45 Minuten gekocht werden muss bis er eine breiig suppige Konsistenz bekommt, denn nur in dieser Konsistenz kann er voll vom Hund verwertet werden und ist dann ein sehr gesundes Nahrungsmittel. Nach meiner langjährigen Erfahrung ist Oryza die einzige Sorte, die sich ausgezeichnet breiig, suppig kochen lässt. Kartoffeln (Basenbildner), am besten BIO-Kartoffeln, sind hochwertige Nahrungsmittel - werden mit Schale gekocht, später gut zerkleiner oder besser noch gestampft und können dann auch mit Schale (wertvolle Mineralstoffe Spurenelemente) verfüttert werden. Kartoffeleiweiß hat die höchste biologische Wertigkeit aller pflanzlichen Nahrungsmittel. Reis und Kartoffeln richtig zubereitet liefern nicht nur die wichtige Energie, sondern haben jede Menge wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Auch Nudeln aus Hartweizengrieß sind gute Energielieferanten mit einem höheren Anteil an Rohprotein nämlich mit 12,3g in 100g essbaren Anteil mit 69,9KH. Nudeln sind geeignet für die gelegentliche Fütterung oder mit Reis bzw. Kartoffeln gemischt, wenn der Hund etwas an Gewicht zunehmen könnte Wichtig ist bei der Fütterung von Getreide neben der richtigen Zubereitung, dass man auf den Phosphorgehalt achtet, der nicht zu hoch sein sollte wie es beispielsweise bei Dinkel mit 410mg Phosphor in 100g der Fall ist und insbesondere bei Amarant 580mg in 100g. Diese Sorten sollten nicht ohne Not gefüttert werden wegen der Nierenbelastung durch den erhöhten Phosphorgehalt.
Unsinnige Behauptungen zum Thema Kohlenhydrate mit einigen Beispielen: „Der Hund kann auf zu viel Kohlenhydrate(Stärke, u.a. Getreide) mit Durchfall reagieren… es ist kein natürliches Futter für das Verdauungssystem des Hundes…..es gibt Erkrankungen bei denen die Fütterung von Getreide unterbleiben sollte: Allergien, da Getreide häufig der Auslöser ist..Krebserkrankungen, da Kohlenhydrate in Glukose umgewandelt werden, die die Krebszellen füttert und bei Gelenkerkrankungen….Kommen Kohlenhydrate zum Einsatz in der Fütterung, dann sollten diese in erster Linie aus Gemüse und Obst stammen und nur geringfügig aus Getreidequellen.. ein hoher Anteil an Kohlenhydraten kann sich auf die Gesundheit auswirken, Weizen ist über den Glutengehalt Allergieauslöser Nummer eins, Reis ist ein pH-neutrales Getreide……Sehr günstig sind Reisflocken, eine Wohltat für Darm und Haut, Hirse gut geeignet bei allergiegeplagten Hunden….Wie gut ein Hund die Kohlenhydrate verträgt, zeigt die Kotmenge und die Kotkonsistenz. Sind die Kotmengen gering, die Konsistenz fest und gut geformt und kommt es zu keiner Gasbildung, dann verdaut ihr Hund die Kohlenhydratquelle seines Futters optimal.“
Zum Thema Durchfall als „Reaktion der Fütterung von Kohlenhydraten“ Wenn das Thema Durchfall so einfach“ wäre, gäbe es nicht so viel Probleme mit an chronischen Durchfall erkrankten Hunden. Es gibt inzwischen sehr viel Hunde, die eine chronische Darmerkrankung haben. Bevor lapidar eine solche Aussage getroffen wird, steht primär die richtige Diagnostik im Vordergrund mit Untersuchungen des Kotes in Form von Parasitologie (Wurmbefall, Giardien, Kokzidien) und Bakteriologie (hämolysierende E-coli, mucoide E- coli, Clostridium perfringens Enterotoxin, Clostridium diffizile Toxin, Salmonellen, Shigellen,etc) . Zur sicheren Bestimmung – das ist wichtig – muss der im Kot im Kühlschrank gelagert werden und wegen der Bakteriologie am besten auf Kühlkette in ein Großlabor- Laboklin- geschickt werden. Ohne Kühlkette (häufige Fehlerquelle!) lassen sich einige sehr wärmeempfindlichen Enterotoxine nicht nachweisen. