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Ernährungsgrundlagen
Ebenso wie der Mensch und jedes andere Lebewesen benötigt auch der Hund eine ausgewogene auf seine Bedürfnisse individuell abgestimmte Ernährung, damit er gesund und lange vital bleiben kann. Wesentliche Ernährungsfehler wirken sich nicht nur negativ auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus, sondern reduzieren logischerweise auch die Lebenserwartung.
Jeder gesunde Hund braucht in verschiedenen Lebensabschnitten eine dem Alter angepasste Ernährung. Im Krankheitsfall muss die Ernährung ebenso individuell angepasst werden. Der ausgewachsene, gesunde Hund und ein erkrankter Hund insbesondere, sollten pro Tag 2-3 Mahlzeiten bekommen, d.h. 1 oder 2 kleinere Nebenmahlzeiten und 1etwas größere Hauptmahlzeit, der Welpe 4-5 Mahlzeiten. Diese Fütterungsart verhindert, dass sich der Hundemagen mit seiner Dehnungsfähikeit durch beispielsweise eine große Hauptmahlzeit dauerhaft erweitert. Magenerweiterung ist ein begünstigender Faktor für Magenblähungen, die im schlimmsten Fall zu der gefürchteten Magendrehung führen können.
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung besteht aus einer Kombination verschiedener Rohstoffe, die in richtiger Menge und im richtigen Verhältnis zueinander angeboten werden müssen, nämlich aus den sogenannten Makronährstoffen + Mikronährstoffen. Zu den energieliefernden Makronährstoffen gehören Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette. Die Mikronährstoffe, die u.a. – mehr dazu unter dem NEUEN Button: „Orthomolekulare Medizin“ - aus Mineralien + Spurenelementen + Vitaminen bestehen, SIND EMINENT WICHTIG, liefern jedoch keine Energie ebenso wie Ballaststoffe, auch Rohfasern oder unverdaulichen Kohlenhydrate genannt, die im Futter nicht fehlen dürfen. Sie sind wichtig für die Verdauung und die Funktion des Darmes. Der Bedarf an Energie ist stets eine variable Größe, die von der jeweiligen Bewegung abhängig ist, ebenso von der Frage des individuellen Temperaments, da ein lebhaftes Temperament grundsätzlich den Energiebedarf steigert. Auch bei den Hunden gibt es gute und schlechte Futterverwerter. Kurzhaarige Hunde haben wie kleinere gewöhnlich einen höheren Energiebedarf als langhaarige und große Hunde.
Kurzer Abriss WAS SIE an gesunden Komponenten ALLES in meinen Plänen bekommen:
Positive, SEHR langjährige (über 31Jahre) Erfahrung und nicht zuletzt der FUNDIERT fachliche Hintergrund, haben mir bewiesen, dass in jedem Fall die Hauptmahlzeiten immer aus frischen und natürlichen Zutaten bestehen sollten. Dies bildet auch die Grundlage meiner ausgearbeiteten Futterpläne mit zahlreichen ausgewogenen, schmackhaften Rezepten zum Selbstkochen mit Fleischgerichten, mit Fischmahlzeiten und mit vegetarischen Mahlzeiten. Reichlich gesundes Gemüse beinhalten die Rezepte in Verbindung mit Kartoffeln (klassischer Basenbildner), Reis und Nudeln. Dazu dürfen die gesunden, jahreszeitlich frischen Kräuter wie Kerbel, Kresse, Schnittlauch, Petersilie, Ruccola, Dill als basische Komponenten nicht fehlen. Getrocknete Kräuter als basische Komponenten verwende ich stets in meinen Plänen in Form von Rosmarin, Salbei, Thymian. Alle 3 aus der Familie der Lippenblütler sind erstklassige Calcium Lieferanten. Beispiel: 100g Kuhmilch enthält 120mg Calcium(Ca) / 100g getrockneter Salbei enthält 1170mg Ca / 100g getrockneter Rosmarin enthält 1470mg Ca / 100g getrockneter Thymian enthält 2070mg Ca. Dazu enthält Rosmarin u.a. auch Terpene, die zu den HOCHGESUNDEN sekundären Pflanzenstoffen gehören. Mehr zu Mikronährstoffen unter dem Button: “Ortholmolekulare Medizin.“Rosmarin + Salbei +Thymian sind denen, die sich wie ich als APOTHEKER mit Pflanzenkunde GUT auskennen, auch bekannt als sogenannte pflanzliche Bakterienvernichter.
Auf Wunsch arbeite ich auch ein geeignetes Trockenfutter /Feuchtfutter für 1 Nebenmahlzeit in den Futterplan ein. Das erweist sich als günstig für den Krankheitsfall des Hundebesitzers oder für den Urlaub, wo die Fütterung vereinfacht werden muss. NUR beim gesunden Hund berücksichtige ich ebenso auf persönlichen Wunsch eine von mir errechnete moderate Menge an hochwertigem, hochverdaulichem Eiweiß zur Rohfütterung.
