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Nahrungsmittelunverträglichkeit
Vielleicht kennen Sie einen Hund, dessen Haut gerötet und teilweise haarlos ist und juckt, wo die Zwischenzehenfalten pigmentiert und haarlos sind. Manchmal ist der Körper übersäht mit eitrigen Pusteln. Der arme Kerl juckt und beißt sich häufig bis ständig. Periodisch kommt es zu Ohrenrötungen mit Juckreiz und bakterieller Entzündung. Einige dieser bemitleidenswerten Tiere haben ständig Durchfälle, sie neigen zum Aufgasen, im Bauch rumort es und die Ausdünstungen aus dem Darm lassen einen die Flucht ergreifen.
Dies alles kommt meist schleichend und entwickelt sich parallel zur Ausbildung des Immunsystems. Manche Hunde haben vorher chronischen Wurmbefall oder eine Erkrankung des Darms mit Giardien, die man trotz eingehender Behandlung nicht in den Griff bekommt.
Grund dafür ist meist neben einer Atopie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, d. h. manche Lebensmittel wirken auf den Organismus wie ein Allergen, der Körper und sein Immunsystem reagieren mit heftiger Abwehr und den oben beschriebenen Symptomen. Es gibt einige Hunderassen, die besonders zu dieser Form der Krankheit neigen.
Die Diagnose ist oft schwierig und gehört in die Hand des erfahrenen Tierarztes, am besten in die Hand eines Spezialisten wie bei der Hauterkrankung, denn auch hier kann man sagen, keine Behandlung ist manchmal besser als eine falsche Behandlung. Falsch ist die Behandlung immer dann, wenn schnell und ohne weitere Abklärung wie es leider häufig praktiziert wird zum Cortison gegriffen wird, was dem medizinischen Laien mitunter gleich einen Behandlungserfolg zeigt. Das kann für das bemitleidenswerte Tier der Anfang vom Ende sein, auch wenn manchmal am Ende des Weges nichts anderes übrig bleibt, als zu allen anderen Maßnahmen auch die geringst mögliche Dosis von Cortison zur Behandlung heranzuziehen. Aber die Entscheidung, ob Cortison wirklich die ultima Ratio darstellt, gehört nur in die Hand des Spezialisten, weil nur er in der Lage ist, mit Sicherheit die richtige Diagnose zu stellen und daher über den Einsatz von Cortison zu entscheiden. Cortison ist mit seiner nachweislich immunsuppressiven Wirkung bei fast allen Hauterkrankungen absolut kontraproduktiv und kontraindiziert.Im Rahmen der Gesamttherapie wird hier nun auch die Ernährung wichtig. Eliminationsdiät ist das Zauberwort. Sollten Sie für einen Dalmatiner oder eine Englische Bulldogge eine Eliminationsdiät benötigen, so ist es erforderlich bei diesen beiden Rassen deren IMMER angeborene Stoffwechselanomalie (Ausnahme LUA Dalmatiner) mit der deutlich erhöhten Harnsäureausscheidung im Plan zu berücksichtigen. Ansonsten handelt sich der unkundige Hundebesitzer, wenn er beispielsweise als Proteinquelle zum Pferd oder zum Lachs greift, Uratsteine oder Calciumoxalatsteine SCHNELL ein. Wenn solche betont harnsäurehaltigen Proteinquellen eingesetzt werden, dann SOLLTE die pro Tag verfütterte Menge der Stoffwechselbesonderheit GUT angepasst werden, sonst kommt es SCHNELL zur Bildung von Uratsteinen, auch Calciumoxalaten, teilweise auch zu beiden Steinarten gleichzeitig. SEHR häufig habe ich insbesondere mit Uraten in meiner Ernährungsberatung zu tun, bei Einsatz dieser genannten Proteinquellen, wenn die „Ernährungsberatung zu gut war“, und die „sogenannten Spezialisten“ DAS Problem NICHT entsprechend berücksichtigt haben Auch Oxalate werden durch eine erhöhte Harnsäureausscheidung begünstigt in der Bildung! Daher gilt es bei diesen beiden Rassen die Proteinquellen zum einen unter der Berücksichtigung der Futtermittelallergene (wie bei allen anderen Rassen) zu wählen und zum anderen zusätzlich eine Proteinquelle zu verwenden, die einen moderaten Harnsäuregehalt hat oder wie bereits beschrieben IN DER für die RASSEN RICHTIGEN Menge anzupassen.
Dies alles zu verstehen soll Ihnen meine Beratung helfen. Im Einzelnen sollen Ihnen alle wesentlichen Fragen beantwortet werden. Dies ist nur möglich nach einer qualifizierten fachtierärztlichen Diagnose.
Meine Ausarbeitungen sollen Ihnen eine Anleitung sein für die richtige Diät und Ernährung Ihres Hundes.
Es wird im Einzelnen zu folgenden Punkten Stellung genommen:
- Einfluss der Ernährung auf die Entstehung der Krankheit
- Einschätzung des Stadiums der Erkrankung anhand der mitgelieferten medizinischen Unterlagen
- Einfluss der Ernährung auf den Fortgang der Erkrankung mit Erklärung der einzelnen noch verwendbaren und der nicht mehr verwendbaren Nahrungsmittel
- Individuelle Rezeptvorschläge für Haupt- und Nebenmahlzeiten
- Vorschläge zur unterstützenden Nahrungsergänzung
- Vorschläge zur Verwendung von unterstützenden Heilkräutern und homöopathischen Mitteln
- Sollten Sie an einer individuell auf die Erkrankung Ihres Hundes zugeschnittenen Ernährungsberatung interessiert sein, füllen Sie bitte die im Anhang unter Formulare aufgeführten Schriftstücke aus und schicken sie an:
Gabriela Behling
Ernährungsberatung für Hunde
Taunusring 22
63755 Alzenau
behalz@t-online.de
Gabriela Behling, März 2019
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