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der Leber, der Nieren oder eine Nahrungsmittelallergie müssen abgeklärt werden. Nahrungsmittelunverträglichkeiten lassen sich über das Blut zuverlässig beispielsweise über das Großlabor Laboklin bestimmen. Sehr fehlerhaft sind fast immer die Bioresonanztests, die von Tierheilpraktikern in der Regel gemacht werden. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind zu 70 -80% die Proteinquellen verantwortlich und nur in knapp 20% der Fälle sind die Kohlenhydrate in Form von Getreide beteiligt. Es ist beim Hund in diesem Fall nicht wie beim Menschen, wo es häufig Glutenallergien gibt – das wird hier offensichtlich mangels Wissen verwechselt! Krebserkrankungen und ein Zusammenhang mit Getreide ist eine sehr vage These, schmeichelhaft formuliert. Wenn auch das so einfach wäre, würde in jeder renommierten Klinik, die sich täglich mit Krebserkrankungen beschäftigen, längstens diese lebensrettende Erkenntnis aufgegriffen. Also auch hier wirklich blanker Unfug! Der Zusammenhang mit Gelenkerkrankungen – auch diese Behauptung bereitet dem fachlich kompetenten nur Schmerzen… wie der andere konstruierte Blödsinn. Eine gute Kotkonsistenz zeigt nicht nur ein verdauliches Futter, sondern auch einen intakten Verdauungsapparat bzw. Darm. Eine größere Kotmenge ist nicht grundsätzlich schlecht, sondern zeigt u.a. auch eine ballaststoffreiche Fütterung, die wiederum von Vorteil ist, was die wichtige Gesundheit des Darmes anbelangt.
In der Tat wundert es nicht, was an fehlerhafter Information und konstruierten Zusammenhängen, sachlich inkompetent dem Hundebesitzer „als Wissen“ verkauft wird. Wenn man schon in einem 5-Tagesseminar zum Ernährungsexperten mutiert oder gar in einem Wochenendkurs ALLES WISSEN „rund um die Ernährung und noch Medizin dazu“ intus hat, wozu andere Personen ein abgeschlossenes Hochschulstudium benötigen mit zusätzlichen fachlich weiterbildenden Maßnahmen über Jahre. Ja dem EINEN verleiht es der „Herr im Schlaf“.. so sieht dann aber auch das Ergebnis aus, was ich wöchentlich in meiner Ernährungsberatung erlebe. Die Beratungen waren zwar vergebens… der erhoffte Erfolg bleibt aus… aber die Beratung war nicht umsonst, sie hat unnötig Geld gekostet. Hier freut such zumindest Einer.
Als Hundeliebhaber und hoffentlich kritischer Mensch mit der nötigen Portion an einfach klarem Menschenverstand, hinterfragen Sie die Ausbildung eines Ernährungsberaters. Wenn Sie beispielsweise von einer „Dozentin“ für Tierernährung nach einem 5Tage Kurs - damit wird in D und CH geworben- dann ein Zertifikat erhalten, was denken Sie können solche Personen leisten außer Ihre schmalbrüstige Leistung an Dumme zu verkaufen. Was können Sie erwarten, wenn diese Person eine Ausbildung als Pferdewirt hat, Jagdhunde ausbildet und züchtet.. Rennpferde gefüttert hat und einen Kurs bei einer Fachtierärztin für Ernährung im Süden Deutschlands gemacht hat, wo ich mehrere Fallbeispiele habe in meiner Ernährungsberatung „als ultima ratio“ mit steinkranken Hunden, da sich mit „Hilfe der kompetenten Beratung und der „fachlich kompetenten Fütterung“ die Steine vermehren. Aber auch diese Adresse „ schwimmt im Trend und BARFT.