Ich distanziere mich: 1)von der ausschließlichen Fütterung mit Fertigfutter
2)generell vom seit geraumer Zeit weit verbreiteten Barfen
Bei Fertigfutter ist nie klar überprüfbar, ob und wenn ja, welche chemischen Farbstoffe, Stabilisatoren, Dickungsmittel, Lockstoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe zur Herstellung verwendet werden. Die im Fertigfutter enthaltenen Öle müssen generell mit Antioxydantien stabilisiert werden, da alle Öle die Eigenschaft haben leicht zu oxydieren und damit ranzig und unbrauchbar zu werden. Zudem besteht die Möglichkeit, dass genmanipuliertes Getreide oder auch bestrahltes Gemüse verarbeitet werden. Fleischmehle und tierische Nebenerzeugnisse wie Blutmehle, Kadavermehle, zermahlene Tierhäute und Hufe etc. bilden in erster Linie die Proteinquellen. Das in Trockenfuttern fast immer enthaltene Vitamin K3 ist in der Lebensmittelindustrie für den Menschen aufgrund seiner zahlreichen Schadwirkungen verboten. In der Tiernahrung ist es erlaubt ohne Deklarationspflicht und ohne Mengenangabe. Dies sind alles mögliche Risiken, die ich als Verbraucher nicht tatsächlich überblicken kann. Nur in Schweden unterliegt Hundefutter dem Lebensmittelgesetzt und hat daher Lebensmittelqualität. Somit plädiere ich nicht grundsätzlich gegen Fertigfutter, bevorzuge jedoch eine Fütterung auf der Basis von frischen, natürlichen Bestandteilen, die ich kenne und stets individuell zusammenstellen kann.
Beim Barfen (biologisch artgerechte, rohe Fütterung) ist in seiner Gesamtheit pro Tag sowohl der Phosphorgehalt durch die Fütterung sehr hoher Fleischmengen (70-80%Fleischanteil) als auch der Rohproteingehalt immer extrem hoch. Eiweißreiche Nahrungsmittel enthalten IMMER viel Phosphor! Tierische Proteine (Milchproteine haben einen anderen Abbau) werden zu Harnstoff und Harnsäure abgebaut, die über die Nieren ausgeschieden werden. Durch diese auszuscheidenden Stickstoffverbindungen in Kombination mit dem zusätzlich hohen Phosphormengen werden die Nieren permanent überlastet. Zudem werden beim Barfen sämtliche Hunde unabhängig von Besonderheiten der Rasse, kritiklos losgelöst vom Alter sogar Hundesenioren, ungeachtet vom jeweiligen Gesundheitszustand, d.h. sogar Hunde mit Nierenerkrankungen, mit Unmengen von Fleisch und teilweise dazu Geflügelhälsen gefüttert. Medizinische Fakten wie beispielsweise eiweißreduzierte und phosphatreduzierte Fütterung der Hundesenioren sowie absolut restriktive Eiweißzufuhr und Phosphatzufuhr bei allen Formen von Nierenerkrankungen u.v.m. spielen beim Barfen keine Rolle. Noch „fataler“ - ich möchte DAS einzig zutreffende Wort vermeiden - wird es, wenn seit geraumer Zeit im Modetrend mitschwimmende Fachtierärzte für Ernährung (die wirtschaftlichen Interessen liegen beim Betreiben eines Online Shops auf der Hand) Ihre leicht modifizierte Form des BARFEN anbieten bei chronischer Niereninsuffizienz oder Steinerkrankungen.
Wissenschaftlich belegte Studie vom Januar 2013: Der Hund ist ein Allesfresser
Die Barfer begründen ihre Art der Fütterung mit dem Tatsache, der Hund stamme vom Wolf ab und dieser ernährt sich in erster Linie nur von rohem Fleisch und je nach Gelegenheit (Mageninhalt des Beutetieres) auch aus pflanzlicher Kost (Gemüse). Die Januar 2013 veröffentlichte, wissenschaftliche Studie eines schwedischen Genetiker Teams ist an den BARFERN vorbeigegangen! Es ist eine Studie der Universität in Uppsala, die KLAR belegt, dass Hunde Kohlenhydrate und pflanzliche Nahrung deutlich besser verdauen können als der Wolf. Beim Hund wurden 30 Kopien des Gens für Amylase entdeckt. Amylase ist wichtig für die Aufspaltung von Stärke im Verdauungstrakt. Wölfe verfügen nur über 2 dieser Gene. Eine bestimmte Variante des Gens für Maltase-Glukoamylase (ein Enzym, das für den weiteren Abbau der Stärke notwendig ist) fanden die Wissenschaftler ausschließlich im Genom der untersuchten Hunde. Das durch die Variante kodierte Enzym wurde in vergleichbarer Ausprägung bisher NUR bei Pflanzenfressern oder ALLESFRESSERN gefunden, nie jedoch bei Fleischfressern. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Hund Stärke, den Hauptnährstoff in Getreide wie etwa Reis oder Weizen, um ein Fünffaches besser verdauen kann als der Wolf. Zu dieser Erkenntnis bin ich schon SEIT 31 Jahren gekommen, nun habe ich erfreulicherweise den wissenschaftlich fundierten Beweis!