Bei chronischen Darmerkrankungen wie beispielsweise der Inflammatory Bowel Disease (IBD) vertragen nach meiner Erfahrung mit sehr viel Hundepatienten die erkrankten Hunde, die ohnehin fast immer mit Kortison eingestellt werden müssen, fast generell kein Obst und auch fast kein Gemüse bzw. überhaupt nichts anderes als ein geeignetes KH in der Regel Naturreis mit wenig Fleischanteil – in gekochter bzw. gedünsteter Form als Futter. Hier kann man keinerlei Flocken als KH füttern, denn bei IBD wird es nicht vertragen. Mit jeder Form von Flocken kommt es zu massiven Fehlgärungen und der Kot wird breiig. Bei IBD muss man für den Hund kochen!
Bei malabsorptiven Darmerkrankungen wie der Dünndarmdysbakterie auch bakterielle Darmfehlbesiedlung genannt abgekürzt SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth) – im Labor: gleichzeitige Folsäureerhöhung und Cobalaminernierdigung sind ein Zeichen für SIBO oder EPI (exokine Pankresinsuffizienz) – ist identisch in puncto Fütterung wie bei IBD. Auch SIBO- Hunde vertragen kein Gemüse bzw. wenn überhaupt nur als „homöopathische Zugabe“ und vertragen auch wenn überhaupt ganz wenig Obst. Also auch hier benötigt man in jedem Fall Kohlenhydrate und zwar wieder in erster Linie Reis und anderes gekochtes, d.h. immer selbstzubereitetes Getreide. Auch bei SIBO muss der Fleischanteil gering sein.
Kohlenhydrate in Form von pflanzlicher Stärke damit als Getreide &Kartoffeln sind extrem wichtig in einer gesunden Hundeernährung.
„Im Darm sitzt der Tod oder das Leben“ die Bedeutung erkannte Paracelsus.
Zur Information eine Darstellung über wichtige Zusammenhänge:
IMMUNSYSTEM DARM – Darmbarriere - Darmflora:
Der Darm ist das Kommunikationsorgan des Organismus zur Umwelt. Im Darm findet die Trennung zwischen Aufnahme zur Innenwelt des Blutes und der Außenwelt des Darmlumens mit der Ausscheidung statt. Voraussetzung für diese Vorgänge ist ein wirksames Immunologisches Training mit Antikörperbildung zur Unterscheidung der Nahrung von Toxinen/Allergenen und eine nur gezielt offene Darmbarriere.
Weitere wichtige Funktionen bestehen in der Nahrungsverarbeitung und Nahrungsaufnahme, Vitaminproduktion, Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes, Gallensäure-/ Elektrolyt-/ Wasserkreislauf. Die Funktionen sind abhängig von einem leicht sauren pH-Milieu, einer richtigen Keimbesiedlung der Darmbarriere, einer funktionierenden nervlichen Steuerung und Muskulatur, ausreichend vorhandenen Enzymen und einer intakten Darmschleimhaut.
Aufgaben der Darmflora:
Die Ausgewogenheit in der Darmflora ist notwendig, damit der Darm seine Funktion in vollem Umfang erfüllen kann:
-Barrierefunktion gegen schädliche Bakterien und Pilze
-Stabilisierung des Säuregrades des Darminhaltes
-Beitrag zum Nahrungsaufschluss
-Beitrag zur Funktion der körpereigenen Abwehr
Daher ist es eminent wichtig, durch eine ausgewogene Ernährung darauf zu achten, dass das natürliche Gleichgewicht der Flora im Darm aufrechterhalten bleibt.
Wissenswertes zur Darmflora: Der Darm beherbergt sehr viele unterschiedliche Mikroorganismen. Es leben im Darm Milliarden von Bakterien, die als Bestandteil der intestinalen Barriere für eine optimale Verdauung, Abwehr und Nährstoffverwertung notwendig sind. Nach heutigem Wissenstand besteht die Zusammensetzung der Darmflora zu einem großen Teil aus anaeroben Bakterienspezies. Vor allem die milchsäurebildenden Bakterien wie Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium bifidum spielen eine Hauptrolle. Bifidobakterien üben im Darm eine besondere Schutzwirkung gegen Fremdkeime aus. Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium bifidum gehören zu den Saccharolyten, die sich normalerweise vom Darm-Mukus und von Ballststoffen einer normalen Mischkost ernähren. Sie können aber auch durch Lactose oder Inulin/Oligofructose angefüttert werden. Die Saccharolyten tragen maßgeblich dazu bei, ein saures Darmmilieu durch die Abgabe von Milchsäure und kurzkettigen Fettsäuren aufrecht zu erhalten. Diese Fettsäuren dienen den wandständigen Kolonozyten als Nahrungsquelle. Im Gegensatz dazu kommen Bakterien mit lipolytischer oder proteolytischer Aktivität (z.B. Fäulniskeim) nur in geringen Mengen in einer gesunden Darmflora vor.
Aufgrund von Stress, Medikamenten und insbesondere einseitiger proteinreicher Ernährung und kohlenhydratarmer Ernährung kann sich das bakterielle Gleichgewicht im Darm verschieben. Keime wie Lactobacillus acidophilus ober Bifidobacterium bifidum mit ihrer saccharolytischen Aktivität werden stark zurückgedrängt und Fäulniskeime reichern sich an. Eine Folge ist, dass sich der Stuhl-pH-Wert erhöht (wird alkalisch), was wiederum die Stoffwechselaktivität der verbliebenen Saccharolyten negativ beeinflusst. Dies kann soweit gehen, dass die normalen Aufgaben der Darmflora nicht mehr aufrechterhalten werden können und im Darm entstandene Fäulnisprodukte über die Leber entgiftet werden müssen.
Mögliche Folgeerkrankungen, wenn das Immunsystem Darm und die Barrierefunktion der Darmflora in Mitleidenschaft gezogen sind:
Wie beschrieben haben die Darmbakterien einerseits eine Schutzfunktion, helfen bei der Enzym-/Vitaminproduktion, andererseits können sie aber auch Methangase, Histamine, biogene Amine, Nitrit, Toxine Fäulnis- und Gärungsstoffe bilden und somit ein enorm krankmachendes Potential haben. Die Durchlässigkeitserhöhung der Darmbarriere für Giftstoffe überfordert das Immunsystem. Es folgen Allergieentwicklung und Toxinausstreuung in andere Organe. Da alle Schleimhäute und die Haut immunologisch vernetzt sind, können Haut, Blase und andere Organe mit betroffen sein. Chronische Erkrankungen wie Allergien auf der Haut, chronische Darmerkrankungen mit Durchfällen und Fehlgärungen, u.v.m. können die Folge sein. Auch Darminfektionen mit Viren, Bakterien, Hefen, Würmern oder auch Antibiotika Einnahmen über einen längeren Zeitraum verändern die Darmschleimhaut.
Nahrungsmittelintoleranzen stehen häufig in Verbindung mit einer geschädigten Darmflora und meistens mit einer durchlässigen Darmschleimhaut (Leaky Gut syndrom) - hier ist die wichtige Barriere der Darmschleimhaut unterbrochen, so dass man „auch von einem durchlässigen Darm“ spricht.
Aus obigen Abhandlungen und den aufgezeigten Zusammenhänge lässt sich klar erkennen, wie wichtig Kohlenhydrate für die Gesundheit innerhalb der Ernährung sind. Dabei spielen insbesondere die pflanzlichen Stärke im Getreide richtig zubereitet und in der Kartoffel eine ganz wichtige Rolle und dienen der gesamten Gesundheit des Hundes wie auch der Gesundheit des Darmes.
Wie sieht in Kurzfassung eine gesunde Fütterung aus?
Für einen gesunden, ausgewachsenen Hund mit normaler Beanspruchung sollte das Futter zu 1 Teil aus eiweißreichen Futtermitteln bestehen und zu mindestens 2 Teilen aus kohlenhydratreichen Futtermitteln – bei den Kohlenhydraten wiederum zu ¾ Getreide und ¼ Gemüse.