Thema Verwertbarkeit von Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen existiert für BARFER nicht, denn sonst müsste man u.a. auch wissen, dass das im Getreide enthaltene Phytin die Absorption von Calcium, Magnesium, Zink und Eisen erheblich beeinträchtigt. Verwertbarkeit hängt ebenso von der Art der Zubereitung ab - beispielsweise wird gerade durch das Blanchieren von Gemüse im Gegensatz zum rohen Gemüse die Verwertbarkeit wichtiger Inhaltsstoffe gesteigert und die Verdaulichkeit erhöht. Ein weiteres Beispiel in puncto Verwertbarkeit ist die Tomate mit ihrem u.a. wertvollen Inhaltstoff Lycopin, der nicht nur für die rote Farbe verantwortlich ist, sondern ein excellenter Radikalfänger ist (vermindert das Krebsrisiko). Reife Tomaten enthalten besonders viel Lycopin, Tomaten aus der Dose und Tomatenmark besitzen noch mehr Lycopin, da Lycopin aus „verarbeiteten“ Früchten leichter verwertbar ist. Auch die teilweise erhobene Behauptung, bestimmte Fette steigern das Krebsrisiko, kann nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht aufrecht erhalten werden.
Kurzer Überblick über meine Arbeit beim Erstellen eines Futterplans:
Meine Erstellung eines Futterplanes ist individuell auf den jeweiligen Hund zugeschnitten. Dafür wichtige Daten beantworten Sie bitte vorab auf dem als Worddokument gelieferten Formblatt. Sie bekommen dann im Rahmen eines maßgeschneiderten Futterplanes für Ihren Hund mehrere Rezepte mit Zubereitungsvorschlägen für Hauptmahlzeiten auf der Basis von gesunden Fleischgerichten, leckeren Fischgerichten bis hin zu schmackhaften vegetarischen Mahlzeiten, die auch 1-2 mal pro Woche gefüttert werden können. Für Nebenmahlzeiten sind im Plan mehrere individuelle Zubereitungsvorschläge enthalten. Ebenso erhalten Sie einige Vorschläge für gesunde Belohnungen und gesunde Zahnpflege.
Bei einer gesunden Fütterung geht es ob bei den Makronährstoffen - Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette - wie auch bei den Mikronährstoffen IMMER zum EINEN um die Qualität dessen, was Sie füttern und zum ANDEREN um die richtigen Mengenverhältnisse zueinander. Bei der Qualität in Bezug auf die Makronährstoffe arbeite ich in meiner Beratung NUR mit hochwertig, hochverdaulichen Eiweißen wie reinem Muskelfleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern. Bevorzugt verwende ich Bio-Produkte. MINDERWERTIGE Schlachtabfälle wie Euter, Lunge, Schlund gibt es in meinen maßgeschneiderten Plänen nicht. Diese minderwertigen Schlachtabfälle sind für die Schlachthöfe NUR zum kostenpflichtigen Entsorgen da, wenn es die Barfer nicht gäbe, die dafür noch Geld bezahlen. Bei der Qualität der Mikronährstoffe arbeite ich bevorzugt bei den Nahrungsmitteln wie Gemüse, Salat, und Obst mit solchen, die einen hohen Anteil an den nachweislichen sehr gesunden sekundären Pflanzenstoffen aufweisen. Bei den Nahrungsergänzungsmitteln verwende ich bevorzugt hochwertige & geprüfte Präparaten aus dem Humanbereich. Im Humanbereich ist die Qualitätsprüfung Pflicht, im Veterinärbereich gibt es keine geprüfte Ware, mehr INFO unter dem Button „Orthomolekulare Medizin“.
Die richtige, gesunde Fütterung vom Welpen über den Junghund bis zum ausgewachsenen Hund und dem Hundesenior ist ein entscheidender Beitrag zur Gesundheit und damit auch zur Lebenserwartung und Vitalität unserer Hunde. Beim erkrankten Hund ist eine der jeweiligen Krankheit angepasste Fütterung ein absolutes Muss, denn sie kann therapeutisch unterstützend sein, mitunter die einzige Möglichkeit der Therapie darstellen, Rezidive verhindern, Lebensqualität sichern und Lebenserwartung verlängern.
Daher prüfen Sie SEHR kritisch, WEM Sie die Gesundheit IHRES HUNDES anvertrauen.
Gabriela Behling, März 2019
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