Oben können Sie sehen, dass auch in den KH zwischen 7-12%Rohprotein bezogen auf 100g essbaren Anteil stecken beispielsweise Rindfleisch liegt bei 20% Rohprotein – hier kann der Leser erkennen, das auch in KH (Reis oder z.B. Hartweizengrießnudeln als Getreide) ein guter Anteil an Eiweiß steckt.
Ich bin kein Freund von Trockenfutter, denn ich möchte genau wissen, was mein Hund frisst. BARFEN lehne ich aus diversen gesundheitlichen Gründen ab. BARFEN ist gleichbedeutend mit einer permanenten Überfrachtung mit tierischen Proteinen, d.h. immer ein viel zu viel an Eiweiß und Phosphor – BARFEN macht die Nieren von gesunden Hunden kaputt und bringt nierenkranken Hunden sicher den Tod. BARFEN beeinträchtigt bzw. schadet dem Darm von gesunden Hunden und bei Darmerkrankungen verschlechtert es die Erkrankung bis zur Verzweiflung der Hundebesitzer, über die bestehenden Darmprobleme wird die Leber geschädigt, somit trägt BARFEN auch zum Schaden der Leber bei. „ Zu viel Säuren machen krank“ Zur Übersäuerung kommt es vor allem durch ein ständiges Überangebot an Säurebildner (Fleisch) in der Nahrung.
Wenn Sie Ihrem Hund wirklich etwas Gutes tun wollen bzw. ihn gesund ernähren möchten, dann sollten Sie für ihn kochen und Fleisch im beschriebenen Umfang vom Metzger Ihres Vertrauens kaufen. Erinnern Sie sich bitte an die diversen „Skandale bezüglich Gammelfleisch“, die aufgedeckt wurden. Überlegen Sie als kritischer Mensch, was wohl in den Shops mit Frischfleisch wirklich verarbeitet wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mit steigender Nachfrage die Qualität sehr nachgelassen hat. RUND um das BARFEN ist ein riesiger Markt entstanden. Daher drängt sich der Verdacht auf, dass hier „Fleischanteile“ und Abfälle verarbeitet werden, die ohne diesen Markt kostenpflichtig entsorgt werden müssten. Denken sie mal darüber nach, wer außer den BARFERN solche Abfälle verwenden sollte und noch dafür bezahlen würde.
Früher als es weder Trockenfutter noch BARF gab und die meisten Menschen sich gesund ernährt haben, weil gekocht wurde und man sich nicht mit schnellen Fertiggerichten ernährt hat, wurden die Hunde mit „ gesunden Tischresten“ gefüttert bzw. es wurde mehr gekocht, damit die Hunde davon gefüttert werden können. In dieser Zeit waren nicht nur die meisten Menschen gesünder, sondern auch die Hunde waren gesünder und wurden älter, weil sie gesünder gefüttert wurden.
Daher investieren Sie lieber etwas mehr Zeit und kochen für Ihren Hund. Die Gesundheit Ihres vierbeinigen Lieblings wird es Ihnen danken. Wenn Sie ausführliche Informationen zum gesunden Selbstkochen mit einfacher Berechnung, zahlreichen Rezepten mit Fleischgerichten und super leckeren vegetarischen Gerichten, abwechslungsreiche Rezepte für Nebenmahlzeiten und noch vieles mehr zum Thema Selbstkochen wissen wollen auch mit geeigneten Nahrungsergänzungen, dann kann ich Ihnen mein Buch empfehlen mit dem Titel:“Frisches Futter für ein langes Hundeleben“ im Kynos Verlag. Es ist 2012 u.a. nachdem es bei Amazon.de vergriffen war in der 2. Auflage erschienen mit einigen kleinen Ergänzungen wie beispielsweise, ab welcher Menge Knoblauch toxisch ist.
Gabriela Behling April 2013
ela Behling,
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